© 20th Century Fox Dreimal habe ich Logan – The Wolverine im Frühjahr im Kino gesehen und auch danach sollte mich der Film nicht loslassen, kehrten meine Gedanken doch immer wieder zu ihm zurück. Nun steht er bei mir im Regal und wieder sehe ich ihn in sehr kurzer Zeit sehr oft. Und er wird eher noch größer für mich anstatt kleiner zu werden in seiner Faszination. Da schlummert etwas grundlegend Universelles in diesen rund 137 Minuten, dem ich mich einfach nicht entziehen kann. Etwas Erhabenes, das über die gewöhnlichen filmischen Grenzen hinausgeht. Ich kann …
Kategorie: Essays
Wenn der Kinobesuch zur Qual wird
Es ist mal an der Zeit, sich ein oder zwei Dinge von der Seele zu reden. Mittlerweile hasse ich Kino. Harter Satz, ich weiß, und vielleicht missverständlich dazu. Nur um das klar zustellen: damit meine ich den Akt des Kinoganges selbst, nicht, wofür es steht, was es bedeutet, oder gar die Filme, die ich so sehr liebe. Aber es widert mich mehr und mehr an, was daraus geworden ist, aus diesem Ort des Staunens und des Eskapismus. Der konkrete Anlass für diese Worte war ein erneuter, katastrophaler und nur schwer zu ertragender Kinobesuch von Logan, der lediglich …
Der deutsche Genrefilm oder Trivialkultur vs. Hochkultur – eine unnötige Differenzierung
Der deutsche Film taugt nichts. Der deutsche Film ist langweilig. Deutsche Filme schaue ich aus Prinzip nicht. Der deutsche Film schmort nur im eigenen Saft. Der deutsche Film lässt keine neuen Einflüsse mehr zu und zeigt weder den Willen, noch den Mut zur Entwicklung. Der deutsche Film besteht nur aus Tatort, Til Schweiger und Fack Ju Göhte, aus seichter Romantik, hohlem Witz und verbissen umgesetzten Stoffen der ureigenen Historie, Spießertum und Vorabendserie. Bis vor gar nicht so langer Zeit dachte ich in ähnlichen Bahnen, aber gerade im letzten Jahr begann sich diesbezüglich meine Wahrnehmung ein wenig zu …
Das große Videothekensterben oder ein Gefühl, das schleichend verloren ging
Eigentlich gibt es keinen konkreten Anlass für diese Worte, eher nur ein sehr vages Gefühl. Ein Vermissen, das sich sehr schleichend begann zu manifestieren. Ich will auf keinen Fall in die üblichen Parolen abgleiten, die der durchschnittlich frustrierte Kulturpessimist nur allzu gern absondert, aber mir ist in den letzten Jahren etwas Stück für Stück verloren gegangen. Ich bin nur bedingt ein Kind der 80er, obwohl 1980 geboren. Aber ohne einen vierzehn Jahre älteren Bruder, der mir sehr früh Dinge zugänglich machte, die ich sonst nie hätte erfahren können, hätten wohl eher die 90er mein bewusstes Erleben geprägt. So …
