Mein Filmjahr 2018 – Entdeckungen, Hoffnungen, Wünsche, Erkenntnisse

1. Januar 2019 at 18:13

 

 

Aus diversen Gründen, vor allem aber aufgrund meines akuten Zeitmangels der letzten Wochen und Tage, fällt diese Top-Liste eher schmucklos und kurz und knapp aus. Ich war nicht oft im Kino, habe aber dennoch viel sehen können, einiges nachgeholt, manches entdecken dürfen und kann rückblickend guten Gewissens sagen: 2018 war in vielerlei Hinsicht ein ziemlich gutes Filmjahr! Hier also meine Top 15 des Jahres.

 

 

15. The Night Comes For Us – Timo Tjahjanto

Indonesischer Actionkracher aller erster Güte ohne nennenswerten oder relevanten Plot, dafür  zweifellos einer der vielleicht brutalsten Actionfilme, die ich je gesehen habe

 

 

14. The Shape of Water – Guillermo del Toro

Filmischer Eskapismus in Reinform vom Meister der düsteren Märchen, opulent ausgestattet, wunderschön bebildert und fantastisch gespielt.

 

 

13. Mission: Impossible – Fallout – Christopher McQuarrie

Action-Blockbuster des Jahres, rasant, spektakulär, manchmal regelrecht rauschhaft in seiner atemlosen Inszenierung.

 

 

12. Molly´s Game – Aaron Sorkin

Temporeiches, kluges, gewitztes und sehr smart geschriebenes Drama rund um eine außergewöhnliche Frau, deren enorme Zielstrebigkeit beeindruckend ist.

 

 

11. Hereditary – Ari Aster

Mehr Familiendrama als Horror, aber gerade deswegen umso verstörender in seiner Wirkung, wenn Regiedebütant Aster das Grauen einer dysfunktionalen Familie präzise seziert und ins Unermessliche steigert.

 

 

10. Der Hauptmann – Robert Schwentke

Nicht immer leicht zu ertragendes Drama rund um blinde Ergebenheit und falschem Gehorsam, bestechend inszeniert und oftmals wirklich harter Tobak abseits der sonst eher üblichen filmischen Geschichtsbewältigung.

 

 

9. Brawl in Cell Block 99 – S. Craig Zahler

Stoisches Genrekino mit einem massiven Vince Vaughn als Fels in der tosenden Brandung, knochentrocken, brutal, geradlinig wie eine Knastprügelei.

 

 

8. Overlord – Julius Avery

Von mir geradezu frenetisch gefeiertes Genrekino mit ansehnlichem Budget, Exploitation par excellence, kompromisslos, geradlinig, effektiv, aber zugleich auch schmuddelig und kantig.

 

 

7. Annihilation – Alex Garland

Verfilmung des gleichnamigen Science Fiction – Romanes von Jeff VanderMeer und ein tiefer Trip in psychedelische Gefilde, stellenweise buchstäblich mind blowing.

 

 

6. The Endless – Justin Benson & Aaron Moorhead

Eine wahre Perle im Mainstream fernen Independent-Kino, in dieser Form selten zu finden und es ist erstaunlich, was das Regie-Duo aus seinem geringen Budget alles herauszuholen vermag und wie scheinbar unermesslich ihr Einfallsreichtum zu sein scheint.

 

 

5. Roma – Alfonso Cuarón

Wunderschöne, elegische Bilderflut und Kindheitserinnerung in elegantem Schwarz-Weiß, handwerklich schlicht perfekt in seiner Ausführung, lose erzählt und dennoch enorm packend und einnehmend.

 

 

4. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri – Martin McDonagh

Schwarzhumoriges und zugleich bitterböses Drama, wie es so nur McDonagh hätte verwirklichen können, mit Frances McDormand, Sam Rockwell und Woody Harrelson fantastisch besetzt und von starker wie nachhaltiger Wirkung.

 

 

3. Wind River – Taylor Sheridan

Ein wahrer Slowburner, langsam in seinem Aufbau, kalt, fokussiert und atmosphärisch enorm dicht, nur um dann unerwartet knüppelhart auszubrechen.

 

 

2. You Were Never Really Here – Lynne Ramsey

Joaquin Phoenix als träger Koloss Naturgewalt gleich in einem elliptisch angelegten Film, der immerzu Brotkrumen für den Zuschauer auswirft und meisterhaft darin ist, mit visuellen Bruchstücken eine Geschichte von Trauma, Verlust, Wut, Wahnsinn und Schmerz zu erzählen.

 

 

1. Mandy – Panos Cosmatos

Film des Jahres. Sperriges, eigenwilliges, wildes, betörendes, verstörendes, pulsierendes, kompromissloses, aufregendes, wunderschönes, fremdartiges, rauschhaftes, surreales, vibrierendes Heavy Metal – Fantasy – Märchen.