Zitat des Tages

10. März 2015 at 20:30

 

 

 

„You can wipe out an entire generation, you can burn their homes to the ground and somehow they’ll still find their way back. But if you destroy their history, you destroy their achievements and it’s as if they never existed.”

 

 

 

 

Hercules

7. März 2015 at 18:06

 

 

 

Hercules (2014)
Hercules poster Rating: 6.1/10 (82,006 votes)
Director: Brett Ratner
Writer: Ryan Condal (screenplay), Evan Spiliotopoulos (screenplay), Steve Moore (Radical comic "Hercules")
Stars: Dwayne Johnson, Ian McShane, John Hurt, Rufus Sewell
Runtime: 98 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure
Released: 2014-07-25
Plot: Having endured his legendary twelve labors, Hercules, the Greek demigod, has his life as a sword-for-hire tested when the King of Thrace and his daughter seek his aid in defeating a tyrannical warlord.

 

 

 

 

„Civilization has become too civilized for us.”

 

 

 

 

Heute mal wieder was Kurzes für zwischendurch. Hercules mit Dwayne The Rock Johnson als Held aller Helden. Fastfood für den Kopf, nicht nahrhaft, aber lecker, substanzlos, aber unterhaltsam, wenn man so will. In meinem näheren Umfeld gab es zum Teil vernichtende Kritiken für den neuesten Film von Brett Ratner, der sich tatsächlich eher selten bei seinen Filmen durch Qualität auszeichnet. Folglich konnte ich gar nicht mehr anders, als mir den auch anzusehen.

 

Vorab muss man sagen, dass diese Version von Hercules sich keineswegs an der klassischen Heldensage orientiert, sondern eine Verfilmung des Comics The Thracian Wars von Steve Moore ist, die herzlich wenig mit dem Hercules zu tun hat, wie man ihn vielleicht gewohnt ist. Das in Kombination mit dem in die Irre führenden Trailer zum Film führte bei dem einen oder anderen Zuschauer wohl zu einer falschen Erwartungshaltung, die folglich enttäuscht werden musste. Nun gut, so wusste ich zumindest vorher, worauf ich mich einlasse, und ich muss sagen, ich wurde durchaus gut unterhalten.

 

Hercules. Mythos. Legende. Halbgott. Oder eben nicht. Der Film verfolgt einen etwas anderen Ansatz, bietet einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte des Hercules, einen sehr interessanten mit dem es sich zu beschäftigen lohnt, ist er doch eine eindeutige Aussage zu Ursachen und Mechanismen von Legendenbildung. Der Titelheld ist hier nämlich keineswegs übermenschlich stark und er ist schon gar kein Halbgott, sondern nur ein einfacher Söldner, der mit seinen Kampfgefährten durchs Land streift und seine Dienste dem zur Verfügung stellt, der am besten dafür zahlt. Natürlich ist er ein mehr als nur fähiger Kämpfer und Krieger und auch stärker als die meisten, aber der Mythos Hercules, die Legende, ist mehr Schein als Sein, eine Illusion, eine Lüge, aufgebauscht und übertrieben von ihm und seinen Gefährten, allen voran sein Neffe Iolaus, der ihre Abenteuer gekonnt ausschmückt und gewöhnliche Gegner gerne auch in Monster verwandelt. Die meisten seiner Heldentaten hat Hercules nicht alleine begangen und sind gleichermaßen mit Kraft wie durch List und Tücke überstanden worden. Die angeblichen Monster wie die Hydra, der nemeische Löwe oder der erymanthische Eber waren verkleidete Menschen oder einfache Raubtiere, deren Bezwingung durch die meisterhaften Erzählungen von Iolaus jedoch zu fantastischen Sagen verklärt wird. Was zweckdienlich und nützlich ist, kann die schlagkräftige Truppe so doch durch ihren Ruhm mehr Geld von ihren Arbeitgebern erlangen, und der Ruf der Heldentaten von Hercules eilt ihnen voraus und zermürbt die Moral der Feinde schon mal im Vorfeld. Es hat etwas Erfrischendes mit anzusehen, wie Hercules sich traut, die standardisierte Heldenbildung mit Leibeskräften zu stilisieren, um sie im nächsten Schritt dann wieder bis aufs Letzte zu entmystifizieren.

 

Ausgesprochen ironisch ist dann auch die Wirkung des Trailers, der einen gänzlich anderen Film suggeriert und epische Kämpfe gegen riesige Monster und Bestien verspricht und dadurch ebenso einen Schein, ein Bild, einen Mythos kreiert, den der Film dann letztlich nicht halten kann und ja auch gar nicht will, genau wie die Heldentaten des Hercules im Film selbst eben auch keine sind. Die eigentliche Geschichte in Hercules ist dann auch wirklich zu vernachlässigen, sie erzählt nichts, was man nicht irgendwann schon mal gesehen hätte und präsentiert Figuren und Charaktere, die schablonenhafter und eindimensionaler nicht sein könnten, aber der Film macht vor allem eines, er macht Spaß. Die Darstellerriege um The Rock, Rufus Sewell, Ian McShane und Aksel Hennie ist schauspielerisch nicht besonders gut, allenfalls mittelmäßig bis unterdurchschnittlich, aber sie sind alle gut aufgelegt und haben sichtlich Spaß an ihrer Arbeit, was man dem Film auch anmerkt. Vor allem The Rock scheint eine geradezu kindliche Freude daran zu haben, Hercules zu spielen. John Hurt und Joseph Fiennes als Gegenspieler und Bösewichte sind zwar komplett unterfordert und verschenkt, aber gut, das war so fast schon zu erwarten.

 

Unterm Strich hatte ich wirklich Spaß mit Hercules, den neuen Ansatz in puncto Legendenbildung und Mythos empfand ich als erfrischend, es gab einige gut getimte und witzige Dialoge und der Film nimmt sich keine Sekunde lang selbst ernst. Story, Darsteller und Effekte fallen dagegen zwar ab, aber der Film ist besser als ähnliche Vertreter des Genre wie Kampf der Titanen, Zorn der Titanen oder Krieg der Götter.

 

6 von 10 abgetrennten Hydraköpfen

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitat des Tages

4. März 2015 at 1:00

 

 

 

„Hey, you ever watch the Mickey Mouse Club? ‚Cause you know what today… today is? Today is Wednesday. It’s anything can happen day.“