Xtro (1982)

9. Juli 2019 at 12:14

 

 

© New Line Cinema/Quelle: IMDb

 

 

 

Some extra-terrestrials aren´t friendly.“

 

 

 

Sam und sein Sohn Tony spielen im Garten, als sich plötzlich die Sonne verdunkelt und ein geheimnisvolles Licht auftaucht. Wenig später ist der Vater verschwunden, Tony bleibt schwer traumatisiert zurück und Mutter Rachel muss ihn künftig ohne Ehemann großziehen. Drei Jahre später lebt Rachel mittlerweile mit dem Fotografen Joe und dem Au-Pair-Mädchen Analise zusammen, als Sam plötzlich wieder vor der Tür steht und seinen Platz als Vater und Ehemann zurück will. Doch irgendetwas stimmt nicht und schnell häufen sich unheimliche Vorfälle.

 

Welche Filme dem britischen Regisseur Harry Bromley Davenport als Inspiration gedient haben dürften ist relativ offensichtlich, wenn sich sein Xtro irgendwo zwischen Alien (1979), Invasion of the Body Snatchers (1978) und E.T. (1982) bewegt, zu welchem er sich dann auch eher als garstiger Gegenentwurf positioniert. Handwerklich ist hier vielleicht nicht immer alles ganz gelungen, doch Xtro punktet in jedem Fall mit seiner unterschwellig bedrohlichen Atmosphäre und vor allem mit einer wirklich unangenehmen Effektarbeit. Was Tom Harris und Francis Coates da mit viel Schmodder und reichlich Glibber zum Teil kreiert haben, das ist schon wirkungsvoll und nicht immer schön anzusehen. Auch das Creature-Design ist gelungen und vor allem ausgefallen, aber leider viel zu selten in voller Pracht zu bewundern. Das alles ist mit all den glitschigen Tentakeln, der angedeuteten Penetration und dem Saugen an Haut unverkennbar sexuell konnotierter Bodyhorror, driftet aber im weiteren Lauf in beinahe schon surreale Gefilde ab. Xtro will manchmal einfach zu viel und das Drehbuch gerät nicht selten arg konstruiert, doch wirklich anstrengend und schnell nervraubend ist der von Regisseur Davenport selbst komponierte Score, der schwer nach einem billigen Casio Keyboard klingt. Letztlich endet Xtro kaum anders als E.T., nur das dieses Mal am Ende alle tot sind. Sicherlich kein wirklich guter Film, aber zumindest einer, der anders ist. Manchmal reicht das.

 

6 von 10 verstörenden Hausgeburten