The Blob

2. Juni 2015 at 19:32

 

 

 

The Blob (1958)
The Blob poster Rating: 6.4/10 (14560 votes)
Director: Irvin S. Yeaworth Jr., Russell S. Doughten Jr.
Writer: Theodore Simonson (screenplay), Kay Linaker (screenplay), Irvine H. Millgate (original idea)
Stars: Steve McQueen, Aneta Corsaut, Earl Rowe, Olin Howland
Runtime: 86 min
Rated: NOT RATED
Genre: Horror, Sci-Fi, Thriller
Released: 12 Sep 1958
Plot: An alien lifeform consumes everything in its path as it grows and grows.

 

 

 

„Would you believe me if I told you there was something inside of that rock we found tonight? Something that could wipe out this whole town?“

 

 

 

Eigentlich sollte es ein ganz romantischer Abend werden, im Auto und unter sternenklaren Himmel. Die beiden verliebten Teenager Steve und Jane genießen die Nacht und beobachten einen Meteoritenschauer, doch was sie für eine Sternschnuppe halten, die über einem nahegelegenen Waldstück niedergeht, ist ein außerirdischer Invasor, eine todbringende, gallertartige Masse und scheinbar unzerstörbar, die alles und jeden bei Kontakt absorbiert und dadurch größer und größer wird…

 

Mit dieser Rezension will ich gleichzeitig eine weitere neue Rubrik hier einführen: die Klassiker. Gut, ich gebe zu, einer der ganz großen Klassiker ist Blob – Schrecken ohne Namen (so der deutsche Titel) sicher nicht, aber irgendwie ist es trotzdem einer, stellvertretend für all die vielen typischen B-Movies der 50er Jahre, billig und schnell produziert um die Massen zu begeistern, meist dem Science Fiction-Genre zugeordnet und gern auch mal mit mehr oder weniger subtilen politischen Metaphern aufgeladen. Definitiv ein Bereich der Filmwelt, dem ich große Sympathien entgegen bringe. Damals sowohl von den Zuschauern als auch von der Kritik verrissen, erlangte der Film jedoch relativ schnell seine Fans und hat bis heute in gewissen Kreisen Kultstatus. Vermutlich hat auch Steve McQueen mit dazu beigetragen, der hier kurioserweise noch unter Steven McQueen zu Beginn des Films geführt wird. The Blob war seine erste tragende Hauptrolle und wenige Jahre später sollte er zum absoluten Superstar avancieren. Ironischerweise ist McQueen eine fast schon klassische Fehlbesetzung, spielt er doch im zarten Alter von 28 Jahren einen Teenager, was der Handlung einen gewissen Grad an Unglaubwürdigkeit verleiht, gleichzeitig aber auch einen Teil dieses naiv-trashigen Charmes ausmacht, den der Film verströmt. Natürlich ist der Blob selbst, ein riesiger, roter, glibbriger Wackelpudding, der eine typische amerikanische Kleinstadt terrorisiert, wahrlich nur bedingt dazu geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten, aber viele Szenen des Films laden einfach zum Schmunzeln ein und sind sehr charmant und liebevoll umgesetzt. Zudem ist The Blob eine dieser zahlreichen und wunderbaren Stilblüten der McCarthy-Ära, jener Phase in Amerika, in der hinter jedem Busch eine kommunistische Bedrohung vermutet wurde. Zu dieser Zeit gab es sehr viele solche Filme wie etwa Invasion of the Body Snatchers oder The Thing from Another World, vornehmlich Science Fiction aufgeladen mit ziemlich offensichtlichen politischen Metaphern, und was eignet sich besser zur Versinnbildlichung kommunistischer Gefahren als ein Invasor aus dem All, im Falle des Blobs auch noch eine rote, stetig wachsende und alles verschlingende Masse, die sich überall ausbreitet?

 

The Blob ist kein herausragender Film, aber stellvertretend für all die zahllosen B-Movies der 50er Jahre und mit einem gewissen Kultstatus versehen durchaus ein geeigneter Kandidat für die Rubrik Klassiker. Kein unsterblicher, aber ein sehr charmanter, der durchaus Spaß zu machen weiß.

 

7 von 10 panischen Fluchten aus dem Kino