Odd Thomas

9. Oktober 2014 at 1:17
Odd Thomas (2013)
Odd Thomas poster Rating: 6.8/10 (21,773 votes)
Director: Stephen Sommers
Writer: Stephen Sommers (screenplay), Dean R. Koontz (based on the novel "Odd Thomas" by)
Stars: Anton Yelchin, Ashley Sommers, Leonor Varela, Matthew Page
Runtime: 97 min
Rated: N/A
Genre: Fantasy, Mystery, Thriller
Released: 28 Feb 2014
Plot: In a California desert town, a short-order cook with clairvoyant abilities encounters a mysterious man with a link to dark, threatening forces.

 

 
Heute mal was kurzes für Zwischendurch. Odd Thomas. Ich muss zugeben, ich habe im Vorfeld nichts von dem Film erwartet, da ich mit den übrigen Werken von Stephen Summers nicht viel anfangen kann. Weder Die Mumie und deren Fortsetzung, noch Van Helsing (welcher zumindest einen gewissen trashigen Charme hatte, das kann ich nicht leugnen), geschweige denn G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra (ganz besonders dieser nicht), wussten mich zu begeistern. Eher im Gegenteil. Trotzdem ließ mich irgendetwas bei Odd Thomas aufhorchen, die Story klang interessant genug, um mal einen Blick zu riskieren.

Die Grundlage ist schnell erzählt: der junge Imbisskoch Odd Thomas sieht die Geister kürzlich gewaltsam verstorbener Menschen. Sie sprechen zwar nicht mit ihm, zeigen ihm aber dennoch, was mit ihnen geschehen ist. Also versucht er diese Gabe zu nutzen, um ihnen Gerechtigkeit zu verschaffen. Eines Tages spitzt sich die Lage in seiner kleinen Heimatstadt zu und Odd ahnt, das sich eine große Katastrophe anbahnt…

So weit, so gut. Meine Bedenken wurden schnell entkräftet (erst gucken, dann urteilen, es bewahrheitet sich doch immer wieder). Tatsächlich ist Odd Thomas ein durchaus gelungener, sehr kurzweiliger und stellenweise charmanter Mix aus Fantasy – und Horrormotiven mit einer ordentlichen Prise Humor. Es kommt dem Film sehr entgegen, dass er nicht auf Blockbuster getrimmt ist, sondern eher als etwas aufwendigeres B-Movie daherkommt. Die Story ist flott und schnörkellos inszeniert, es kommen keine Längen auf und der Film ist durchgängig unterhaltsam. Die Dialoge sind zum Teil sehr pointiert geschrieben und der Humor entsteht meist durch eben diese und weniger durch Situationskomik. Slapstickartige Einlagen sucht man hier vergeblich. Die Hauptfigur ist trotz ihrer ungewöhnlichen Fähigkeit ein durch und durch bodenständiges und sympathisches Kerlchen. Anton Yelchin (bekannt als Chekov aus dem Star Trek-Reboot und dem Remake von Fright Night) spielt Odd lässig, aber zurückhaltend, keineswegs überdreht, sondern einfach als normalen Typ von nebenan. Sehr angenehm. Eine kleine, aber sehr feine Nebenrolle hat Willem Dafoe, den ich eigentlich immer wahnsinnig gerne sehe. Seine Figur des Chief Porter umweht ein Hauch seiner Rolle aus The Boondock Saints, was hier irgendwie ganz gut passt. Der Rest des Cast ist zwar weitestgehend eher unbekannt, aber alle machen ihre Sache wirklich gut. Ein Wort noch kurz zu den ständigen Off-Kommentaren der Hauptfigur: ich für meinen teil mag sowas eigentlich ganz gerne (viele nicht, ich weiß), so fern es in den Kontext des Films passt, und vor allem, wenn sie scharfzüngig und schwarzhumorig vorgetragen werden, was hier ganz eindeutig der Fall ist.

 

Fazit: Odd Thomas ist ein gelungener und äußerst kurzweiliger Genre-Mix mit interessanter Story, teils witzigen Einlagen, die aber nie zu überdreht wirken, einer lässigen Hauptfigur und einer etwas eigenwilligen Inszenierung. Von Minute eins an bis zum Abspann wurde ich gut unterhalten. Nichts herausragendes und vielleicht habe ich den Film übermorgen schon wieder vergessen, aber für den Moment passte alles zusammen.

Zitat des Tages

3. Oktober 2014 at 22:59

„There comes a point when any reasonable man will swallow his pride and admit he made a mistake. The truth is… I was never a reasonable man.“