Zitat des Tages

7. März 2016 at 2:13

 

 

 

„Life moves pretty fast. If you don’t stop and look around once in a while, you could miss it.“

 

 

 

 

Meine zehn liebsten Komödien

6. März 2016 at 18:02

 

 

 

„If you want to make God laugh tell him about your plans.“

 

 

 

Komödien und ich, das ist eine etwas zweischneidige Angelegenheit. Die wenigsten von ihnen finde ich wirklich lustig, was vermutlich an mir und meiner Vorstellung von Humor liegt. Noch weniger von ihnen finde ich so lustig, dass ich sie mehr als einmal oder gar immer wieder schauen und immer noch darüber lachen kann. Auch lache ich bei Komödien relativ selten und beinahe nie wirklich laut und ungehemmt, sondern schmunzel mehr so in mich hinein, wenn ich einen Gag für gelungen halte. Nicht, weil ich nicht gern lachen würde, ganz im Gegenteil, ich lache gern und viel, aber ich mag nicht auf Kommando lachen müssen. Weil der Film es mir diktiert. Ich lache auch nicht selten über Dinge, über die sonst kaum jemand anderes lacht oder lachen kann. Insofern hat es mir diese Liste heute nicht besonders leicht gemacht, aber ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich die folgenden zehn Filme aus den unterschiedlichsten Gründen wirklich lustig und unterhaltsam finde und vor allem auch immer wieder über sie lachen kann ohne das sie sich abnutzen würden. Viel Spaß also mit meinen zehn liebsten Komödien….

 

 

 

10.

Grosse Pointe Blank (1997)
Grosse Pointe Blank poster Rating: 7.4/10 (71,548 votes)
Director: George Armitage
Writer: Tom Jankiewicz (story), Tom Jankiewicz (screenplay), D.V. DeVincentis (screenplay), Steve Pink (screenplay), John Cusack (screenplay)
Stars: John Cusack, Minnie Driver, Alan Arkin, Dan Aykroyd
Runtime: 107 min
Rated: R
Genre: Action, Comedy, Crime
Released: 11 Apr 1997
Plot: Martin Blank is a professional assassin. He is sent on a mission to a small Detroit suburb, Grosse Pointe, and, by coincidence, his ten-year high school reunion party is taking place there at the same time.

 

 

 

9.

Be Kind Rewind (2008)
Be Kind Rewind poster Rating: 6.4/10 (78,426 votes)
Director: Michel Gondry
Writer: Michel Gondry
Stars: Jack Black, Yasiin Bey, Danny Glover, Mia Farrow
Runtime: 102 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy
Released: 22 Feb 2008
Plot: Two bumbling store clerks inadvertently erase the footage from all of the tapes in their video rental store. In order to keep the business running, they re-shoot every film in the store with their own camera, with a budget of zero dollars.

 

 

 

8.

My Name Is Bruce (2007)
My Name Is Bruce poster Rating: 6.3/10 (21,070 votes)
Director: Bruce Campbell
Writer: Mark Verheiden
Stars: Bruce Campbell, Grace Thorsen, Taylor Sharpe, Ted Raimi
Runtime: 84 min
Rated: R
Genre: Comedy, Fantasy, Horror
Released: 13 Apr 2007
Plot: B Movie Legend Bruce Campbell is mistaken for his character Ash from the Evil Dead trilogy and forced to fight a real monster in a small town in Oregon.

 

 

 

7.

Anchorman: The Legend of Ron Burgundy (2004)
Anchorman: The Legend of Ron Burgundy poster Rating: 7.2/10 (257,595 votes)
Director: Adam McKay
Writer: Will Ferrell, Adam McKay
Stars: Will Ferrell, Christina Applegate, Paul Rudd, Steve Carell
Runtime: 94 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy
Released: 09 Jul 2004
Plot: Ron Burgundy is San Diego's top rated newsman in the male-dominated broadcasting of the '70s, but that's all about to change for Ron and his cronies when an ambitious woman is hired as a new anchor.

 

 

 

6.

Wet Hot American Summer (2001)
Wet Hot American Summer poster Rating: 6.7/10 (38,521 votes)
Director: David Wain
Writer: Michael Showalter, David Wain
Stars: Janeane Garofalo, David Hyde Pierce, Michael Showalter, Marguerite Moreau
Runtime: 97 min
Rated: R
Genre: Comedy, Romance
Released: 11 Apr 2002
Plot: Set on the last day of camp, in the hot summer of 1981, a group of counselors try to complete their unfinished business before the day ends.

 

 

 

5.

Planes, Trains & Automobiles (1987)
Planes, Trains & Automobiles poster Rating: 7.6/10 (86,912 votes)
Director: John Hughes
Writer: John Hughes
Stars: Steve Martin, John Candy, Laila Robins, Michael McKean
Runtime: 93 min
Rated: R
Genre: Comedy
Released: 25 Nov 1987
Plot: A man must struggle to travel home for Thanksgiving with an obnoxious slob of a shower curtain ring salesman as his only companion.

 

 

 

4.

The 'Burbs (1989)
The 'Burbs poster Rating: 6.8/10 (49,313 votes)
Director: Joe Dante
Writer: Dana Olsen
Stars: Tom Hanks, Bruce Dern, Carrie Fisher, Rick Ducommun
Runtime: 101 min
Rated: PG
Genre: Comedy, Mystery
Released: 17 Feb 1989
Plot: An overstressed suburbanite and two of his neighbors struggle to prove their paranoid theory that the new family on the block are part of a murderous cult.

 

 

 

3.

Ferris Bueller's Day Off (1986)
Ferris Bueller's Day Off poster Rating: 7.9/10 (231,681 votes)
Director: John Hughes
Writer: John Hughes
Stars: Matthew Broderick, Alan Ruck, Mia Sara, Jeffrey Jones
Runtime: 103 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy
Released: 11 Jun 1986
Plot: A high school wise guy is determined to have a day off from school, despite what the principal thinks of that.

 

 

 

2.

The Big Lebowski (1998)
The Big Lebowski poster Rating: 8.2/10 (410,081 votes)
Director: Joel Coen, Ethan Coen
Writer: Ethan Coen, Joel Coen
Stars: Jeff Bridges, John Goodman, Julianne Moore, Steve Buscemi
Runtime: 117 min
Rated: R
Genre: Comedy, Crime
Released: 06 Mar 1998
Plot: "Dude" Lebowski, mistaken for a millionaire Lebowski, seeks restitution for his ruined rug and enlists his bowling buddies to help get it.

 

 

 

1.

Groundhog Day (1993)
Groundhog Day poster Rating: 8.1/10 (413,507 votes)
Director: Harold Ramis
Writer: Danny Rubin (screenplay), Harold Ramis (screenplay), Danny Rubin (story)
Stars: Bill Murray, Andie MacDowell, Chris Elliott, Stephen Tobolowsky
Runtime: 101 min
Rated: PG
Genre: Comedy, Fantasy, Romance
Released: 12 Feb 1993
Plot: A weatherman finds himself living the same day over and over again.

 

 

 

 

The Green Inferno

2. März 2016 at 1:38

 

 

© Universal Pictures

 

 

 

„You know what this is? You know what they’re doing to us?“

 

 

 

Eine kleine Gruppe junger Studenten und Öko-Aktivisten macht sich auf in den peruanischen Regenwald, um dort gegen die Abholzung bisher unberührter Landstriche und die Zerstörung des Lebensraumes der dortigen Ureinwohner zu protestieren. Ihre Aktion ist zwar erfolgreich, doch auf dem Rückweg stürzt ihr Flugzeug ab und ehe sich die Überlebenden versehen, geraten sie in die Fänge eben jener Ureinwohner, deren Dorf sie ironischerweise kurz zuvor noch vor der Zerstörung bewahrten. Schnell wird klar, dass dieser indigene Stamm auch heute noch nach uralten Riten Kannibalismus betreibt und die Gruppe junger Leute ganz oben auf dem Speiseplan steht…

 

Das ist er also, der neueste Film von Eli Roth. Der Kannibalenschocker geistert nun schon seit geraumer Zeit phantomartig durch die Filmwelt, lief auf diversen Festivals, manchmal auch in Kinos, aber eine wirkliche Auswertung fand zumindest hierzulande bisher höchstens halbherzig statt. Obwohl bereits 2013 fertig gestellt, entbrannte danach ein schier unglaubliches Hickhack der Veröffentlichungspolitik. Starttermine wurden bekannt gegeben, verschoben, neu angesetzt und immer wieder verschoben. Für gewöhnlich sind derartige Probleme im Vorfeld einer Veröffentlichung meist kein besonders gutes Zeichen und leider trifft das auch auf The Green Inferno zu. Roth selbst gab in einem Interview zu, dass sein Film ebenso sehr der Ästhetik eines Werner Herzog oder Terrence Malick huldigen sollte wie auch dem italienischen Exploitationkino der späten 70er und frühen 80er, allen voran berüchtigte Kannibalenfilme (auch Mondofilme genannt) wie Cannibal Holocaust (Nackt und zerfleischt) von Ruggero Deodato oder Cannibal Ferox (Die Rache der Kannibalen) von Umberto Lenzi. Tatsächlich doch ein sehr ambitioniertes Vorhaben für das einst von Genrefans geradezu frenetisch gefeierte Wunderkind des Horrors. Splatter inszenieren, das kann Eli Roth, das muss man ihm lassen, aber wo sein Cabin Fever noch originell und voller schwarzem Humor war und Hostel und dessen Fortsetzung wenigstens noch die Grenzen des Zeigbaren verschoben, da ist The Green Inferno langweilig und nur wenig kreativ geraten. Sicher, zwei oder drei Szenen sind doch arg explizit und grausam, zeigen aber auch nichts, was man in der Form nicht schon einmal woanders gesehen hätte. Zudem scheitert der Film an seinen Charakteren, die allesamt dermaßen unsympathisch, aufgeblasen und überheblich angelegt sind und letztlich doch nur von ihren niedersten Beweggründen wie Gier und Geltungssucht angetrieben werden, dass man mit ihnen und ihrem selbstverschuldeten Schicksal nicht nur nicht mitfiebern kann, sondern es einigen von ihnen sogar geradezu gönnt. Der gesellschaftskritische Ansatz dahinter ist nur allzu offensichtlich und herzlich wenig subtil, die Arroganz der selbstgerechten Weltenretter, ihre kulturelle Überheblichkeit, die buchstäblich zerlegt wird durch den naiven Atavismus der Kannibalen. Aber Roth übertreibt es dermaßen, dass dieser Effekt sich nicht ernsthaft entfalten kann und schlicht und ergreifend einfach im leeren Raum verpufft. Es gibt eine Szene kurz vor dem Ende von The Green Inferno, wenn Roth dort mutig und konsequent gewesen wäre, dann hätte er seine geistlose Replik eines auch schon recht geistlosen Genres enden lassen wie einst George A. Romero seinen Film Night of the Living Dead, doch dazu kommt es leider nicht. Das Wunderkind muss nun bald mal ernsthaft liefern, sonst verliert es noch seinen Nimbus und entschwindet vollends in Mittelmäßigkeit.

 

Letztlich muss man feststellen, dass The Green Inferno zu lang, zu arm an Spannung und vor allem auch zu zahm und harmlos geraten ist, um innerhalb seines Genre als wirklich gelungen betrachtet werden zu können. Gerade was die vermeintlich angekündigte Härte angeht enttäuscht der Film. Eli Roth hält sich viel zu lang mit der Exposition einer ohnehin schon sehr simplen Story auf und vergeudet zu viel Zeit auf Figuren, die nicht viel hergeben und schon gar nicht erst Projektionsflächen bieten. Dazu gesellen sich zum Teil haarsträubende Dialoge und dümmliche Witze sowie äußerst deplatzierte Durchfallattacken und ein doch arg alberner Twist im weiteren Verlauf der Handlung. Zudem irritiert und stört die Hochglanzoptik des Films, die so gar nicht zu seinen offensichtlichen Vorbildern passen will, denn für eine Hommage an das dreckige, italienische Exploitationkino der 70er und 80er ist The Green Inferno viel zu sauber und glatt geraten. Auch die, zugegeben zwei oder drei doch sehr harten Splatterszenen können da nichts mehr rausreißen, sind sie doch erschreckend ideenlos umgesetzt und es mangelt ihnen einfach an Originalität. Am Ende bleibt die Erkenntnis: wenn schon ein Kannibalenfilm, dann vielleicht doch lieber eines der italienischen Originale, die zwar ebenfalls ihre offensichtlichen Schwächen haben, aber zumindest einen seltsam eigenwilligen und rotzigen Charme versprühen.

 

3 von 10 abgehackten Gliedmaßen