Avenging Force (1986)

13. Januar 2019 at 16:27

 

 

© Cannon Films/Quelle: IMDb

 

 

 

Die ultrarechte Geheimorganisation Pentangle treibt in Louisiana ihr Unwesen und ein besonderer Dorn in ihrem Auge ist der angehende farbige Senator Larry Richards. Eher zufällig besucht diesen sein alter Freund Matt Hunter, seines Zeichens ehemaliger Elitesoldat im Ruhestand. Als es zu einem Anschlag auf Richards und dessen Familie kommt, da schaltet sich Hunter in die Ermittlungen mit ein.

 

Für Avenging Force wird das Trio aus Regisseur Sam Firstenberg und Hauptdarsteller Michael Dudikoff und Steve James nach American Ninja (1985) wiedervereint und zusammen erschaffen die drei einen der neben Runaway Train (1985) und 52 Pick-Up (1986) vielleicht schönsten und stärksten Beiträge aus dem Hause Cannon Films. Sicherlich ist Avenging Force (Night Hunter) keine der aufwendigsten Produktionen von Golan/Globus, doch aber eine der stimmungsvollsten. Trotz des verwaschenen B-Movie-Looks ist der Film erstaunlich rau und düster ausgefallen, es geht durchaus hart zur Sache und so manche Szene gerät recht drastisch und wenig zimperlich. Dazu ist Firstenberg erfahren genug, um ganz genau zu wissen, was ein solcher Streifen braucht und sorgt entsprechend für solide wie knackig in Szene gesetzte Action.

 

Dazu passt das Südstaaten-Setting ganz wunderbar zu den The Most Dangerous Game-artigen Storyelementen, wenn die rechte Bruderschaft The Pentangle in den Sümpfen zur Menschenjagd bläst. Überhaupt The Pentangle: diese widerwärtige Selbstbeweihräucherung, diese Art, wie sie Ängste schüren und Überfremdung propagieren und diese ganz bestimmte Rhetorik, das kommt nur allzu bekannt vor. Außerdem ist es doch mal eine angenehme Abwechslung zum sonst eher generischen Feindbild des 80er Actionfilmes und dreht zum Teil den Klischee-Spieß sogar um, wenn der für Cannon-Filme nicht gerade untypische überschwängliche Patriotismus mal auf der anderen Seite zu verorten ist. Avenging Force ist knackig, kurzweilig und stellenweise überraschend kompromisslos geraten in seiner ganzen Inszenierung, kann den geneigten Fan auch heute noch blendend unterhalten und wartet gegen Ende mit einem wirklich tollen Finale auf. Viel besser wurden Cannon-Filme selten.

 

7 von 10 Menschenjagden im Sumpf