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Dredd

30. November 2016 at 19:26

 

 

 

Dredd (2012)
Dredd poster Rating: 7.1/10 (206,098 votes)
Director: Pete Travis
Writer: John Wagner (characters), Carlos Ezquerra (characters), Alex Garland (screenplay)
Stars: Karl Urban, Rachel Wood, Andile Mngadi, Porteus Xandau
Runtime: 95 min
Rated: R
Genre: Action, Sci-Fi
Released: 21 Sep 2012
Plot: In a violent, futuristic city where the police have the authority to act as judge, jury and executioner, a cop teams with a trainee to take down a gang that deals the reality-altering drug, SLO-MO.

 

 

 

„America is an irradiated wasteland. Within it lies a city. Outside the boundary walls, a desert. A cursed earth. Inside the walls, a cursed city, stretching from Boston to Washington D.C. An unbroken concrete landscape. 800 million people living in the ruin of the old world and the mega structures of the new one. Mega blocks. Mega highways. Mega City One. Convulsing. Choking. Breaking under its own weight. Citizens in fear of the street. The gun. The gang. Only one thing fighting for order in the chaos: the men and women of the Hall of Justice. Juries. Executioners. Judges.“

 

 

 

In der Zukunft sind weite Teile Amerikas zu nuklearen Wüsten verbrannt, doch gibt es noch gigantische Städte wie Mega City One, einem riesigen Moloch an der Ostküste, der sich von Boston aus bis nach Washington, D.C. ausgebreitet hat und rund 800 Millionen Einwohner zählt. Um in diesem kochenden Schmelztiegel das Gesetz aufrecht zu erhalten und Gewalt und Verbrechen Einhalt zu gebieten, gibt es die sogenannten Judges, Verbrechensbekämpfer und Jury, Richter und vollstreckende Exekutive in Personalunion. Einer dieser Judges ist der legendäre Dredd, der mit einer neuen Rekrutin einen mehrfachen Mord in dem 200 Stockwerke umfassenden Hochhaus Peach Trees aufklären soll. Scheinbar ein Routinefall, doch steht Peach Trees unter der Kontrolle von Drogenbaronin Ma-Ma, die keine Judges innerhalb ihres Einflussbereiches dulden kann, den Gebäudekomplex kurzer Hand vollständig abriegelt und die beiden Judges zum Abschuss freigibt.

 

Ein häufig gemachter Fehler in der Rezeption von Dredd ist die irrige Annahme, es mit einem Remake des Filmes von 1995 zu tun zu haben, in welchem noch Sylvester Stallone die Rolle des Judge Dredd übernahm. Das ist faktisch schlicht und ergreifend falsch, denn sowohl Judge Dredd von Danny Cannon als auch jetzt Dredd von Pete Travis sind Verfilmungen eines Comics, der erstmals 1977 als Teil der britischen Anthologie 2000 A.D. in Erscheinung getreten ist. Insofern sind beide Filme als eigenständig zu betrachten und beziehen sich in keinster Weise aufeinander, sondern lediglich auf eine gemeinsame Vorlage, die sie unterschiedlich versuchen aufzuarbeiten und die auf völlig verschiedene Art und Weise funktionieren. Tatsächlich kommt Dredd dann auch seiner gezeichneten Vorlage deutlich näher als noch Judge Dredd siebzehn Jahre zuvor, bei dem seine Macher scheinbar relativ wenig Vertrauen in seinen Ursprung hatten, reicherten sie ihren Film doch mehr oder weniger wahllos mit zahlreichen Elementen an, die dem Geist der Comics geradezu widersprüchlich entgegenlaufen und deren Essenz letztlich so sehr verwässern, dass Judge Dredd meist nur noch als launiges Sylvester Stallone-Vehikel wahrgenommen wird. Dredd hingegen ist in seiner enormen Gewaltdarstellung und seinem rohen Zynismus dem faschistoiden Grundgedanken hinter den Comics deutlich näher und zeigt sehr deutlich, wie filmische Comic-Adaptionen abseits von Marvel und Co. eben auch noch aussehen können: kurz und schmerzlos auf den Punkt inszeniert ohne unnötige Spielereien, atmosphärisch sehr nah an seiner Vorlage und gänzlich verzichtend auf Origin Stories, Subplots und potentielle Fortsetzungen oder Spin Offs. Dredd ist geradlinig, schnörkellos und erzählerisch sehr einfach gehalten, hat kein Gramm Fett zuviel auf den Rippen und die Hintergrundgeschichte der Judges und ihren Mega Cities ist denkbar verknappt und auf das Allernötigste reduziert. Die Welt von Dredd bleibt eine vage, grob umrissene Skizze, Politik und Grundsatzdebatten über Ethik und Moral des faschistoiden Justiz- und Gesellschaftssystems werden anderswo geführt, jedenfalls nicht in den neunzig Minuten dieses Films, es ist eine Welt des ununterbrochenen, zur Normalität gewordenen Ausnahmezustandes, in der es für den Titelhelden nur zwei Dinge in Relation zu setzen gibt: das Verbrechen und das Gesetz, aus denen sich die Kausalitäten des Urteilsspruchs und der Vollstreckung ableiten. Nichts anderes ist von Belang. Eine Hand voll gesprochener Zeilen aus dem Off und einige Bilder einer gewaltigen Betonwüste inmitten menschenfeindlicher Ödnis zu Beginn des Filmes reichen vollkommen aus, um alle Karten auf den Tisch zu legen. Dredd beleuchtet keine ganze Welt, betreibt kein umfassendes Worldbuilding, sondern konzentriert sich vielmehr auf eine Momentaufnahme dieser Welt, ein scheinbar willkürlich ausgewähltes Einzelbild aus dieser postapokalyptischen Szenerie und macht dieses zu seinem Thema, aber gerade das ist seine große Stärke. Eben jenes gigantische Hochhaus, Peach Trees, bietet mit seinen weit in den Himmel empor ragenden Stockwerken, seinen dreckigen wie tristen Betonfassaden und dem zentralen Atrium nicht nur eine visuell reizvolle Kulisse, sondern wirkt darüberhinaus glaubwürdig genug, um der eigentlichen Geschichte einen handfesten Unterbau zu geben. Und ja, der Vergleich zu dem ganz ähnlich konzipierten The Raid drängt sich durchaus auf, aber Dredd ist dem indonesischen Action-Spektakel von 2011 dann doch nicht so sehr ähnlich, dass man die Messlatte nun unbedingt anlegen müsste, denn es ist eben kein Martial Arts-Ballet, es gibt keine Minuten langen, virtuos inszenierten Kampfsequenzen, nur gewaltige wie dreckige Schießereien und Kugeln, die in Körper einschlagen und zerfetzte Löcher hinterlassen. Gerade durch die zeitlupenartigen, durch die neuartige Droge Slo-Mo bedingten Verfremdungseffekte erhält das ganze dann auch eine vollkommen eigene Ästhetik der Gewalt, wenn Blutfontänen schlierenartig durch den Raum wabern und zerfetztes Gewebe umher fliegt. Pete Travis´ Film ist folglich sehr brutal geraten, roh und nihilistisch, aber das braucht es auch, um eben jene faschistoiden Züge des Systems hinter den Judges überhaupt erst anzudeuten. Darüber hinaus aber ist sein Dredd auch visuell sehr faszinierend geraten und hat zweifellos den einen oder anderen beeindruckenden Effekt zu bieten. Karl Urban verkörpert den scheinbar unendlichen Stoizismus und beinahe schon widerlichen Zynismus der Hauptfigur unfassbar gut und wirkt wie ein junger Clint Eastwood unter diesem Helm, welchen er dankbarer Weise und im Gegensatz zu Judge Dredd von 1995 niemals abnimmt, würde ihn das doch der grundlegenden Idee berauben, auch nur Teil einer gesichtslosen, maschinengleichen und anonymen Masse zu sein, die ihre ganz eigenen Regeln konsequent durchsetzt. Ihm gegenüber steht Lena Headey als Madeline Madrigal aka Ma-Ma, die den meisten wohl bekannt sein dürfte für ihre Rolle als Cersei Lannister in der Serie Game of Thrones. Ansonsten sticht bis auf Domhnall Gleeson in einer zu der Zeit eher winzigen Rolle noch Olivia Thirlby als Dredd´s neue Rekrutin mit übersinnlichen Fähigkeiten hervor, die, zwar als Mutantin stigmatisiert, dennoch einem Eignungstest als Judge unterzogen wird und die ihre spätere damsel in mistress-Lage nicht nur völlig ohne die Hilfe ihres männlichen Kollegen ganz allein aufzulösen weiß, sondern gleich auch noch dem verwundeten Dredd aus der Patsche hilft.

 

Dredd ist ein roher und kompromissloser Actioner, beinahe schon nihilistisch, enorm geradlinig und schnörkellos erzählt und steht somit seiner geistigen Vorlage deutlich näher als noch die Verfilmung von 1995. Wer in ihm nicht mehr als nur eine sinnlose Aneinanderreihung immer brutaler werdender Szenen sieht, glorifizierte Gewalt nur um ihrer selbst willen und vollkommen ohne Distanz, der hat entweder nicht richtig hingesehen oder erst gar nichts anderes sehen wollen, denn unter seiner zynischen Oberfläche verhandelt Dredd schon noch ein wenig mehr als man auf den ersten Blick vermuten würde. Davon ab funktioniert er einfach ganz wunderbar als Gegenentwurf zu all den zu Tode optimierten und glatt gebügelten Comicverfilmungen, die das moderne Blockbuster-Kino quasi im Alleingang für sich vereinnahmt haben. Oder um Dredd zu zitieren: „Negotiation’s over. Sentence is death.“

 

7,5 von 10 Hot Shots aus dem Lawgiver

 

 

Independence Day: Resurgence

23. November 2016 at 12:43

 

 

 

Independence Day: Resurgence (2016)
Independence Day: Resurgence poster Rating: 5.4/10 (92,030 votes)
Director: Roland Emmerich
Writer: Nicolas Wright (screenplay), James A. Woods (screenplay), Dean Devlin (screenplay), Roland Emmerich (screenplay), James Vanderbilt (screenplay), Dean Devlin (story by), Roland Emmerich (story by), Nicolas Wright (story by), James A. Woods (story by), Dean Devlin (based on characters created by), Roland Emmerich (based on characters created by)
Stars: Liam Hemsworth, Jeff Goldblum, Jessie T. Usher, Bill Pullman
Runtime: 120 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 24 Jun 2016
Plot: Two decades after the first Independence Day invasion, Earth is faced with a new extra-Solar threat. But will mankind's new space defenses be enough?

 

 

 

„That’s… definitely bigger than the last one.“

 

 

 

Zwanzig Jahre sind vergangen seit dem verheerenden Angriff der Aliens auf die Erde. Die damaligen Ereignisse einten die Menschheit in Frieden und Eintracht, bewaffnete Konflikte gab es seither keine mehr und die Technologie der Außerirdischen konnte zu immensem Fortschritt genutzt werden. Doch ausgerechnet am zwanzigsten Jahrestag der erfolgreich abgewehrten Invasion kommt es zu einem erneuten Angriff, der um ein vielfaches größer ausfällt und nach der Zerstörung großer Teile von Europa und Asien durch die Aliens scheint die Lage aussichtslos zu sein.

 

Das diesen Text einleitende Zitat trifft nicht nur den Nagel auf den Kopf, es hämmert ihn auch gleich tief ins Holz. Independence Day: Resurgence ist ein Paradebeispiel dafür, dass eines der größten Probleme Hollywoods der Mangel an neuen Ideen ist. So verfährt Roland Emmerich dann auch zwanzig Jahre nach seinem ersten Teil ganz klar nach der Devise bigger is better und macht genau das, was er am besten kann, nämlich unterkomplexes und nur auf Überwältigung ausgelegtes Event-Kino, liefert dabei aber lediglich den lauen Aufguss eines ohnehin schon lauen Filmes. Sicher, mit sechzehn, damals im Kino, da war Independence Day auch für mich das wohl Höchste der Gefühle, heute jedoch bin ich weniger leicht zu beeindrucken, habe viel mehr gesehen und weiß, was für eine Gurke das auch schon 1996 war, so voller Kitsch, Pathos und Patriotismus, nicht unähnlich Filmen wie Armageddon oder Pearl Harbor. Ich glaube nicht, dass es überhaupt einer Fortsetzung bedurft hätte und schon gar nicht einer zwanzig Jahre danach, viel zu spät und mit einem Publikum, welches den ersten Film zum Teil vielleicht gar nicht mehr kennt. Zudem handelt es sich bei Independence Day: Resurgence streng genommen nicht einmal um eine Fortsetzung, erzählt Emmerich doch im Grunde genau die gleiche Geschichte wie 1996 und variiert kaum mehr als Teile des Personals und allenfalls winzige Elemente der Story. Würde man nicht allzu genau hinsehen, sein Film würde auch problemlos als Remake durchgehen. Independence Day hatte zu seiner Zeit immerhin spektakulär neue Effekte zu bieten, verpackt in eine Zerstörungsorgie, die damals ihres Gleichen suchte und mein sechzehnjähriges Ich zu beeindrucken wusste, doch Resurgence hingegen ist letzten Endes nur noch eine weitere von vielen, beliebigen wie lieblosen CGI-Orgien und verliert dadurch genau jenes Alleinstellungsmerkmal, dass der alte Film noch für sich beanspruchen konnte. Eines muss man Emmerich jedoch lassen: Fernab vom bemühten Ernst einiger anderer Blockbuster zielt er nicht auf die realen Ängste des Publikums vor Terror, Überfremdung und Naturkatastrophen ab, sondern vielmehr auf eine kindliche Schaulust und versucht zumindest das Kino wieder zu einer Jahrmarktsattraktion zu machen. Dass dann letztlich der Funke nicht überspringen will, das liegt auch am modernen Event-Kino und dessen sensationswütigem Publikum, dessen Ansprüchen Independence Day: Resurgence gnadenlos hinterher hinkt. Was sich vor zwanzig Jahren noch für lange Zeit ins kollektive Gedächtnis der Popkultur brannte, das ist heute gleich wieder vergessen. Zu altmodisch ist der Film in seiner Inszenierung geraten und zu sehr orientiert sich Emmerich manchmal geradezu sklavisch an der Struktur des ersten Teils, um heute noch großartig punkten zu können. Immerhin ist es eine nette Idee Jeff Goldblum, Bill Pullman, Judd Hirsch, Brent Spiner und John Storey wieder mit ins Boot zu holen und so nicht nur erzählerisch an die Ereignisse von 1996 anzuknüpfen, dafür können aber vor allem Liam Hemsworth und Jessie T. Usher kaum glänzen, und unterm Strich nimmt die alte Besetzung der neuen ganz eindeutig die Butter vom Brot. Auch gefällt mir die Idee, die auf der Erde zurückgebliebene Alien-Technologie für den menschlichen Fortschritt zu nutzen, doch gebraucht Emmerich das Potential dahinter selten gehaltvoll und meist nur für den nächsten digitalen Effekt. Überhaupt werden viel zu oft Ideen aufgeworfen und Ansätze verfolgt, nur um dann genauso schnell wieder in der Versenkung zu verschwinden. Es passiert zwar viel, aber kaum etwas davon hat auch wirklich Bedeutung oder würde gar die Story weiter entwickeln.

 

Independence Day: Resurgence tut nicht weh und weiß auch nicht zu verärgern, ist im Grunde nicht einmal ein besonders schlechter Film und hat auch die eine oder andere nette Idee zu bieten, aber er ist vor allem in seiner geradezu absoluten Belanglosigkeit einfach nur schrecklich egal, und das ist das Schlimmste, was ein Film überhaupt nur sein kann: egal. Das macht ihn letztlich überflüssig und verzichtbar, auch wenn Roland Emmerich schon schwächere Filme abgeliefert hat. Resurgence kommt mindestens fünfzehn Jahre zu spät und kann einer Generation, die Independence Day vermutlich gar nicht mehr kennt, nichts bieten, was andere aktuelle Blockbuster nicht auch leisten können und geht somit im Mittelmaß der sommerlichen Flut der Effekt-Spektakel unter.

 

5 von 10 außerirdischen Raumschiffen mit einem Durchmesser von 3.000 Meilen

 

 

 

 

Octalus – Der Tod aus der Tiefe (Deep Rising)

20. November 2016 at 17:02

 

 

 

Deep Rising (1998)
Deep Rising poster Rating: 6.0/10 (26,777 votes)
Director: Stephen Sommers
Writer: Stephen Sommers
Stars: Treat Williams, Famke Janssen, Anthony Heald, Kevin J. O'Connor
Runtime: 106 min
Rated: R
Genre: Action, Adventure, Horror
Released: 30 Jan 1998
Plot: A group of heavily armed hijackers board a luxury ocean liner in the South Pacific Ocean to loot it, only to do battle with a series of large-sized, tentacled, man-eating sea creatures who have taken over the ship first.

 

 

 

„I once saw a guy put a fish in a bottle. He corked it, sealed it tight, and threw it to a baby octopus inside a fish tank. The octopus… he felt his way all around that bottle. In less than two minutes, he got the cork off, slid inside, and ate the fish… and we’re the fish.“

 

 

 

John Finnegan verdingt sich mit seinem Schiff und einer kleinen Crew als eine Art Schmuggler auf den Weltmeeren. Als sie von einer zwielichtigen Gruppe schwer bewaffneter Söldner dafür angeheuert werden, das Luxusschiff Argonautica anzusteuern, damit sie dieses geentert und ausgeraubt werden kann, ahnen sie noch nicht, in welche Gefahr sie sich begeben. Denn als sie die Argonautica erreichen, treibt diese still und dunkel im Wasser und entpuppt sich schnell als verlassen und nahezu menschenleer. Zwar treffen sie an Bord noch auf eine Hand voll Überlebende, aber auch auf ein sehr gefräßiges Tiefseeungeheuer, welches ihnen schnell nach dem Leben trachtet.

 

Wieder einmal begebe ich mich in die Untiefen der B-Movies und Genre-Filme mit einem Streifen, der mir sehr am Herzen liegt und den ich tatsächlich immer wieder gucken kann. Die Rede ist von Deep Rising, auch hierzulande bekannt als Octalus – Der Tod aus der Tiefe von Stephen Sommers. Nach Leviathan zwar keine Tiefsee, aber immerhin doch die manchmal unendlichen und nicht weniger ausweglosen Weiten der hohen See. Ich kann es nicht genau erklären warum, aber aus irgendeinem Grund faszinieren mich Filme beinahe jeglicher Art, die irgendwie auf oder unter dem Wasser spielen, irgendwoher habe ich ein tiefsitzendes Faible für Unterwasserstationen, die von Monstern attackiert werden oder menschenleere, unentdeckt durch die Meere treibende Geisterschiffe mit dunklen Geheimnissen an Bord. The Abyss, Deep Star Six, Leviathan, Virus, Ghostship (sowohl das Original von 1980 als auch das Remake von 2009) oder eben Deep Rising und noch einige andere mehr… irgendetwas wohnt diesen Filmen inne, das mich geradezu magisch anzieht. Und Deep Rising ist überaus faszinierend, ein Kuriosum, eine Art Unfall von Film, den es so im Grunde gar nicht geben dürfte, denn scheinbar war in diesem besonderen Fall im Jahre 1998 die Qualitätskontrolle in Hollywood besonders unaufmerksam. Anders lässt sich kaum erklären wie ein durch und durch und von der ersten bis zur letzten Sekunde reinrassiges B-Movie aller erster Güte mit einem 45 Millionen Dollar Budget versehen werden und im glanzlosen Mainstream-Kino der damaligen Zeit mit Filmen wie Armageddon, Deep Impact, Godzilla, Sphere, Rush Hour oder Saving Private Ryan einfach mehr oder weniger unbemerkt mitschwimmen konnte. Eine Videopremiere, die durch eine Verkettung unglücklicher (oder glücklicher, wie man es auch immer sehen möchte) Umstände und Missverständnisse mit einem Multimillionenbudget ausgestattet und auf die große Leinwand gehievt worden war. Regisseur Stephen Summers ist für allerhand Quatsch bekannt und hat unter anderem The Mummy und The Mummy Returns mit Brendan Fraser und Rachel Weisz sowie Van Helsing (ein Film, über dessen Qualitäten oder eben Nicht-Qualitäten sich vortrefflich streiten lässt) mit Hugh Jackman und Kate Beckinsale, G.I. Joe: Rise of the Cobra und zuletzt 2013 den eher unbekannten, aber durchaus gelungenen und charmanten Odd Thomas mit Anton Yelchin gedreht, Deep Rising allerdings stellt seinen bisher einzigen Ausflug in die Untiefen der klassischen Creature-Horrorfilme dar. Und was für einer das ist: es ist eine pure Freude sich diese knapp 100 Minuten Monster-Action zu Gemüte zu führen und macht irrsinnig Spaß, einen solchen geradezu klassischen B-Movie-Stoff im Gewand eines Blockbusters zu sehen! Stephen Sommers geht von Beginn an ein hohes Tempo, die Story ist auf eine Art und Weise schnörkellos und kompakt erzählt, wie es sich das moderne Eventkino heute viel zu selten erlaubt, und bietet nahezu keinen Leerlauf. Die Effekte sind zwar weder bahnbrechend noch revolutionär, aber wenigstens wurden sie doch sichtbar von Menschen gemacht, die eindeutig ihr Handwerk verstehen. Natürlich ist über die Jahre hinweg auch nicht alles an Deep Rising unbedingt gut gealtert und wirkt gemessen an heutigen Sehgewohnheiten vielleicht ein wenig angestaubt, aber es macht nichts, dass der Zahn der Zeit naturgemäß seine Spuren hinterlassen hat. Das ist schließlich Teil des Spiels, wenn man seine mit einem selbst verwachsenen Lieblinge vergangener Tage aus der Versenkung hebt wie einen längst vergessen Schatz. Und mit den aktuellen Genrevertretern vorm geistigen Auge, die viel zu oft den offensichtlichen Mangel an Vision und Einfallsreichtum  durch vordergründige Perfektion ersetzen, dann macht Stephen Sommers Monster-Spektakel gleich noch mehr Spaß. Das ist dann auch schon ein Großteil dessen, was den Charme von Deep Rising ausmacht und es ist sicherlich kein Film, über den sich seitenlange Abhandlungen verfassen lassen, entspringt sein Wert doch vor dem allem dem Moment, eben jener guten Laune, die er bei geneigten Fans zu erzeugen weiß und dem Lächeln, welches er ihnen ins Gesicht zu zaubern vermag. Der Cast rund um den von mir immer gern und viel zu selten gesehenen Treat Williams und Famke Janssen ist nicht herausragend, aber dafür mit zahlreichen B-Movie-Haudegen wie Wes Studi, Jason Flemyng, Cliff Curtis, Kevin J. O´Connor oder Trevor Goddard solide besetzt, deren Gesichter allesamt bekannt vor kommen. Dazu gesellen sich coole Sprüche, spritzige Dialoge und markige Oneliner, vermischen sich mit zum Teil absurd komischen Situationen und geben den knappen 100 Minuten Laufzeit den letzten Schliff für ein rund um gelungenes B-Movie-Spektakel, welches sich 1998 irgendwie ins Kino verirrt hat.

 

Deep Rising ist eine kleine Perle im schon damals stagnierenden Genre des Monster-Horrors, ein B-Movie-Kracher aller erster Güte, Exploitation par excellence, und mit einem für 1998 erstaunlich hohen Budget versehen. Eine Kuriosität, die so oder ähnlich heute niemals im Kino landen, sondern direkt in den Videotheken verstauben würde. Stephen Sommers bietet hier alles, was das B-Movie-Herz begehrt: kernige Figuren, coole Sprüche, ein fies schleimiges Monster, reichlich gut gemachte Ekeleffekte und eine von jeglichem unnötigen Ballast befreite, überaus geradlinige erzählte Story mit hohem Tempo und ohne Längen. Ein Film, den ich mir immer wieder ansehen kann ohne dass er für mich an Qualität einbüßt und auf dessen Fortsetzung ich bis heute warte, welche die drollige Pointe zum Schluss – aus einer Zeit in der solche Enden noch nicht ganz der öde Standard von heute waren – andeutet.

 

7 von 10 schleimigen Tiefsee-Monstern auf Beutezug (10 von 10 in meinem B-Movie-Herzen)

 

 

Zehn sehenswerte Filme aus dem Jahr 1986

16. November 2016 at 19:26

 

 

 

„It happens sometimes. Friends come in and out of our lives, like busboys in a restaurant.“

 

 

 

Es ist Zeit für eine weitere Liste in der Chronologie meiner Lebensjahre. 1986 ist an der Reihe und dieses Jahr hat unter anderem den einen oder anderen Eintrag in dem erweiterten Kreis meiner Lieblingsfilme zu bieten. Also los, betrachten wir auszugsweise ein Jahr, in welchem uralte, fernöstliche Magie San Francisco heimsuchte, Kinder ihre Kindheit verloren, abgeschnittene Ohren auf Rasenflächen lagen, bizarre genetische Mutationen auftraten und Serienmörder gejagt wurden oder Fotoreporter um ihr Leben kämpfen mussten und garstige Aliens einigen Marines nach dem Leben trachteten. Und nun geht es auch schon los:

 

 

 

10.

From Beyond (1986)
From Beyond poster Rating: 6.8/10 (15,080 votes)
Director: Stuart Gordon
Writer: H.P. Lovecraft (short story), Brian Yuzna (adaptation), Dennis Paoli (adaptation), Stuart Gordon (adaptation), Dennis Paoli (screenplay)
Stars: Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ted Sorel, Ken Foree
Runtime: 86 min
Rated: R
Genre: Horror, Sci-Fi
Released: 24 Oct 1986
Plot: A group of scientists have developed the Resonator, a machine which allows whoever is within range to see beyond normal perceptible reality. But when the experiment succeeds, they are immediately attacked by terrible life forms.

 

 

 

9.

Blue Velvet (1986)
Blue Velvet poster Rating: 7.8/10 (110,356 votes)
Director: David Lynch
Writer: David Lynch (screenplay)
Stars: Isabella Rossellini, Kyle MacLachlan, Dennis Hopper, Laura Dern
Runtime: 120 min
Rated: R
Genre: Crime, Drama, Mystery
Released: 30 Oct 1986
Plot: The discovery of a severed human ear found in a field leads a young man on an investigation related to a beautiful, mysterious nightclub singer and a group of criminals who have kidnapped her child.

 

 

 

8.

Aliens (1986)
Aliens poster Rating: 8.4/10 (496,655 votes)
Director: James Cameron
Writer: James Cameron (story), David Giler (story), Walter Hill (story), Dan O'Bannon (characters), Ronald Shusett (characters), James Cameron (screenplay)
Stars: Sigourney Weaver, Carrie Henn, Michael Biehn, Paul Reiser
Runtime: 137 min
Rated: R
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 18 Jul 1986
Plot: The moon from Alien (1979) has been colonized, but contact is lost. This time, the rescue team has impressive firepower, but will it be enough?

 

 

 

7.

Cobra (1986)
Cobra poster Rating: 5.7/10 (50,900 votes)
Director: George P. Cosmatos
Writer: Paula Gosling (novel), Sylvester Stallone (screenplay)
Stars: Sylvester Stallone, Brigitte Nielsen, Reni Santoni, Andrew Robinson
Runtime: 87 min
Rated: R
Genre: Action, Crime, Thriller
Released: 23 May 1986
Plot: A tough-on-crime street cop must protect the only surviving witness to a strange murderous cult with far reaching plans.

 

 

 

6.

Night of the Creeps (1986)
Night of the Creeps poster Rating: 6.8/10 (14,863 votes)
Director: Fred Dekker
Writer: Fred Dekker
Stars: Jason Lively, Steve Marshall, Jill Whitlow, Tom Atkins
Runtime: 88 min
Rated: R
Genre: Comedy, Horror, Sci-Fi
Released: 22 Aug 1986
Plot: Alien brain parasites, entering humans through the mouth, turn their host into a killing zombie. Some teenagers start to fight against them.

 

 

 

5.

The Fly (1986)
The Fly poster Rating: 7.5/10 (101,757 votes)
Director: David Cronenberg
Writer: George Langelaan (short story), Charles Edward Pogue (screenplay), David Cronenberg (screenplay)
Stars: Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz, Joy Boushel
Runtime: 96 min
Rated: R
Genre: Horror, Sci-Fi
Released: 15 Aug 1986
Plot: A brilliant but eccentric scientist begins to transform into a giant man/fly hybrid after one of his experiments goes horribly wrong.

 

 

 

4.

Stand by Me (1986)
Stand by Me poster Rating: 8.1/10 (222,025 votes)
Director: Rob Reiner
Writer: Stephen King (novel), Raynold Gideon (screenplay), Bruce A. Evans (screenplay)
Stars: Wil Wheaton, River Phoenix, Corey Feldman, Jerry O'Connell
Runtime: 89 min
Rated: R
Genre: Adventure, Drama
Released: 22 Aug 1986
Plot: After the death of a friend, a writer recounts a boyhood journey to find the body of a missing boy.

 

 

 

3.

Salvador (1986)
Salvador poster Rating: 7.5/10 (14,917 votes)
Director: Oliver Stone
Writer: Oliver Stone, Rick Boyle
Stars: James Woods, James Belushi, Michael Murphy, John Savage
Runtime: 122 min
Rated: R
Genre: Drama, History, Thriller
Released: 23 Apr 1986
Plot: An American photojournalist gets caught in a political struggle at El Salvador in 1980.

 

 

 

2.

Manhunter (1986)
Manhunter poster Rating: 7.2/10 (50,779 votes)
Director: Michael Mann
Writer: Thomas Harris (based on the book "Red Dragon" by), Michael Mann (screenplay)
Stars: William Petersen, Kim Greist, Joan Allen, Brian Cox
Runtime: 119 min
Rated: R
Genre: Crime, Horror, Mystery
Released: 15 Aug 1986
Plot: Former FBI profiler Will Graham returns to service to pursue a deranged serial murderer named "the Tooth Fairy" by the media.

 

 

 

1.

Big Trouble in Little China (1986)
Big Trouble in Little China poster Rating: 7.3/10 (84,742 votes)
Director: John Carpenter
Writer: Gary Goldman, David Z. Weinstein, W.D. Richter (adaptation)
Stars: Kurt Russell, Kim Cattrall, Dennis Dun, James Hong
Runtime: 99 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Comedy
Released: 02 Jul 1986
Plot: An All-American trucker gets dragged into a centuries-old mystical battle in Chinatown.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leviathan

13. November 2016 at 15:29

 

 

 

Leviathan (1989)
Leviathan poster Rating: 5.7/10 (13,157 votes)
Director: George P. Cosmatos
Writer: David Webb Peoples (story), David Webb Peoples (screenplay), Jeb Stuart (screenplay)
Stars: Peter Weller, Richard Crenna, Amanda Pays, Daniel Stern
Runtime: 98 min
Rated: R
Genre: Adventure, Horror, Mystery
Released: 17 Mar 1989
Plot: An American deep-sea mining colony stumbles upon a sunken Soviet vessel hiding a horrific secret.

 

 

 

„That’s just great! You’re telling me that we’ve got a goddamned Dracula in here with us?“

 

 

 

16.000 Fuß unter dem Meeresspiegel geht die achtköpfige Besatzung der Schürfstation Shack 7 ihrer Arbeit für die Tri Oceanic Mining Corporation nach und sucht dort nach Silber und anderen Edelmetallen. Kurz vor dem Ablauf ihrer 90 tägigen Einsatzzeit kommt es zu einem Zwischenfall und die Crew entdeckt einen gesunkenen russischen Frachter namens Leviathan. Bei näherer Untersuchung des Wracks entdecken sie einen Safe voller Dokumente und Videobänder, den sie bergen ohne auch nur zu ahnen, welche Folgen das alles noch für sie alle haben wird.

 

Heute machen wir erneut einen weiteren, kleinen Ausflug in die doch meist wunderbare Welt der B-Movies (nicht zu verwechseln mit Trash, wenn ich bitten darf!), die dem herkömmlichen Filmkonsumenten vielleicht doch eher ein wenig fremd erscheinen mag. Nachdem Ende der 80er Jahre die Produktion von James Camerons The Abyss offiziell angekündigt wurde, entstanden im Zuge dessen zwei weitere Produktionen in ähnlichem Tiefsee-Setting, die zudem deutlich kostengünstiger in der Produktion waren und deren Macher daher durchaus darauf hoffen durften noch vor The Abyss in die Kinos zu kommen, was letztlich auch gelang. Zum einen handelt es sich dabei um Deep Star Six von Sean S. Cunningham, den aller meisten wohl bekannt als Regisseur von Friday the 13th, und zum anderen um Leviathan von George P. Cosmatos, der unter anderem auch Rambo II und Die City Cobra mit Sylvester Stallone sowie den Western Tombstone mit Kurt Russell und Val Kilmer vorzuweisen hat. Doch während Deep Star Six relativ schnell seinen Weg ins Fernsehen fand, dort recht häufig gezeigt wurde und auch heute noch immer mal wieder zu sehen ist, verschwand Leviathan nach kurzer Zeit in der Versenkung, um erst rund 15 Jahre später wieder auf dem heimischen Markt aufzutauchen. Gerade deswegen und auch, um gegen diese Form der Vergessenheit ein wenig anzukämpfen, geht es in den folgenden Zeilen um Leviathan. Cosmatos liefert hier nämlich einen unterhaltsamen Genre-Mix aus diversen bekannten Versatzstücken ab, der konventionelle Erzählstrukturen zwar nicht verlässt oder ihnen gar etwas neues hinzufügt, dafür aber durchaus ansehnlich in der Produktion daherkommt. Ganz offensichtliche Vorbilder waren hier für zweifellos The Abyss, Alien und The Thing. Das Setting ist sehr begrenzt, eine Flucht ist den Protagonisten nicht ohne weiteres möglich und ist das Monster erst einmal auf der Bildfläche erschienen, jagt es seine Beute durch die engen Gänge der Unterwasserstation. Dazu mischt Cosmatos die Body Horror-ähnlichen Effekte, den Gedanken der Assimilation und einen Hauch des Terrors aus John Carpenter´s The Thing und fertig ist Tiefsee-Ekel-Suppe. Hervorzuheben ist noch die Aufnahmetechnik für die Unterwasser-Szenen namens Dry-for-Wet, die so auch bei Deep Star Six zum Einsatz kam, und die durch eine bestimmte Beleuchtung, spezielle Farbfilter und Schwebeteilchen in der Luft den Unterwasser-Effekt kostengünstig simuliert. Zudem arbeiten zahlreiche erfahrene Leute bei Leviathan vor und hinter der Kamera. Besetzt ist der Film in erster Linie mit Peter Weller (der gute alte Robocop) und Richard Crenna (Rambos väterliche Mentor Colonel Trautman) in den tragenden Rollen, doch darüber hinaus sind auch noch Daniel Stern (Kevin – Allein zu Haus I und II), Ernie Hudson (der vergessene Ghostbuster), Hector Elizondo und Meg Foster im Cast vertreten. Für die visuellen Effekte zeichnet sich niemand anderes verantwortlich als der F/X-Legende Stan Winston und die Musik stammt aus der Feder von Jerry Goldsmith. Beide liefern zwar keine spektakulären Höchstleistungen ab, erbringen aber mehr als solide Arbeit in ihren Bereichen und heben so Leviathan ein wenig aus dem sumpfigen Mittelmaß zahlreicher ähnlich gelagerter Filme (unter anderem auch Deep Star Six, der im direkten Vergleich ein wenig schlechter abschneidet) hervor.

 

Innovationen darf man von Leviathan also nicht erwarten, aber George P. Cosmatos liefert ansehnliche Genre-Kost ab und inszeniert einen handwerklich soliden, durchaus atmosphärischen wie spannenden, gut getricksten, alles in allem angenehm kurzweiligen und altmodischen Monsterfilm mit dem einen oder anderen ekligen Effekt. Nicht mehr und nicht weniger, aber manchmal braucht es das ja auch gar nicht.

 

6 von 10 Flachmännern voller russischem Wodka

 

 

Meine jeweils fünf liebsten/unliebsten Videospielverfilmungen

11. November 2016 at 13:21

 

 

 

Heute geht es um die Verfilmungen von Videospielen. Heikles Thema, schwieriges Feld, schmaler Grat. Das Videospiele ein sehr komplexes Thema sind und eine Kunstform nur für sich allein darstellen, das steht zweifellos nicht zur Diskussion. Es stellte sich mir als erstes die Frage nach der Herangehensweise. Bewerte ich die Verfilmung daran, wie nah sie sich an der Spielvorlage orientiert oder bewerte überwiegend die filmischen Aspekte losgelöst von den Spielen und deren Inhalte? Ich habe mich aufgrund der Ausrichtung des Mattscheibenvorfalls für die zweite Variante entschieden und natürlich entspricht auch diese Liste letztlich einzig und allein meinen eigenen Vorlieben und erhebt keinerlei Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Hinzu kommt der Umstand, dass ich früher deutlich mehr Zeit mit Videospielen zugebracht habe als heutzutage und mir dementsprechend die Materie nicht mehr ganz so vertraut ist wie damals noch. Die ursprüngliche Idee waren zwei Listen mit jeweils zehn Filmen, um die gelungenen und die nicht gelungenen Verfilmungen gegenüber zu stellen, allerdings habe ich schnell gemerkt, dass es auf der einen Seite kaum für zehn reichen würde und auf der anderen Seite die Filme eines Uwe Boll deutlich überwiegen würden. Ich habe es ernsthaft und mit festem Willen versucht jeweils zehn Vertreter zusammen zutragen, aber es wollte mir partout nicht gelingen. Also habe ich mich zu etwas neuem entschieden und werde diese Liste quasi aufteilen und jeder Seite fünf Einträge widmen. Wie wollen wir das nun aufziehen? Erst die gute, dann die schlechte Nachricht oder umgekehrt? Ja, ich denke, die fünf unliebsten meinerseits dürften unterhaltsamer sein, beginnen wir also mit meinen fünf liebsten Videospielverfilmungen… Ich bin gespannt auf eure Reaktionen, Kommentare und Anmerkungen!

 

 

 

5.

Max Payne (2008)
Max Payne poster Rating: 5.4/10 (108,406 votes)
Director: John Moore
Writer: Beau Thorne (screenplay), Sam Lake (video game by Remedy Entertainment and 3-D Realms Entertainment)
Stars: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Beau Bridges, Ludacris
Runtime: 100 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Crime, Drama
Released: 17 Oct 2008
Plot: Coming together to solve a series of murders in New York City are a police detective whose family was slain as part of a conspiracy and an assassin out to avenge her sister's death. The duo will be hunted by the police, the mob, and a ruthless corporation.

 

 

 

4.

Prince of Persia: The Sands of Time (2010)
Prince of Persia: The Sands of Time poster Rating: 6.6/10 (224,787 votes)
Director: Mike Newell
Writer: Boaz Yakin (screenplay), Doug Miro (screenplay), Carlo Bernard (screenplay), Jordan Mechner (screen story), Jordan Mechner (video game series "Prince of Persia")
Stars: Jake Gyllenhaal, Gemma Arterton, Ben Kingsley, Alfred Molina
Runtime: 116 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Fantasy
Released: 28 May 2010
Plot: A young fugitive prince and princess must stop a villain who unknowingly threatens to destroy the world with a special dagger that enables the magic sand inside to reverse time.

 

 

 

3.

Mortal Kombat (1995)
Mortal Kombat poster Rating: 5.8/10 (82,703 votes)
Director: Paul W.S. Anderson
Writer: Ed Boon (video games), John Tobias (video games), Kevin Droney
Stars: Christopher Lambert, Robin Shou, Linden Ashby, Cary-Hiroyuki Tagawa
Runtime: 101 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Fantasy
Released: 18 Aug 1995
Plot: Three unknowing martial artists are summoned to a mysterious island to compete in a tournament whose outcome will decide the fate of the world.

 

 

 

2.

Doom (2005)
Doom poster Rating: 5.2/10 (88,932 votes)
Director: Andrzej Bartkowiak
Writer: Dave Callaham (screenplay), Wesley Strick (screenplay), Dave Callaham (story)
Stars: Karl Urban, Rosamund Pike, Deobia Oparei, Ben Daniels
Runtime: 105 min
Rated: R
Genre: Action, Adventure, Horror
Released: 21 Oct 2005
Plot: Space Marines are sent to investigate strange events at a research facility on Mars but find themselves at the mercy of genetically enhanced killing machines.

 

 

 

1.

Silent Hill (2006)
Silent Hill poster Rating: 6.6/10 (174,674 votes)
Director: Christophe Gans
Writer: Roger Avary
Stars: Radha Mitchell, Sean Bean, Laurie Holden, Deborah Kara Unger
Runtime: 125 min
Rated: R
Genre: Adventure, Horror, Mystery
Released: 21 Apr 2006
Plot: A woman goes in search for her daughter within the confines of a strange, desolate town called Silent Hill.

 

 

 

Okay, kurze Pause zum Verschnaufen. Tief durchatmen! Ich muss euch warnen: von jetzt an wird es aus filmischer Sicht nicht lustig. Ganz im Gegenteil. Weiterlesen auf eigene Gefahr 😉

 

 

 

5.

Need for Speed (2014)
Need for Speed poster Rating: 6.5/10 (138,795 votes)
Director: Scott Waugh
Writer: George Gatins (screenplay), George Gatins (story), John Gatins (story)
Stars: Aaron Paul, Dominic Cooper, Imogen Poots, Scott Mescudi
Runtime: 132 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Crime, Drama
Released: 14 Mar 2014
Plot: Fresh from prison, a street racer who was framed by a wealthy business associate joins a cross country race with revenge in mind. His ex-partner, learning of the plan, places a massive bounty on his head as the race begins.

 

 

 

4.

Tekken (2010)
Tekken poster Rating: 4.8/10 (22,613 votes)
Director: Dwight H. Little
Writer: Alan B. McElroy (screenplay)
Stars: Jon Foo, Kelly Overton, Cary-Hiroyuki Tagawa, Ian Anthony Dale
Runtime: 92 min
Rated: R
Genre: Action, Crime, Drama
Released: 20 Mar 2010
Plot: Jin Kazama witnesses the death of his mother Jun by Tekken in the slums known as Anvil. After finding a Tekken ID he decides to seek out vengeance for his mother's death.

 

 

 

3.

Alone in the Dark (2005)
Alone in the Dark poster Rating: 2.3/10 (37,613 votes)
Director: Uwe Boll
Writer: Elan Mastai, Michael Roesch, Peter Scheerer
Stars: Christian Slater, Tara Reid, Stephen Dorff, Frank C. Turner
Runtime: 96 min
Rated: R
Genre: Horror, Sci-Fi
Released: 28 Jan 2005
Plot: Based on the video game, Alone in the Dark focuses on Edward Carnby, a detective of the paranormal, who slowly unravels mysterious events with deadly results.

 

 

 

2.

Wing Commander (1999)
Wing Commander poster Rating: 4.1/10 (14,816 votes)
Director: Chris Roberts
Writer: Chris Roberts (characters), Chris Roberts (story), Kevin Droney (screen story), Kevin Droney (screenplay)
Stars: Freddie Prinze Jr., Saffron Burrows, Matthew Lillard, Tchéky Karyo
Runtime: 100 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 12 Mar 1999
Plot: Blair, a fighter pilot, joins an interstellar war to fight the evil Kilrathi who are trying to destroy the universe.

 

 

 

1.

Super Mario Bros. (1993)
Super Mario Bros. poster Rating: 4.0/10 (38,780 votes)
Director: Annabel Jankel, Rocky Morton
Writer: Parker Bennett, Terry Runte, Ed Solomon
Stars: Bob Hoskins, John Leguizamo, Dennis Hopper, Samantha Mathis
Runtime: 104 min
Rated: PG
Genre: Adventure, Comedy, Family
Released: 28 May 1993
Plot: Two Brooklyn plumbers, Mario and Luigi, must travel to another dimension to rescue a princess from the evil dictator King Koopa and stop him from taking over the world.

 

 

 

 

 

The Interview

10. November 2016 at 19:45

 

 

 

The Interview (2014)
The Interview poster Rating: 6.6/10 (250,504 votes)
Director: Evan Goldberg, Seth Rogen
Writer: Dan Sterling (screenplay), Seth Rogen (story), Evan Goldberg (story), Dan Sterling (story)
Stars: James Franco, Seth Rogen, Lizzy Caplan, Randall Park
Runtime: 112 min
Rated: R
Genre: Comedy
Released: 24 Dec 2014
Plot: Dave Skylark and his producer Aaron Rapoport run the celebrity tabloid show "Skylark Tonight". When they land an interview with a surprise fan, North Korean dictator Kim Jong-un, they are recruited by the CIA to turn their trip to Pyongyang into an assassination mission.

 

 

 

„They hate us because they ain’t us!“

 

 

Der TV-Moderator Dave Skylark führt zusammen mit seinem Produzenten Aaron Rapaport die erfolgreiche wie niveaulose Promi-Talkshow Skylark Tonight, in der sie so manchem Sternchen überraschende Geständnisse und Lebensbeichten entlocken. Aaron jedoch würde die Sendung lieber in etwas seriösere Bahnen lenken und als sich herausstellt, das Nordkoreas Diktator Kim Jong-un ein großer Fan von Skylark Tonight ist, wittert er seine Chance und stellt eine Interviewanfrage, die tatsächlich auch beantwortet wird. Doch schnell schaltet sich auch der amerikanische Geheimdienst mit ein, denn wenn schon zwei Reporter Zugang zu Kim Jong-un erhalten, warum dann nicht die Gunst der Stunde nutzen und den Diktator mittels Attentat aus dem Amt entheben?

 

Kaum ein Film dürfte 2014 soviel Aufmerksamkeit, Aufregung und Diskussionen erfahren haben wie The Interview, der über Wochen und Monate hinweg die internationalen Schlagzeilen dominierte. Erst hatte der Oberste Führer Nordkoreas verkünden lassen, dass eine Veröffentlichung des Films einer Kriegserklärung seitens der USA gleich käme, dann folgte die schon jetzt legendäre Hacker-Attacke auf die Sony-Server, die jede Menge Film-Kopien und Drehbücher ins Netz spülte und der Öffentlichkeit zugänglich machte und letztlich gab es dann auch noch Terrordrohungen an Filmverleiher und Kinobetreiber, die zwischenzeitlich zur Absage des Kinostarts führten und sogar eine Reaktion von Präsident Barack Obama provozierten. Ein medialer Hype, dem der Film letztlich nicht gerecht werden kann und der The Interview auch nur bedingt zum Vorteil geriet, schürte all das doch eine Erwartungshaltung bei weiten Teilen des Publikums, die das Duo Seth Rogen und James Franco nicht erfüllen konnte und vor allem auch gar nicht erfüllen wollte. Eine intelligente Satire auf politische Strukturen oder Mechanismen der Medienlandschaft sollte man nicht erwarten, dafür zielt die Kombination Rogen/Franco zu oft unter die Gürtellinie ab und setzt zu gern auf Fäkalhumor. Tatsächlich mag ich den oft schwachsinnigen Humor der beiden und Filme wie Das ist das Ende, Ananas Express und jetzt auch The Interview finde ich durchaus unterhaltsam. Sicher, meist bieten Rogen und Franco kaum mehr als zotigen Slapstick, derbe Gags auf Kosten anderer, billige Provokation und eben Fäkalhumor zu hauf, aber die beiden harmonieren immer ganz wunderbar miteinander und nehmen sich auf erfrischende Art und Weise überhaupt nicht ernst. Und so hat auch The Interview wieder einige herrlich absurde wie geschmacklose Entgleisungen zu bieten von Po-Loch-Witzen über anale Penetration und abgebissenen Fingern bis hin zu einem geradezu hysterisch überdrehten Showdown im Finale und der wohl irrwitzigsten Panzerfahrt seit Golden Eye. Das erste Drittel schleppt sich zwar etwas hin, aber mit dem Eintreffen von Skylark und Rapaport in Korea und spätestens mit dem Auftreten von Randall Park als Diktator Kim Jong-un nimmt der Film richtig Fahrt auf und wird deutlich griffiger. Einen besonderen Stellenwert nimmt dann auch James Franco ein, der seinen Dave Skylark dermaßen hemmungslos überdreht spielt, verschiedene reale Vorbilder in seiner Figur verschmilzt, auf die Spitze treibt und so sehr in totales Over-acting verfällt, dass man im Grunde nur noch lachen kann und es eine wahre Freude ist, ihm dabei zu zusehen, wie er wild grimassierend seine Interviews führt. Seth Rogen stellt im Gegenzug eher den etwas ruhigeren Pol dar, der das ganze dann zwischendurch auch wieder ein wenig erdet und zurück auf den Boden holt. Auch Randall Park als Kim Jong-un ist zweifellos ein Highlight und zeigt den gefürchteten Diktator über weite Strecken als eigentlich recht armseliges Würstchen, das Zeit seines Lebens unter seinem übermächtigen Vater leiden musste.

 

The Interview ist sicher nicht der beste Film des Duos Rogen/Franco und in jedem Fall sollte man deren Flachwitz-Humor nicht abgeneigt sein, um den Film zu mögen. Wie eingangs erwähnt: eine intelligente und bissige Satire darf man hier nicht erwarten und vor allem auch der mediale Hype im Vorfeld der Veröffentlichung ist der Film letztlich nicht wert. Wer aber kurzweilig unterhalten werden will und dem Rogen/Franco-Humor etwas abgewinnen kann, der macht mit The Interview nur wenig falsch. Was schleppend beginnt, sich dann merklich steigert und zusehends immer absurder wird, mündet letztlich in einem vollkommen absurd-überzogenem Finale und am Ende pfeifen die Scorpions vom Wind of Change.

 

6 von 10 Zitaten aus Herr der Ringe

 

 

Spotlight

9. November 2016 at 17:28

 

 

 

Spotlight (2015)
Spotlight poster Rating: 8.6/10 (8,006 votes)
Director: Tom McCarthy
Writer: Josh Singer, Tom McCarthy
Stars: Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, Liev Schreiber
Runtime: 128 min
Rated: R
Genre: Biography, Drama, History
Released: 25 Nov 2015
Plot: The true story of how the Boston Globe uncovered the massive scandal of child molestation and cover-up within the local Catholic Archdiocese, shaking the entire Catholic Church to its core.

 

 

 

„If it takes a village to raise a child, it takes a village to abuse one.“

 

 

 

Als Martin Baron 2001 den Posten des Chefredakteurs beim Boston Globe antritt und auf einen Fall von Kindesmissbrauch durch einen katholischen Priester aufmerksam wird, erahnt er das große Ganze dahinter und setzt das sogenannte Spotlight-Team unter der Führung des renommierten Journalisten Walter Robinson auf die Story an. Das auf investigativen Journalismus spezialisierte Spotlight macht sich an die langwierige Arbeit und Mike Rezendes, Sacha Pfeiffer und Matt Carroll befragen Anwälte, machen Opfer ausfindig und versuchen unter Verschluss gehaltene Akten einsehen zu dürfen. Schnell wird deutlich, dass noch sehr viel mehr dahinter steckt und sich ein riesiger Skandal abzuzeichnen droht.

 

Spotlight von Regisseur Tom McCarthy fand in der letzten Oscar-Saison mit sechs Nominierungen und zwei Auszeichnungen (Bester Film und bestes Originaldrehbuch) trotz erdrückender Konkurrenz durchaus Beachtung. Seine strikte Orientierung an den Abläufen journalistischer Arbeit rückt Spotlight in die Nähe des sogenannten Procedural-Genre und damit natürlich auch in die von Alan J. Pakula´s Klassiker All the President´s Men (Die Unbestechlichen) über die Watergate-Enthüller Bob Woodward und Carl Bernstein, dem vielleicht besten Film dieser Art, sowie in die von David Fincher´s Zodiac, der sich zwar dem Police Procedural widmet, aber dennoch ganz ähnlich in seiner Erzählweise gelagert ist. Spotlight ist kein Missbrauchsdrama wie beispielsweise Sleepers von Barry Levinson, sondern beleuchtet vielmehr die Prozesse journalistischer Arbeit in all ihren oft auch drögen Facetten. Die Ermittlungen sind langwierig, zeitintensiv, anstrengend, zermürbend und frustrierend für alle Beteiligten und so wird von ruhiger Hand und mit leisen Tönen, vollkommen ohne Effekthascherei, die Geschichte dieser Aufdeckung erzählt, die nach und nach immer größere Kreise zieht und erst langsam ihr ganzes Ausmaß offenbart. So entrollen sich immer mehr all die Verstrickungen von Kirche, Politik, Justiz, Presse und Opfern, offenbaren ein gewaltiges, scheinbar kaum zu durchdringendes Netz aus Korruption, Vertuschung und Einschüchterung. So thematisiert Spotlight auch eine tief verwurzelte Kultur des Wegschauens und des Nicht-Wissen-Wollens, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Und wenn doch, dann sind es traurige Einzelfälle, die selbstverständlich entfernt werden. Der Schlüssel dazu liegt nicht nur, aber eben gerade auch in der vom Film sehr deutlich aufgezeigten Bedeutung der Katholischen Kirche für die vor allem arme und gläubige Bevölkerung Bostons. So ist auch Martin Baron im Grunde der entscheidende Faktor, denn seine Devise lautet: eine Zeitung arbeitet dann am besten, wenn sie für sich allein steht. In Boston aber ist alles miteinander vernetzt und verfilzt. Der von Liev Schreiber sehr ruhig, beinahe schon introvertiert gespielte Baron kommt von außen, aus Florida, als er Chefredakteur des Boston Globe wird, ist Jude, und kennt niemanden in der Stadt. Nicht aus der Nachbarschaft, nicht aus der Schule, nicht aus dem College, nicht aus der Kirche, nicht aus dem Messdienst und schon gar nicht aus dem Klüngel der höheren Gesellschaft. Ihn braucht es als treibende Kraft von außen, um diesen Skandal aufdecken und den Filz durchdringen zu können, denn mit einem weiteren Eigengewächs auf seinem Posten hätte sich vermutlich nichts geändert.

 

 

 

„It could’ve been you, it could’ve been me, it could’ve been any of us.“

 

 

 

Die aber wohl größte Stärke von Spotlight liegt vor allem auch darin verborgen, dass McCarthy das Thema nämlich keineswegs reißerisch ausschlachtet, was ein leichtes gewesen wäre. Bei all der vollkommen berechtigten Empörung und Wut über die Ereignisse ist Spotlight gerade kein blinder Kreuzzug gegen die Katholische Kirche geworden, der mit wild fuchtelndem, moralischem Zeigefinger verdammt und dämonisiert. Stattdessen legt der Film viel Wert darauf, sich seinem Sujet aus vielen verschiedenen Richtungen zu nähern und entblättert beinahe schon subtil Stück für Stück all die Strukturen und Mechanismen innerhalb der Bevölkerung Bostons, welche die Ereignisse überhaupt erst möglich gemacht haben. Ein sehr feines, engmaschiges und komplexes Netz liegt all dem nämlich zu Grunde, dass es zu aller erst zu verstehen gilt und dann erst durchschnitten werden kann. Darüber hinaus ist Spotlight nicht nur bis in die kleinsten Rollen exzellent besetzt, sondern auch durch die Bank weg hervorragend gespielt. Tom McCarthy findet eine sehr feine Balance rund um schauspielerische Schwergewichte wie Michael Keaton oder Mark Ruffalo, niemand drängt sich zu sehr in den Vordergrund und jeder bekommt einen glaubwürdigen Moment, dem es Ausdruck zu verleihen gilt. So hat Ruffalo´s Mike Rezendes im letzten Drittel den vielleicht emotionalsten Moment im Film und Stanley Tucci als Anwalt für die Opfer kombiniert in seiner Figur des Mitchell Garabedian leidenschaftliches Engagement und Überzeugung mit einer Spur Desillusionierung und Verdrossenheit. Der von Brian d´Arcy James verkörperte Matt Carroll muss im Zuge der Recherchen erkennen, dass es in seiner unmittelbaren Nachbarschaft ein sogenanntes Trainingszentrum für auffällig gewordene Priester gibt und kann niemandem davon erzählen. Seine Kollegin Sacha Pfeiffer, die von Rachel McAdams mit sehr viel Feingefühl versehen wird, bringt es fortan nicht mehr übers Herz, mit ihrer Großmutter auch noch weiterhin regelmäßig in die Kirche zu gehen, und der Kopf des Spotlight-Teams, Michael Keatons Walter Robinson, muss eine wichtige und langjährige Freundschaft für bedeutende Informationen opfern. Ihre Arbeit verändert eben nicht nur das Leben der Opfer und Täter, das der Leser, das der Kirchgänger und vielleicht auch der zuständigen Kontrollinstanzen, es verändert gerade auch ihr eigenes Leben. Letztlich erzählt Spotlight aber nicht nur von einem Skandal unfassbaren Ausmaßes, sondern ist auch ein Plädoyer für die Kraft und Macht einer starken, unabhängigen Presse, wenn sie fundiert und an journalistischer Ethik gemessen ihre Arbeit verrichten kann.

 

Ob Spotlight seinen Oscar als bester Film letztlich verdient hat oder nicht, das kann und will ich nicht beurteilen, zumal Bedeutung, Wert und Aussagekraft solcher Preisverleihungen ohnehin in Frage gestellt gehören. Aber Tom McCarthy hat einen sehr ruhig erzählten Film geschaffen, der sich einem hoch komplexen und schwierigen Thema annimmt, dabei nicht in blinde Beißreflexe verfällt und stattdessen auch die Ursachen innerhalb der Bevölkerung Bostons versucht offen zulegen. Zusammen mit einem toll besetzten und stark, aber dennoch zurückhaltend aufspielenden Cast, gelingt es McCarthy mit Spotlight ein auf dem Papier eigentlich eher dröges Thema sehr spannend und packend umzusetzen. Absolut sehenswert.

 

8 von 10 Pulitzer-Preisen für Dienste an der Öffentlichkeit

 

 

The Neon Demon

7. November 2016 at 18:24

 

 

 

The Neon Demon (2016)
The Neon Demon poster Rating: N/A/10 (N/A votes)
Director: Nicolas Winding Refn
Writer: Steven Canfield Crowley, Mary Laws (screenplay), Nicolas Winding Refn (screenplay)
Stars: N/A
Runtime: N/A
Rated: N/A
Genre: Horror, Thriller
Released: N/A
Plot: When aspiring model Jesse moves to Los Angeles, her youth and vitality are devoured by a group of beauty-obsessed women who will take any means necessary to get what she has.

 

 

 

„Beauty isn’t everything. It’s the only thing.“

 

 

 

Die sechzehn jährige Jesse ist gerade erst allein nach Los Angeles gezogen mit dem Ziel, dort als Model Fuß fassen zu können. Tatsächlich kann sie schon bald ihren ersten Vertrag ergattern und lernt mit der Visagistin Ruby jemanden kennen, die sie immer tiefer in eine befremdliche Glitzerwelt voller dekadenten Partys, exzessiven Ausschweifungen und stylishen Foto-Shootings führt. Doch schon bald lernt die naive Jesse Neid und Missgunst kennen, denn ihr kometenhafter Aufstieg in der Welt der Models findet nicht bei jeder ihrer Kolleginnen auch unbedingt Anklang.

 

Das Kino des Nicolas Winding Refn ist von jeher ein ausgesprochen egoistisch geprägtes und sein neuestes Werk The Neon Demon bildet da sicherlich keine Ausnahme. Mehr noch, dieses Mal zelebriert er seine ganz eigenwillige Stilistik noch viel mehr als er es schon in Only God Forgives getan hat und erschafft formvollendetes Oberflächenkino in seiner reinsten Form. Kam jedoch Only God Forgives noch als surrealer Fiebertraum rund um das Thema Rache daher, ist The Neon Demon deutlich kühler und distanzierter in seiner Inszenierung geraten. Und wie die meisten seiner vorherigen Filme spaltet auch The Neon Demon erneut die Gemüter der Zuschauer. Refn war noch nie ein Regisseur der Kompromisse oder gar Anbiederung an ein Publikum, das ihn ohnehin nicht interessiert. Insofern kann ich sehr gut verstehen, wenn man keinen Zugang zu dieser sehr egozentrischen Filmwelt des dänischen Regisseurs erlangt. Und tatsächlich hätte es mich auch bei seinem neuesten Film doch sehr überrascht, wenn keine Verurteilung oder Manifestation der Empörung von Gruppen oder Einzelpersonen entstanden wären, die argumentieren, dass es sich bei The Neon Demon um einen weiteren, flachen, an das männliche Publikum gerichteten Film handelt, der Frauen objektiviert, stereotypisiert und verunglimpft. Mal im Ernst: wie kann ich einem Film Frauenfeindlichkeit vorwerfen, der sich einem ganz von sich heraus doch schon frauenfeindlichen Kosmos widmet? Das ist mir deutlich zu kurz gegriffen und viel zu einfach gedacht. Zudem muss man auch festhalten, dass Refn lediglich abbildet, nie aber urteilt. Seine Bilder bleiben wertfrei und ohne Anklage. Auch den immer wieder zu vernehmenden Vorwurf der inhaltlichen Leere und der stringenten Künstlichkeit kann ich zumindest aus einem bestimmten Betrachtungswinkel nachvollziehen, aber ebenso wenig verstehen wie den der Misogynie. Natürlich ist jedes Bild in The Neon Demon geradezu durchzogen von dieser Künstlichkeit, aber das ist in meinen Augen keineswegs ein Kritikpunkt, denn was könnte die künstliche und absurde Welt der Mode besser untermalen als künstliche Figuren in künstlichen Umgebungen, versehen mit künstlichen Neon-Farben und einem künstlichen Soundtrack? Und es geht Refn auch keineswegs um eine Kritik oder gar schräge Satire auf die Fashionwelt, denn die braucht es gar nicht, dafür ist die Künstlichkeit des ganzen Modezirkus auch so schon viel zu offensichtlich und sich selbst entlarvend, genauso wie sein Jugendwahn und sein Schönheitskult. Stattdessen zelebriert er eine von kalten Neonlichtern geflutete Parallelwelt, die das menschliche Antlitz so weit abstrahiert, bis es nur noch wie ein aus Marmorstein geschlagenes Zerrbilder seiner selbst erscheint. Alles, was hier von Belang anmutet, sind die Ideale der Oberflächlichkeit. Der Film handelt vorgeblich von jungen weiblichen Models in L.A., von Konkurrenz und Missgunst unter ihnen, von der Schönheit, die nicht alles ist, sondern das Einzige ist in ihrer Welt. Eine Welt, in der es unmittelbar um das Sehen geht, um das Glück, gesehen zu werden, und das Drama, nicht gesehen zu werden. Natürlich geht es Refn dabei nicht im Geringsten um einen realistischen Blick auf dieses Milieu und die Mechanismen, aus denen es gebaut ist, auch und erst recht nicht um eine wendungsreiche Dramaturgie oder ein konkretes Handlungsgeschehen. Hier geht es nicht um junge Mädchen, nicht um Outfits, nicht um Laufstege; es geht nicht um psychologische Komplexität, nicht um Figuren, die wichtige Motive und Pläne hätten; es geht einzig und allein um das Kino selbst, um die Essenz des Kinos, um das Sehen. Nicht etwas sehen, sondern bloß den Vorgang des Sehens selbst. So ist dann The Neon Demon auch nicht als Angebot an das Denken konzipiert. Sicherlich kann man den Film auf unterschiedliche Weisen auslegen und interpretieren, doch bewusst daran gelegen war Refn vermutlich nicht und die Frage nach der eigentlichen Aussage hinter dieser Bilderflut versandet ganz automatisch und geradezu unmittelbar. An Dingen wie Inhalt, Handlung oder Bedeutung ist Refn schlicht und ergreifend einfach nicht interessiert. Ist es eine Demontage der schillernden Modewelt? Eine Parabel auf unsere Fixierung auf Schönheit? Ist es vielleicht einfach nur eine Verkettung von avantgardistischen Bildern und Posen? Ist er doppelbödig klug oder tappt er in die selbst geschaffene Falle, dass sein Film, der die zelebrierte Oberflächlichkeit der Modewelt erforscht, selbst nicht viel mehr als hochstilisierte Fassade ist? Eine klare Antwort darauf gibt es nicht, The Neon Demon ist alles und doch nichts davon, und letztlich ist es auch vollkommen egal. Die Charaktere im Film sind gar keine, denn so etwas wie eine Entwicklung erleben sie nicht, sie sind allenfalls Figuren, eigentlich aber nur noch schablonenhafte Projektionsflächen für seine Bilder. Nicht ohne Grund dominieren den Film zwei bestimmte metaphorische Bilder, wenn immer wieder Spiegel und Augen in den Vordergrund rücken. Allein das pure Sehen ist der Dreh- und Angelpunkt in Refns künstlicher Welt und sonst nichts, alles andere wird auf das absolut Rudimentärste herunter gebrochen und hemmungslos der Bilderflut untergeordnet. Ein paar Worte noch zu Ellen Fanning: Schönheit liegt zweifellos immer auch im Auge des Betrachters und weniger in gesellschaftlich formulierten Kriterien und ist vollkommen subjektiv. So kann man also zu ihrer Wahl als Hauptfigur stehen, wie man möchte, und dem einen gefällt sie, dem anderen eben nicht. In meinen Augen ist sie fantastisch besetzt und wirkt zart und fragil, engelsgleich und makellos, vor allem aber kindlich naiv und seltsam kühl zugleich. Man spürt sofort, dass da irgendetwas in ihr schlummert, von dem man nur bedingt möchte, dass es zum Vorschein kommt.

 

Ich bin ein großer Freund des Kinos von Nicolas Winding Refn, kann aber ebenso sehr gut verstehen, wenn jemand damit nun so gar nichts anfangen kann. Nur gewisse Vorwürfe der Kritik an ihm, seinen Filmen im allgemeinen und The Neon Demon im besonderen kann ich in der Form oft nicht nachvollziehen. Schon die erste Sichtung des Filmes hat mich enorm fasziniert, es werden zweifellos noch mehrere folgen und ich bereue es jetzt nur noch mehr als zuvor, es nicht geschafft zu haben ihn im Kino zu sehen. Aus meiner Sicht heraus kulminieren in The Neon Demon all die Stärken seiner bisherigen Filme und seine nur noch radikalere Form der Inszenierung macht ihn für mich zu Refns bisher intensivsten Film. Ob auch zu seinem besten, das wird sich dann im Laufe der Zeit noch zeigen. Zweifellos zelebriert er sich in seinem neuesten Werk über alle Maßen selbst und erschafft ein in seinem vollkommen ohne Ironie glorifizierten Körperkult beinahe schon riefenstahleskes Oberflächenkino. Ein Film von einem Narzissten für Narzissten. Und das meine ich jetzt keineswegs negativ.

 

9 von 10 wahrhaft sehenden Augen mit Luft nach oben

 

 

31 – A Rob Zombie Film

4. November 2016 at 15:42

 

 

 

31 (2016)
31 poster Rating: 5.3/10 (4,373 votes)
Director: Rob Zombie
Writer: Rob Zombie
Stars: Sheri Moon Zombie, Jeff Daniel Phillips, Lawrence Hilton-Jacobs, Meg Foster
Runtime: 102 min
Rated: R
Genre: Horror, Thriller
Released: 16 Sep 2016
Plot: Five carnival workers are kidnapped and held hostage in an abandoned, Hell-like compound where they are forced to participate in a violent game, the goal of which is to survive twelve hours against a gang of sadistic clowns.

 

 

 

„In Hell, everybody loves popcorn.“

 

 

 

Halloween 1976. Eine Gruppe von Schaustellern befindet sich mit ihrem Kleinbus auf dem Weg durch das amerikanische Hinterland zu ihrem nächsten Auftrittsort, als plötzlich mehrere Vogelscheuchen die Straße blockieren. Ehe sie begreifen können, was überhaupt los ist, werden sie von Clowns überfallen, teilweise getötet und fünf von ihnen werden verschleppt. Wieder bei Bewusstsein finden sie sich als Teil eines makaberen Spiels namens 31 wieder. Das Ziel: in einem labyrinthartigen, verfallenen Fabrikgebäude zwölf Stunden überleben, während eine ganze Reihe schwer gestörter Psychopathen Jagd auf sie macht.

 

What the fuck is going on?! Oh Mann… für gewöhnlich kann ich nach einem Film schnell sehr gut zumindest eine Tendenz in mir ausmachen, ob ich gesehenes nun mochte oder nicht. Das neueste Werk von Rob Zombie macht mir das letztlich sehr, sehr schwer. Ich bin verwirrt und kann das alles noch nur schwer einordnen. Was für ein räudiger, schmieriger, versiffter, vulgärer, nihilistischer, sadistischer, wahnsinniger Brocken von Film. Nach seiner Hommage an den Okkultismus-Horror der 60er und 70er in Gestalt des von mir inzwischen sehr lieb gewonnenen Lords of Salem und der teils doch sehr harschen Kritik an diesem Film, wollte Rob Zombie sich eigentlich erstmal zurückziehen aus dem Filmgeschäft. Nun jedoch ist er mit 31 zurück, seiner durch Crowdfunding finanzierten Rückkehr zu seinen Wurzeln in Gestalt des Grindhouse/Horror/Bahnhofskino der 70er und 80er Jahre, und liefert dem geneigten Zuschauer purstes Affektkino. Inhalt, Handlung und auch Figuren sind weitestgehend egal und dienen im Grunde nur dazu, um zunehmend eskalierende Gewaltakte und immer neue Erniedrigungen aneinanderzureihen. Zombie entfesselt ein Kino der Körperlichkeit, eines in dem schon längst keine Bedeutung mehr unter der Oberfläche versteckt liegt, welche man noch zu Tage fördern könnte, sondern eines, das alles vollkommen offen und auf rein fleischlicher Ebene verhandelt. Gewalt um ihrer selbst willen ist das rohe wie geschmacklose Leitmotiv von 31 und Zombie unternimmt recht wenig dafür, all das nicht zu glorifizieren oder gar umzudeuten. Gruselig im klassischen Sinn eines Horrorfilmes ist hier gar nichts, denn schon bald, wenn die vermeintlichen Leidtragenden beginnen sich zu wehren und beide Seiten aufeinander losgehen, verschwimmen die Grenzen zwischen Täter und Opfer und der Film setzt nur noch auf die reine Kraft der Schaulust und entwaffnend offensiven Terror, der sich entweder in brutaler Langsamkeit ergeht oder in hysterischem Wahnsinn explodiert. So ist das tödliche Spiel ums nackte Überleben für Rob Zombie lediglich ein fadenscheiniger Vorwand, um Szene für Szene ikonische Momentaufnahmen der letzten rund 90 Jahre Horrorfilm zu zitieren. Von F.W. Murnau´s Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922) über Tobe Hoopers Klassiker The Texas Chainsaw Massacre (1974) bis hin zu Paul Michael Glasers Running Man (1987) lassen sich sehr viele mehr oder weniger offensichtliche Referenzen entdecken. Wenn als erster Gegenspieler der kleinwüchsige Hitler-Verschnitt Sick-Head (überhaupt die Namen: Sick-Head, Schizo-Head, Psycho-Head, Death-Head, Sex-Head und Doom-Head!!!) in SS-Uniform, mit Hakenkreuz auf der Brust und passendem Bart wie Haarschnitt auf der Bildfläche erscheint und auf die fünf noch eher ahnungslosen Opfer losgelassen wird, sie hysterisch schreiend und lachend, meist auf Spanisch übelst beschimpfend durch die engen und verwinkelten Gänge jagt und ihnen nach dem Leben trachtet, da fragt man sich schon kurz, was hier eigentlich los ist. Oder wenn sich der als vollkommen entfesselte Naturgewalt von Richard Brake voller Inbrunst gespielte Doom-Head quälend viel Zeit lässt und mit seinen Opfern spielt, ellenlange Monologe über das Töten hält, sich zu eben erwähnten Nosferatu die Seele aus dem Leib fickt und eine wahrlich befremdliche Performance hinlegt, die Heath Ledgers Joker zu einem drittklassigen Kindergarten-Clown degradiert, dann zählt für Rob Zombie einzig und allein der möglichst irrwitzige Moment, dann geht Stimmung ganz eindeutig vor Inhalt. Alleiniger Dreh – und Angelpunkt in 31 sind schlicht und ergreifend Gewalt und Erniedrigung. Das größte Problem des Filmes liegt dann auch genau an diesem Punkt in seiner Inszenierung, denn letzten Endes ist diese nämlich immer genau dann, wenn die drastische Gewalt explodiert, zu zahm. Der Schnitt ist hektisch und konfus, die Kamera oft arg verwackelt in dem Irrglauben, so mehr Dynamik zu erzeugen, und blendet oft ab. Sicher, es fließt literweise Blut in 31, aber was wirklich auf der Leinwand passiert, das sieht man nur allzu selten. Das passt dann nur bedingt zu dem ursprünglichen Ansatz von Rob Zombie, eine Art extrem verdichtetes Terrorkino zu inszenieren, dem Inhalt, Figuren und Story egal sind, und das nur über seine brachiale Körperlichkeit wirken will.

 

So richtig weiß ich immer noch nicht, was ich mit Rob Zombies neuestem Werk anfangen soll. Noch kriege ich keinen richtigen Zugriff auf den Film und es werden mit Sicherheit noch eine zweite und dritte Sichtung erfolgen (vor allem auf Englisch, denn die deutsche Synchronisation ist ziemlich mies). Nicht alles ist schlecht in 31, vieles allerdings schon, manchmal bewusst, manchmal wohl eher unfreiwillig. Auf jeden Fall zieht Rob Zombie geradlinig sein Ding durch, ungeachtet von Geschmack, dem Zuschauer oder Moral. Stattdessen wirft er uns dieses Monster von Film vor die Füße und lässt uns damit kommentarlos vollkommen allein. What the fuck is going on?!

 

6 von 10 Türen in Form einer Vagina (vorläufig!)