Hyena (2014)

    © Number 9 Films/Film4 Productions       Gerard Johnson. Ein Name, der mir vor Hyena nicht wirklich ein Begriff war. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Seit Kill List von Ben Wheatley hat mich kein anderer britischer Genrefilm mehr derart packen und begeistern können – und der Vergleich liegt keineswegs bloß an Neil Maskell und MyAnna Buring. Aber auch die Filme von S. Craig Zahler kommen mir da ebenso in den Sinn wie Good Time und Uncut Gems von den Safdie-Brüdern. Sie alle vereint eine ganz bestimmte Art von fiebriger Dringlichkeit, welche auch Hyena auszeichnet.   Johnson …

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The Irishman (2019)

    © Netflix/Quelle: IMDb       „I heard you paint houses.“       Bereits die einleitende Szene von The Irishman gibt die Richtung vor: eine elegante Plansequenz durch die Flure eines Altersheimes lässt Scorseses Ansinnen erahnen. Ein letztes großes Abschied nehmen, die ultimative Bilanz, ein Schlussstrich, ein Requiem… einen solchen Film werden wir wohl nicht nochmal erleben. Weder von ihm, noch von seinen Hauptdarstellern. Die verschachtelte Erzählstruktur, die monumentale Laufzeit, die ganz bewusste Entschleunigung, der Cast: beinahe alles wirkt aus der Zeit gefallen. Zu teuer für ein solches Projekt, zu unkonventionell, nicht zeitgemäß, altmodisch sind die Schlagworte …

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