Sweet Sixteen (1983)

11. Juli 2021 at 20:29

 

 

© Century International

 

 

Erst Halloween (1978) und zwei Jahre später dann Friday, the 13th lösten ihrer Zeit eine regelrechte Welle an mal mehr und mal weniger gelungenen Slasher-Streifen aus. Sweet Sixteen von Regisseur Jim Sotos fiel 1983 genau in jene Phase des Genrekinos und wurde dann auch eher als Slasher-Film rezipiert. Folglich ging er in der Masse unter, bediente sich Sotos lediglich einiger Elemente des Slashers, ging grundsätzlich aber spürbar mehr in Richtung Mystery/Psychothriller. Das ist ein wenig schade, bemüht sich Sweet Sixteen doch zumindest darum, auf der erzählerischen Ebene auch noch andere Aspekte aufzugreifen und einen Blick auf die unter der Oberfläche brodelnden Konflikte einer US-amerikanischen Kleinstadt zu werfen.

 

So spielt Sotos die klassischen Motive des Slashers auch gar nicht übermäßig aus und bleibt in der Darstellung eher wenig explizit, ist nicht sonderlich zeigefreudig und arbeitet zum Teil mit Auslassungen in den wenigen Mordszenen. Und bis zu seinem finalen Showdown macht Sweet Sixteen zwar nicht alles, aber doch sehr viel richtig, verzettelt sich dann jedoch in einer Auflösung, die dem gelungenen Aufbau leider so gar nicht gerecht werden kann. Aus dem Nichts kommend und haarsträubend konstruiert wirkt das alles dann, was schade ist, bot der Plot bis dahin eigentlich genügend Anknüpfungspunkte für eine zumindest halbwegs befriedigende Auflösung.

 

6 von 10 Mal blutige 16 werden