Get Out

12. September 2017 at 16:57

 

 

© Universal Pictures

 

 

 

„It´s not what he says. It´s how he says it, you know?“

 

 

 

Der junge Chris fährt übers Wochenende mit seiner Freundin Rose zu ihren Eltern aufs Land um diese nun endlich nach fünf Monaten kennen zu lernen. Sorgen bereitet ihm dabei zunächst, dass Rose ihren Eltern bisher seine Hautfarbe verschwiegen hat, doch sie wischt seine Bedenken schnell beiseite. Und tatsächlich scheint seine Hautfarbe keine Rolle zu spielen, als die beiden auf dem elterlichen Landhaus ankommen und Chris von ihren Eltern herzlich empfangen wird. Trotzdem bleibt die Atmosphäre seltsam angespannt und Chris beginnt sich zunehmend unwohl zu fühlen.

 

Black is the new white… Ein cleverer Satz, der mehr von der eigentlichen Handlung vorweg nimmt, als man anfangs vermuten würde. Aber von Anfang an. Sowohl die Regie als auch das Drehbuch zu Get Out stammen von Jordan Peele, der meines Wissens nach überwiegend als Comedian im amerikanischen Fernsehen bekannt ist und sein Kinodebüt mit nur 5 Millionen Dollar realisieren konnte. Was gab es nicht alles für Vorschusslorbeeren, wurde Get Out vielerorts doch sowohl von den Kritikern als auch von den Kinogängern geradezu in den Himmel gelobt und nicht selten als Rettung des Horrorgenres dargestellt. Kann der Film all dem gerecht werden? Wie so oft lautet die Antwort wohl jein. Er ist zweifellos Teil einer Speerspitze junger Genrefilme wie zuletzt It Follows, Don´t Breathe, The Gift, The Invitation oder The Babadook und ein – soviel kann ich schon mal verraten – verdammt guter Film geworden, aber den ganz großen Retter kann ich in ihm auch nicht erkennen. Auf der strukturellen Ebene arbeitet Get Out wahnsinnig geschickt mit winzigen, aber dafür umso effektiveren Irritationen im sozialen Miteinander und erschafft eine Art diffuse Grauzone, innerhalb derer zwar starkes Unwohlsein entsteht, gleichzeitig aber keine konkreten wie stichhaltigen Anhaltspunkte zur Begründung dafür geliefert werden. Get Out ist randvoll mit pointiert eingesetzten und hochgradig ambivalenten Momenten, welche den Zuschauer immer wieder vor den Kopf stoßen und stark irritieren. Um diesen Effekt der Entfremdung noch weiter zu verstärken, macht es sich Jordan Peele nicht allzu leicht, denn Chris einfach nur stumpf in die Arme zurückgebliebener Hinterwäldler laufen zu lassen, das wäre viel zu einfach. Stattdessen etabliert der Film vielmehr ein scheinbar harmloses, eher politisch links zu verortendes, bürgerliches und gebildetes Umfeld und thematisiert den latenten Alltagsrassismus statt den ganz unverhohlen offensichtlichen. Pseudo-Liberalismus und aufgesetzte Weltoffenheit als Deckmantel ganz anderer Motivationen sind das Ziel von Peeles teils satirischem Ansatz, welchen er sogar noch frech wie mutig überhöht und auf die Spitze treibt, wenn final der Integrationsgedanke geradezu wörtlich genommen wird. Peele beweist in Get Out ein unglaublich feines Gefühl für Genrestrukturen, wenn bereits der Prolog zur eigentlichen Handlung gekonnt tradierte Konventionen nicht nur variiert, sondern lieber gleich auf den Kopf stellt. Laut eigener Aussage ist Get Out inspiriert durch Filme wie George A. Romeros Night of the Living Dead (1968) und The Stepford Wives (1975) von Bryan Forbes, beides ganz eindeutig Produkte ihrer Zeit, die zwar dem Genre Horror zuzuordnen sind, die beide aber auch politische und gesellschaftliche Motive in ihren Handlungen verarbeiten.

 

Diesen Weg schlägt auch Jordan Peele mit seinem Regiedebüt ein und liefert ein grandios geschriebenes wie inszeniertes, atmosphärisch ungemein dichtes Stück Thriller, dessen gesellschaftliche Relevanz heute kaum größer sein könnte. Dafür braucht es nur wenig mehr als minimale Verschiebungen in der sozialen Interaktion der Figuren, um eine maximale Irritation beim Zuschauer auszulösen. Leider geht gegen Ende ein wenig an Spannung und Reiz verloren, wenn Get Out auf den letzten Metern dann doch noch in Richtung konventionell strukturierten Horror abbiegt. Das ist ein wenig schade, tut dem übrigen Filmvergnügen aber kaum Abbruch. Allein ein konsequenteres Ende hätte ich mir gewünscht, dann hätten wir es vermutlich jetzt schon mit einem modernen Klassiker zu tun und ich müsste Höchstwertungen zücken. Dennoch ist Get Out ein hoch spannender wie wichtiger Film, unglaublich clever geschrieben, extrem gut durchdacht und mit einem Reichtum an Details versehen, der definitiv zu weiteren Sichtungen einlädt. Hut ab!

 

8,5 von 10 Tassen Tee

 

 

Don´t Breathe

10. Oktober 2016 at 21:46

 

 

© Screen Gems Stage Films

 

 

 

„There is nothing a man cannot do once he accepts the fact that there is no god.“

 

 

 

Die drei jugendlichen Kleinkriminellen Rocky, Alex und Money halten sich mit Einbrüchen und kleineren Diebstählen über Wasser und träumen davon, so bald wie möglich Detroit und ihre kaputten Elternhäuser hinter sich lassen zu können. Da kommt ihnen der Tipp eines Hehlers gerade recht, der von einem blinden Kriegsveteranen berichtet, welcher allein wohnt und auf einem Haufen Geld sitzen soll. Genug Geld für alle drei, um endlich abhauen zu können. nach einer kurzen Planungsphase steigen die drei also in das Haus des alten Mannes ein und ahnen noch nicht, was für eine alptraumhafte Nacht ihnen bevorstehen wird.

 

Bereits 2013 konnte Fede Alvarez mit seiner Regie des Remakes von Evil Dead eindrucksvoll zeigen, dass er vermutlich mehr als nur eine Eintagsfliege im Bereich Horror sein würde. Diese Wahrnehmung seinerseits weiß er nun mit seinem Folgefilm Don´t Breathe eindeutig zu festigen und erschafft einen dreckigen wie minimalistischen und in seinem Spannungsaufbau lange sehr effektiven Beitrag zum Home Invasion-Thriller, der geschickt dessen festes und starres Regelwerk unterläuft und aus den Angeln hebt, indem er einfach die Perspektive umkehrt. In Don´t Breathe kommt die Bedrohung nämlich nicht von außen, sondern von innen und war im Grunde immer schon da. Nicht von den drei jugendlichen Einbrecher geht die Gefahr aus, ganz im Gegenteil, sind es doch sie, die schnell zum Opfer werden, wenn die Lage erst einmal eskaliert. Vielmehr ist es nämlich der vermeintlich wehrlose, blinde Veteran, der zur Bedrohung wird und seinen Heimvorteil nutzt, um die drei Einbrecher auf sein Niveau der Wahrnehmung zu ziehen. Alvarez verkehrt die Regeln des Home Invasion-Thriller und lässt mit ziemlich einfachen Kniffen und feinen Justierungen die Eindringlinge erst zum Opfer und im späteren Verlauf beinahe schon wieder klassisch dem Genre-Muster folgend zu wehrhaften  Ausbrechern werden. In knapp neunzig Minuten Laufzeit demonstriert Fede Alvarez eindrucksvoll, wie wenig Raum, Personal und Mittel es für effektiven Schrecken und unnachgiebige Intensität braucht. Dabei beschränkt sich der uruguayische Regisseur in der Exposition auf das Nötigste, gewährt einen knappen wie ausreichenden, mit wenigen Bildern auskommenden Blick in seine Protagonisten, und schickt sie dann direkt in ein Vorhaben, das sich im Verlauf als echter Höllentrip erweisen soll. Der Gewaltpegel bleibt im moderaten Bereich und ist absolut kein Vergleich zu den Hektolitern an Kunstblut, die noch in Evil Dead Verwendung fanden, die Spannungschraube aber hingegen zieht gnadenlos immer mehr an. So sehr auf das nötigste entschlackt und effektiv das Drehbuch daherkommt, so unglaublich gut und wichtig ist die Arbeit von Kameramann Pedro Luque. Schon relativ zu Beginn des Einbruchs gleitet die Kamera elegant durch die Räumlichkeiten des Hauses, erforscht das Setting, zeigt dessen Struktur und Aufbau und macht den Zuschauer damit vertraut. Die Kamera bleibt nah an den drei Einbrechern, folgt ihnen durch Räume und Gänge und entwirft eine Topologie des Hauses, macht den Grundriss greifbar, liefert auch schon kleine Verweise auf potentiell mögliche Szenarien und entfesselt unmittelbar die enorm klaustrophobische Wirkung des Settings. Und diese nutzt der Film auch wirklich lange und effektiv und Fede Alvarez verwendet geschickt verschiedenste Techniken, um das Spannungsniveau konstant hoch zu halten. Die Klaviatur des Terrors beherrscht er erstaunlich gut, wenn der Film Leisetreterei zum Überlebensprinzip erhebt und jedes noch so kleine Geräusch den Tod bedeuten kann. In so mancher Szene macht Don´t Breathe seinem Namen wirklich alle Ehre. Umso bedauerlicher ist es dann, dass der Film dieses Niveau nicht immer und vor allem im letzten Drittel kaum noch halten kann. Ab einem gewissen Punkt verlässt Alvarez sein bisher stark funktionierendes Terrain der Klaustrophobie und setzt eine Wendung, die zumindest mich aus dem Film geworfen hat, arg konstruiert wirkt und seinem Werk nicht gut bekommt. Von da an bleiben auch Logik und konsequente Inszenierung auf der Strecke und das vorher so sorgsam wie gelungen aufgebaute Szenario wird zerstört.

 

Somit bietet Don´t Breathe zwei sehr starke, effektive und enorm klaustrophobische Drittel, beschreitet aber im letzten Drittel völlig andere, nicht mehr wirklich nachvollziehbare Wege, welche die bis dahin schnörkellose und knackige Handlung ad absurdum führen. Das ist sehr, sehr schade, denn dadurch vergeudet Fede Alvarez unglaublich viel Potential und nimmt seinem Film die zuvor so schön etablierte und ausgearbeitete Spannung. Dennoch beweist er für mich immer noch, dass er enorm talentiert ist und durchaus ein Hoffnungsträger für das Genre Horror bleibt, denn Don´t Breathe ist eben auch lange Zeit erfrischend geradliniges Genre-Kino und ein wunderbar reduzierter Thriller, der seine Home Invasion-Prämisse herrlich einfach wie eindrucksvoll umkehrt und damit spielt.

 

6,5 von 10 rostigen Heckenscheren

 

 

Gone Girl

23. Juli 2015 at 16:32

 

 

 

Gone Girl (2014)
Gone Girl poster Rating: 8.2/10 (420917 votes)
Director: David Fincher
Writer: Gillian Flynn (screenplay), Gillian Flynn (novel)
Stars: Ben Affleck, Rosamund Pike, Neil Patrick Harris, Tyler Perry
Runtime: 149 min
Rated: R
Genre: Drama, Mystery, Thriller
Released: 3 Oct 2014
Plot: With his wife's disappearance having become the focus of an intense media circus, a man sees the spotlight turned on him when it's suspected that he may not be innocent.

 

 

 

„When I think of my wife, I always think of the back of her head. I picture cracking her lovely skull, unspooling her brain, trying to get answers. The primal questions of a marriage: What are you thinking? How are you feeling? What have we done to each other? What will we do?”

 

 

 

Nick und Amy Dunne scheinen eine harmonische Ehe zu führen, er ein ehemaliger Schriftsteller, der inzwischen unterrichtet, und sie eine erfolgreiche Journalistin, die inzwischen aber arbeitslos ist und von ihren Ersparnissen lebt. Nachdem Amy an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet, setzt sich nicht nur der übliche Polizeiapparat gewohnt schwerfällig in Bewegung, sondern auch die Medien erscheinen postwendend auf der Bildfläche. Als dann auch noch eine Affäre von Nick ans Tageslicht kommt, wird er nicht nur plötzlich des Mordes an seiner Frau verdächtigt, es beginnt auch eine mediale Hetzjagd sondergleichen….

 

Regisseur David Fincher betont immer wieder, dass Thriller als solches ihn gar nicht unbedingt so sehr interessieren, vielmehr sei es der Kontrollverlust seiner Figuren und deren Ohnmacht gegenüber den Umständen, die ihn so reizen. Insofern könnte Gone Girl kaum mehr Fincher sein, unter diesem Gesichtspunkt wirkt der Film wie die Quintessenz seines bisherigen Schaffens. Was vordergründig als Suspense-Thriller daher kommt, erweist sich doch sehr schnell als deutlich vielschichtiger und komplexer, denn Gone Girl funktioniert dazu noch ebenso als zynische Dekonstruktion des Lebensmodells Ehe wie als bitterböse Abrechnung mit der etablierten Medienlandschaft. Gerade das Bild des Ehelebens, das hier gezeichnet wird, hat es in sich. Der Bund fürs Leben als fortwährender Albtraum, entlarvt als morsches Gerüst aus Lügen und Täuschung. Szenen eine Ehe aus dem Hause Fincher, da ist keine Romantik mehr und schon gar keine Liebe, nur noch ätzender Zynismus, eiskalte Berechnung, ekelerregende Abscheu und grenzenlose Verachtung. Präzise wie mit einem Skalpell legt er all die hässlichen, hinter der polierten Fassade gärenden Dinge offen, die sich zwei Menschen einander antun können, manchmal drastisch zugespitzt als regelrechte Satire, aber nie vordergründig grotesk oder komödiantisch.

 

David Fincher ist ein Meister verschachtelter Erzähstrukturen, der es kaum wie sonst jemand beherrscht den Zuschauer permanent an der Nase herumzuführen. Er manipuliert sein Publikum ebenso gekonnt wie beinahe jede Figur im Film selbst ihr Umfeld, nie kann man sicher sein, dass das, was man gerade sieht, was man gerade denkt, auch wirklich der Wahrheit entspricht. Wenn es eine solche denn überhaupt gibt, letztlich spielen wir alle irgendwie auch immer nur bestimmte Rollen. So ist auch die Handlung von Gone Girl eigentlich nichts besonderes und keineswegs das tragende Element, die große Stärke des Films ist nicht, was erzählt wird, sondern wie es erzählt wird. Wie diese im Grunde eher belanglose Geschichte präsentiert wird, wie sie sich langsam aber sicher Stück für Stück entblättert und doch nur immer wieder neue Lügen parat hält, voller elegant gelegter falscher Fährten, Fallstricke und Stolpersteine. Wie zunächst die Figuren nahezu völlig undurchsichtig bleiben und erst nach und nach zumindest ein Eindruck davon entsteht, wo sie in diesem Spiel stehen könnten. Ständig rücken andere Personen ins Fadenkreuz des Verdachts, indem Fincher sanft und beinahe unmerklich die Erzählstruktur verschiebt und so Sympathie und Antipathie nach Belieben schürt. Erwartungshaltungen werden im Minutentakt unter Beschuss genommen, ins Wanken gebracht und aufgebrochen, Gone Girl spielt permanent mit ihnen und dem Zuschauer.

 

 

 

„Fuck. You’re delusional. I mean, you’re insane, why would you even want this? Yes, I loved you and then all we did was resent each other, try to control each other. We caused each other pain.”

 

„That’s marriage.”

 

 

 

Die erste Hälfte ist dann einfach auch ganz großes Kino, ein exzellent erzählter Suspense-Thriller, wendungsreich und spannend, dazu noch erstaunlich vielschichtig. Doch dann macht der Film in meinen Augen einen folgenschweren Fehler: er präsentiert zur Hälfte der Laufzeit seinen vermeintlich großen Storytwist nicht nur zu früh, er verliert danach auch noch deutlich an erzählerischer Wucht und inszenatorischer Finesse. Dann wirkt Gone Girl plötzlich nur noch wie ein allenfalls leicht überdurchschnittlicher 08/15 Thriller, dem es nur mühevoll gelingt, sich von der Masse abzuheben, gekonnt in Szene gesetzt, zweifellos, aber eben auch ohne dieses besondere etwas, das die erste Filmhälfte noch so großartig macht. Finchers Stil spürt und sieht man zwar in jeder Einstellung, diese kühle Präzision, die auch immer seine Bildsprache bestimmt, aber die schwindelerregenden Höhen des zuvor erzählten werden nicht mehr erreicht. Der Twist in der Mitte wirkt wie ein Bruch und stört den Fluss, insofern lässt mich Gone Girl an dieser Stelle doch sehr zwiegespalten zurück. Zudem erscheint mir das Finale selbst für die Verhältnisse eines David Fincher zu überkonstruiert, das fühlt sich irgendwie einfach nicht mehr glaubwürdig an, was der Film bis dahin eigentlich elegant zu kaschieren wusste. Als zynische Schlussnote und bitterer Kommentar zum Eheleben jedoch funktioniert das Ende tatsächlich recht gut. Ben Affleck macht seine Sache ganz gut, ihn sehe ich generell aber auch lieber hinter der Kamera, und Neil Patrick Harris und Tyler Perry wurden angenehm gegen den Strich besetzt und haben eine handvoll guter Szenen. Das wahre Highlight jedoch ist ganz klar Rosamund Pike als Amy Dunne, sie agiert auf deutlich höherem Niveau als der Rest des Cast und füllt ihre Rolle mit eiskalter Glaubwürdigkeit, dass es einem kalt den Rücken runter läuft.

 

Am Ende bleibt ein Film, der sich selbst keinen Gefallen damit erweist, dass er seinen großen Twist so platziert, wie er es letztlich tut und danach deutlich an Qualität einbüßt. Bis zu dem Punkt zweifellos grandios in beinahe jeglicher Hinsicht, danach nur noch gehobenes Mittelmaß. Sicher kein Film für die Ewigkeit, aber durch seine Vielschichtigkeit und erzählerische Komplexität auch keine Eintagsfliege. Gone Girl funktioniert am besten als zynischer Kommentar zum Lebensmodell Ehe, er seziert gekonnt und erschreckend die eingefahrenen Mechanismen dieser Institution, sowie als ebenso beißende wie entlarvende Medienkritik. Schlussendlich bleibt die Erkenntnis: man sollte sich sehr gut überlegen, wen man da heiratet.

 

7 von 10 Szenen einer Ehe