The House of Horrorctober #2: The House of the Devil

6. Oktober 2017 at 17:37

 

 

© MPI Media Group/Dark Sky Films

 

 

The House of the Devil versteht sich in erster Linie als Hommage, als Liebeserklärung und als Verbeugung vor den klassischen Horror B-Movies der späten 70er und 80er Jahre. Mit diesem Wissen im Hinterkopf funktioniert der Film dann auch wunderbar innerhalb seiner Nische. Die Atmosphäre ist dicht und spannend, auch wenn oder gerade weil  die Story nur sehr langsam in Schwung kommt. Der Film ist zwar durch und durch nostalgisch, aber keineswegs altbacken, er orientiert sich klar an seinen Vorbildern, die Story spielt auch in den 80ern und sogar die Bildqualität ist dem VHS-Niveau dieser Zeit nachempfunden, kopiert all das aber nicht einfach nur, sondern fügt eigene Elemente mit ein… Das schrieb ich vor nun beinahe schon drei Jahren hier in diesem Blog über eben jenen Film von Ti West, welchen ich seitdem tatsächlich nicht wieder gesehen habe. Zeit das zu ändern, dachte ich mir, und was würde sich für einen stimmungsvollen, leisen, aber atmosphärisch dichten Horrorthriller besser anbieten als diese stürmische Jahreszeit und als letzter Anreiz noch The House of Horrorctober? Draußen ist es dunkel, der Wind tobt durch kahler werdende Bäume und der Regeln prasselt gegen die Scheibe. Perfekt. Oben zitierte Worte würde ich heute übrigens immer noch unterschreiben. Leider muss ich feststellen, dass The House of the Devil oft schlechter in der allgemeinen Kritik wegkommt, als er tatsächlich ist, bloß weil möglicherweise bestimmte Erwartungshaltungen nicht erfüllt werden und die Dramaturgie als zu langsam empfunden wird. Das finde ich immer etwas schade, denn wenn man sich auf das zurückhaltende Erzähltempo einlässt, dann wird man auch dafür entlohnt.