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Zitat des Tages

13. Mai 2015 at 22:48

 

 

 

„The chain in those handcuffs is high-tensile steel. It’d take you ten minutes to hack through it with this. Now, if you’re lucky, you could hack through your ankle in five minutes. Go.“

 

 

 

 

Eternal Sunshine of the Spotless Mind (Vergiss mein nicht!)

10. Mai 2015 at 15:40

 

 

 

Eternal Sunshine of the Spotless Mind (2004)
Eternal Sunshine of the Spotless Mind poster Rating: 8.4/10 (561,264 votes)
Director: Michel Gondry
Writer: Charlie Kaufman (story), Michel Gondry (story), Pierre Bismuth (story), Charlie Kaufman (screenplay)
Stars: Jim Carrey, Kate Winslet, Gerry Robert Byrne, Elijah Wood
Runtime: 108 min
Rated: R
Genre: Drama, Romance, Sci-Fi
Released: 19 Mar 2004
Plot: When their relationship turns sour, a couple undergoes a procedure to have each other erased from their memories. But it is only through the process of loss that they discover what they had to begin with.

 

 

 

“How happy is the blameless vestal’s lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Each pray’r accepted, and each wish resign’d.”

 

 

 

Obwohl Joel und Clementine kaum unterschiedlicher sein könnten, er schüchtern, introvertiert und eher rational veranlagt, sie impulsiv, spontan, ein bisschen verrückt und manchmal etwas launenhaft, sind sie seit zwei Jahren ein Paar mit allen Höhen und Tiefen. Bis Clementine Joel nach einem Streit verlässt, endgültig und mit aller Konsequenz, lässt sie sich doch von Dr.Mierzwiack durch dessen neuartige Methode sämtliche Erinnerungen an ihn aus dem Gedächtnis löschen. Als Joel davon erfährt, bricht seine Welt vollends zusammen, wollte er sie doch eigentlich noch um eine zweite Chance bitten, und jetzt erkennt sie ihn nicht einmal mehr. Erst ungläubig, dann verletzt und wütend, will er es ihr gleich tun und sucht seinerseits Dr. Mierzwiack auf, um Clementine ebenfalls für immer zu vergessen. Während dieser Prozedur der Löschung seiner Erinnerung an sie durchlebt er viele Momente ihrer gemeinsamen zwei Jahre erneut und muss erkennen, dass er sie eigentlich gar nicht vergessen will und dass er sie immer noch liebt, doch es ist ihm nicht möglich, sich bemerkbar zu machen und den Prozess aufzuhalten…

 

Eternal Sunhine of the Spotless Mind – welch wundervoller Titel, vor allem in Bezug auf das eingangs zitierte Gedicht Eloisa to Abelard von Alexander Pope, aus dem diese Zeilen stammen. Lässt der deutsche Titel dagegen – Vergiss mein nicht! – doch nur wieder eine weitere oberflächliche, dümmliche und kitschige Liebesgeschichte der Marke Hollywood erwarten, könnte man damit kaum weiter daneben liegen. Auch Jim Carrey in der Hauptrolle lässt nur falsche Vermutungen anstellen und führt in eine völlig verkehrte Richtung. Der Mann hat schon mehrfach bewiesen, dass er sehr viel mehr kann als nur Grimassen ziehen, man denke da nur an The Truman Show oder Man on the Moon, in denen er eindrucksvoll sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellt, es gerät nur allzu gern in Vergessenheit. Kate Winslet? Es hat vielleicht auch jetzt noch nicht jeder mitbekommen, dass sie sich inzwischen zu einer wirklich tollen Schauspielerin entwickelt hat, 2004 aber sicher kaum jemand. Viele Vorzeichen verweisen also in eine völlig falsche Richtung, könnten unter Umständen sogar abschreckend wirken, drängt sich doch ein bisschen der Verdacht auf, es hier nur mit einer weiteren geistlosen romantischen Komödie zutun zu haben. Stattdessen aber ist Eternal Sunshine of the Spotless Mind eine wunderschöne und zutiefst berührende Geschichte über Lieben und Entlieben, über Vergessen und Erinnern, darüber, was uns als Menschen ausmacht und was uns zu den Menschen gemacht hat, die wir sind.

 

 

 

„You look at a baby, and it’s so pure and so free and so clean. And adults are, like, this mess of sadness…and… phobias.”

 

 

 

Drehbuchautor Charlie Kaufmann und Regisseur Michel Gondry sind ein traumhaftes Team, wie sie Joel´s Innenleben zum Ausdruck bringen, seine Gedanken, Gefühle, Träume, Hoffnungen, Wünsche, Ängste und Erinnerungen, so plastisch, so nachvollziehbar und so surreal zugleich, das ist ohne jeden Zweifel meisterhaft. Charlie Kaufman ist sowas wie der Drehbuchgott für Independent-Regisseure und nicht gerade bekannt dafür, Geschichten zu schreiben, welche die breite Masse der Kinogänger begeistern, dafür sind die von ihm verarbeiteten Ideen einfach zu verrückt. Drehbücher zu Filmen wie Being John Malkovich oder Adaption und eben auch Eternal Sunshine of the Spotless Mind sind skurril, abgedreht und verschachtelt, aber eben auch immer sehr präzise und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Mittelwege oder Kompromisse gibt es bei Kaufman nicht, er biedert sich keinem Publikum an, das seine Ideen ohnehin nicht nachvollziehen könnte, dem ist er sich durchaus bewusst, auch dem, dass er aneckt, aber es ist ihm vollkommen gleichgültig. Geschichten für den Mainstream überlässt er bereitwillig anderen. In dem Franzosen Michel Gondry hat er für Eternal Sunshine of the Spotless Mind einen Regisseur an der Seite, der es ganz wunderbar versteht, wo Kaufman mit seinen Geschichten hin will und das dann auch noch in wunderschön berauschende Bilder zu übersetzen weiß. Die Zusammenarbeit der beiden war zwar nach einer Reihe von Musikvideos sein erster Spielfilm, aber bereits hier zeigt sich diese enorme Verspieltheit in der Inszenierung, die spätere Filme wie Science of Sleep, Be Kind Rewind oder Der Schaum der Tage auszeichnen.

 

Eternal Sunshine of the Spotless Mind ist dann auch schlicht und ergreifend großartig inszeniert, mit wahnsinnig viel Gespür für Details und vor allem auch für Stimmungen. Obwohl die Story nicht chronologisch erzählt wird, hat man zu jeder Zeit in den einzelnen Szenen das Gefühl, nur anhand der jeweiligen Stimmung genau zu wissen, in welchem Stadium sich die Beziehung von Joel und Clementine gerade befindet. Ein großer Teil des Films spielt in Joel´s Kopf, in seiner Gedankenwelt, seinen Erinnerungen, aber eben nicht alles, ein kleiner Subplot wird parallel dazu in der Realität erzählt, aber immer wieder vermischen sich diese verschiedenen Erzählstränge. Das Gefüge der Bewusstseinsebenen ist chaotisch, Wirklichkeit, Träume, Erinnerungen und Rückblenden verwischen zu einem großen Ganzen, Personen werden scheinbar willkürlich hin und her teleportiert und tauchen plötzlich an Orten auf, an denen sie gar nicht sein können, Gesichter verblassen zusehends oder verschwinden gleich ganz, die Bild – und Tonspuren werden häufig voneinander abgekoppelt, man sieht das eine, hört aber etwas völlig anderes, Joel wechselt in seinem Kopf Raum und Zeit nach Belieben, er wandelt wie Alice durch das Wunderland seiner Erinnerungen. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der völlige Verzicht auf CGI, das heißt es gibt nicht einen einzigen computeranimierten Effekt in Eternal Sunshine of the Spotless Mind. Angesichts der ungewöhnlichen und enorm kreativen Inszenierung ist das absolut verblüffend, aber diese Flut von Bildern wird tatsächlich ganz altmodisch und von Hand zum Leben erweckt, was den Film dann auch seinen ganz eigenen, seltsam entrückten Charme haben lässt und einfach ganz wunderbar ins Gesamtbild passt.

 

 

 

„ What a loss to spend that much time with someone, only to find out that she’s a stranger.”

 

 

 

So wie die Chemie zwischen Charlie Kaufman und Michel Gondry hinter der Kamera absolut stimmig ist, so magisch ist sie vor der Kamera zwischen Jim Carrey und Kate Winslet. Sie verkörpern Joel und Clementine mit all ihren kleinen Macken und Fehlern so wunderbar authentisch, sie wirken herrlich echt und aus dem Leben gegriffen, sind menschlich durch und durch und man kann sich auch ein bisschen wiedererkennen in den beiden. Genau das macht Eternal Sunshine of the Spotless Mind erfrischend anders und gänzlich frei von Kitsch, so kann der Film überhaupt erst richtig funktionieren, denn das schafft großes Identifikationspotential. Joel und Clementine sind eben kein sonst so typisch und oberflächlich gezeichnetes Paar, wie man es doch oft aus Hollywood und seinen romantischen Komödien gewohnt ist. Sie sind nicht besonders interessant oder besonders schön, sie sind nicht reich, haben keine schicken Wohnungen und keine tollen Autos, sie sind absolut durchschnittlich mit all ihren Wünschen und Träumen, ihren Ängsten und Sorgen und ihrem Schmerz

 

Eternal Sunshine of the Spotless Mind ist ein wirklich grandioser Film, wunderschön und berührend umgesetzt, ohne dabei auch nur eine Sekunde lang kitschig zu sein. Er ist charmant, witzig, traurig, komplex, anspruchsvoll und befremdlich zugleich, sprudelt nur so über vor hemmungslos kreativen und verrückten Ideen und Einfällen und seine nicht chronologische Erzählstruktur zwingt den Zuschauer zu einem gewissen Maß an Aufmerksamkeit. Ein Plädoyer für das Erinnern, das bewusste Erinnern, und gegen das Vergessen, denn nichts ist nur gut oder nur schlecht, und all diese Dinge, all unsere Erlebnisse machen uns zu genau den Menschen, die wir heute sind. Sie sind ein Teil von uns, die guten und schlechten Erinnerungen, das werden sie immer sein und jede von ihnen hat ihre Berechtigung. Jeder halbwegs denkende und fühlende Mensch sollte Eternal Sunshine of the Spotless Mind mal gesehen haben.

 

10 von 10 gelöschten Erinnerungen

 

 

 

 

 

Meine zehn liebsten Italowestern

7. Mai 2015 at 18:40

 

 

 

„You see, in this world there’s two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig.“

 

 

 

Heute also endlich die vor geraumer Zeit von mir angekündigte Liste mit meinen zehn liebsten Italowestern. Das war nicht die einfachste Geburt, hauptsächlich bedingt durch Kopfzerbrechen und Zeitmangel. Kopfzerbrechen, weil ich dieses recht spezielle Genre wirklich sehr mag und sich im Laufe der Jahre doch so einige Vertreter des Italowestern bei mir angesammelt haben, die ich wirklich gut kenne, so dass mir das Abwägen der einzelnen Platzierungen und Erstellen dieser Liste nicht immer leicht fiel. Und der Zeitmangel…. naja, ihr kennt das ja. Der Italowestern, dessen Hochphase nur etwa von 1965 bis 1970 andauerte und danach bereits wieder abebbte, dafür aber in diesem Zeitraum enorm produktiv war und wirklich unzählige Vertreter jeglicher Qualität hervorbrachte, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom klassischen amerikanischen Western. Meist ist er düsterer und zynischer, dreckiger und vor allem auch blutiger. Strahlende Heldenfiguren gibt es hier für gewöhnlich keine, meist nur sehr ambivalente Charaktere und Gerechtigkeitssinn und selbstloses Handeln der Figuren in den amerikanischen Western sind hier entweder im Heldencharakter gerade nur zu erahnen oder weichen ganz Habgier und Eigennutz. Vornehmlich Rache oder auch das Streben nach Geld sind eher als Motive zu finden und die vermeintlichen Heldenfiguren halten sich oft aus moralischen Konflikten heraus, wenn sich diese nicht mit ihrer Antriebsfeder decken. Oft als B-Movies wahrgenommen, eröffnete das jedoch den Machern ganz andere Möglichkeiten soziale und gesellschaftliche Missstände anzuprangern und zu thematisieren, was sich bei vielen Italowestern mal subtiler, mal plakativer tatsächlich auch so finden lässt. So, genug davon, hier sind sie also, meine zehn liebsten Italowestern…

 

 

 

10.

A Professional Gun (1968)
A Professional Gun poster Rating: 7.3/10 (2,295 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Giorgio Arlorio (story), Adriano Bolzoni, Sergio Corbucci, Franco Solinas (story), Sergio Spina, Luciano Vincenzoni (story)
Stars: Franco Nero, Jack Palance, Tony Musante, Giovanna Ralli
Runtime: 110 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy, Western
Released: 29 Aug 1968
Plot: While a Mexican revolutionary lies low as a U.S. rodeo clown, the cynical Polish mercenary who tutored the idealistic peasant tells how he and a dedicated female radical fought for the soul...

 

 

 

9.

A Bullet for the General (1966)
A Bullet for the General poster Rating: 7.2/10 (2,446 votes)
Director: Damiano Damiani
Writer: Salvatore Laurani (story), Franco Solinas (adaptation)
Stars: Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Martine Beswick, Lou Castel
Runtime: 115 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Sep 1968
Plot: A band of Mexican gun-runners employed by a revolutionary general lure an American mercenary into joining their gang, unaware that he is targeting their general.

 

 

 

8.

Gunlaw (1967)
Gunlaw poster Rating: 7.2/10 (1,863 votes)
Director: Tonino Valerii
Writer: Ron Barker (based on the novel "Der tod Ritt Dienstags" by), Ernesto Gastaldi (screenplay), Tonino Valerii (screenplay), Renzo Genta (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Walter Rilla, Christa Linder
Runtime: 95 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Nov 1969
Plot: Amiable, unassertive Scott Mary picks up the trash, cleans the toilets, sweeps the floors in the town of Clifton. Then a gunfighter comes to town. He offers advice and guidance to Scott who...

 

 

 

7.

Death Rides a Horse (1966)
Death Rides a Horse poster Rating: 7.2/10 (4,042 votes)
Director: Giulio Petroni
Writer: Luciano Vincenzoni (script)
Stars: Lee Van Cleef, John Phillip Law, Mario Brega, Luigi Pistilli
Runtime: 114 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 31 Aug 1967
Plot: In the Old West a little boy witnesses the murder of his family by gunmen and grows up with plans to track them all down, and kill them.

 

 

 

6.

A Fistful of Dollars (1964)
A Fistful of Dollars poster Rating: 8.1/10 (115,938 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Adriano Bolzoni (story), Víctor Andrés Catena (story), Sergio Leone (story), Víctor Andrés Catena (screenplay), Jaime Comas Gil (screenplay), Sergio Leone (screenplay)
Stars: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy
Runtime: 99 min
Rated: R
Genre: Action, Western
Released: 18 Jan 1967
Plot: A wandering gunfighter plays two rival families against each other in a town torn apart by greed, pride, and revenge.

 

 

 

5.

Django (1966)
Django poster Rating: 7.3/10 (16,599 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Sergio Corbucci (story), Bruno Corbucci (story), Sergio Corbucci (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (dialogue), Bruno Corbucci (dialogue), Franco Rossetti (screenplay), José Gutiérrez Maesso (screenplay), Piero Vivarelli (screenplay)
Stars: Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez
Runtime: 92 min
Rated: UNRATED
Genre: Action, Western
Released: 1 Dec 1966
Plot: A coffin-dragging gunslinger enters a town caught between two feuding factions, the KKK and a gang of Mexican Bandits. That man is Django, and he is caught up in a struggle against both parties.

 

 

 

4.

Once Upon a Time in the West (1968)
Once Upon a Time in the West poster Rating: 8.6/10 (179,968 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Sergio Leone (screenplay), Sergio Donati (screenplay), Dario Argento (from a story by), Bernardo Bertolucci (from a story by), Sergio Leone (from a story by), Mickey Knox (dialogue: English version)
Stars: Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards, Charles Bronson
Runtime: 175 min
Rated: PG-13
Genre: Western
Released: 1968-12-21
Plot: Epic story of a mysterious stranger with a harmonica who joins forces with a notorious desperado to protect a beautiful widow from a ruthless assassin working for the railroad.

 

 

 

3.

The Great Silence (1968)
The Great Silence poster Rating: 7.8/10 (8,629 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Mario Amendola (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (screenplay), Vittoriano Petrilli (screenplay)
Stars: Jean-Louis Trintignant, Klaus Kinski, Frank Wolff, Luigi Pistilli
Runtime: 105 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 19 Nov 1968
Plot: A mute gunslinger faces off against a gang of bounty hunters in the great blizzard of 1899, and a grim, tense struggle unfolds.

 

 

 

2.

The Big Gundown (1966)
The Big Gundown poster Rating: 7.4/10 (3,206 votes)
Director: Sergio Sollima
Writer: Franco Solinas (story), Fernando Morandi (story), Sergio Donati (screenplay), Sergio Sollima (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Tomas Milian, Walter Barnes, Nieves Navarro
Runtime: 110 min
Rated: Approved
Genre: Western
Released: 1966-11-29
Plot: Unofficial lawman John Corbett hunts down Cuchillo Sanchez, a Mexican peasant accused of raping and killing a 12-year-old girl.

 

 

 

1.

The Good, the Bad and the Ugly (1966)
The Good, the Bad and the Ugly poster Rating: 8.9/10 (421,579 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Luciano Vincenzoni (story), Sergio Leone (story), Agenore Incrocci (screenplay), Furio Scarpelli (screenplay), Luciano Vincenzoni (screenplay), Sergio Leone (screenplay), Mickey Knox (English version by)
Stars: Eli Wallach, Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Aldo Giuffrè
Runtime: 161 min
Rated: Not Rated
Genre: Western
Released: 1966-12-23
Plot: A bounty hunting scam joins two men in an uneasy alliance against a third in a race to find a fortune in gold buried in a remote cemetery.

 

 

 

 

 

 

 

 

Blue Ruin

3. Mai 2015 at 15:34

 

 

 

Blue Ruin (2013)
Blue Ruin poster Rating: 7.1/10 (28,389 votes)
Director: Jeremy Saulnier
Writer: Jeremy Saulnier
Stars: Macon Blair, Devin Ratray, Amy Hargreaves, Kevin Kolack
Runtime: 90 min
Rated: R
Genre: Crime, Drama, Thriller
Released: 9 Jul 2014
Plot: A mysterious outsider's quiet life is turned upside down when he returns to his childhood home to carry out an act of vengeance. Proving himself an amateur assassin, he winds up in a brutal fight to protect his estranged family.

 

 

 

„That’s how this works, man. The one with the gun gets to tell the truth.”

 

 

 

Die Ermordung seiner Eltern Jahre zuvor hat Dwight aus der Bahn geworfen. Er ist abgetaucht und hat seiner Schwester den Rücken gekehrt, streift mehr oder weniger als Vagabund durch das Land, ist meistens obdachlos. Ein abgewrackter und ungepflegter Herumtreiber, der in einem alten und rostigen Pontiac am Strand haust, den er liebevoll „blue ruin“ nennt, und von dem lebt, was so kommt, was er so findet, mal bricht er in die Häuser von Leuten ein, die gerade verreist sind, mal sammelt er Flaschen, mal durchwühlt er Mülltonnen nach Essensresten. Als Dwight erfährt, dass der Mörder seiner Eltern nach 20 Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, ändert sich sein bisheriges Leben. Er macht seinen Pontiac wieder fahrtüchtig und wartet vor den Gefängnistoren auf den Mann, der seine Familie zerstört hat um sich an ihm zu rächen, noch nicht ahnend, was für eine Spirale der Gewalt er damit lostreten wird….

 

Auf Blue Ruin bin ich nur zufällig aufmerksam geworden und ich muss sagen: der Film ist ein absoluter Geheimtipp in seinem Genre, ein bemerkenswerter Film, der einiges anders macht als ähnlich ausgerichtete Vertreter des Rachethrillers. Regisseur Jeremy Saulnier erzählt seine Geschichte sehr ruhig und unaufgeregt und legt Blue Ruin viel mehr als Drama denn als Thriller an. Sein Film kommt völlig ohne die sonst üblichen Klischees und Übertreibungen aus, was der Spannung aber überhaupt keinen Abbruch tut. Eher das Gegenteil ist der Fall, denn Dwight ist ein ganz normaler Typ von der Straße, wie jeder von uns einer sein könnte, er ist kein Ex-Soldat oder Ex-Cop, kein abgebrühter oder harter Kerl, er hat keine Erfahrung mit Waffen oder mit Gewalt, ist niemand der das Kämpfen oder gar Töten mal gelernt hat. Dadurch ist die Distanz des Zuschauers zum Protagonisten viel geringer und ermöglicht mehr Identifikation mit der Hauptfigur. Dwight hat nicht wirklich auch nur einen Hauch von Ahnung, was er da eigentlich genau tut und vor allem wie er es tun sollte, er hat lediglich ein unbedingtes Ziel. Er wirkt planlos und handelt oft unbesonnen und impulsiv, manchmal regelrecht stümperhaft, manchmal instinktiv genau richtig, manchmal hat er einfach nur Glück. Mit dem Umstand, dass Dwight eben kein Profi ist und auch nicht plötzlich zu einem solchen mutiert, wie es in vergleichbaren Filmen ja oft der Fall ist (man denke da nur an den zwar guten, in diesem Punkt aber auch wahnsinnig haarsträubenden Death Sentence mit Kevin Bacon), hält fast schon automatisch auch eine gehörige Portion schwarzer Humor Einzug in den Film, denn unser Held gerät mehr als einmal in geradezu absurd anmutende Situationen in denen gelegentlich sogar ein klein wenig Slapstick aufblitzt. An solchen Stellen erinnert Blue Ruin gerne mal an die Werke der Coen – Brüder, Fargo oder Blood Simple kommen einem da in den Sinn, Durchschnittsmenschen in Extremsituationen. Und während der jeweils sehr kurzen und pointierten Gewaltausbrüche schreckt Saulnier auch vor extrem blutigen Bildern nicht zurück, stellenweise war ich da tatsächlich etwas erstaunt angesichts des Grades der Gewalt, der einem hier gelegentlich kredenzt wird.

 

 

 

„That’s what bullets do.”

 

 

 

Erwähnen muss man auf jeden Fall noch die wirklich herausragende Leistung des zumindest mir bisher völlig unbekannten Macon Blair in der Hauptrolle. Wie er Dwight spielt, das ist zweifellos beeindruckend, lässt er doch unter der wortkargen und beinahe sprachlosen Oberfläche des menschenscheuen Außenseiters immer wieder eine enorme Charaktertiefe aufblitzen, manchmal nur mit einem Blick. Angst, Wut, Schmerz, all die Paletten dieser filmgewordenen Tour de Force beherrscht er absolut überzeugend, viele Worte braucht er nicht, um auszudrücken, was in ihm vorgeht. Das alles in Kombination mit der zurückhaltenden Inszenierung von Saulnier ergibt eine schnörkellose und auf das absolute Minimum reduzierte Filmperle, die vor allem dadurch herausragt, dass sie eben keine Klischees bedient. Blue Ruin ist ruhiges, wendungsreiches, blutiges wie visuell bestechendes Genre-Kino, welches eher von seiner ungewöhnlichen Inszenierung lebt als von der Action. Wie eingangs bereits erwähnt: ein absoluter Geheimtipp und jedem zu empfehlen, der dem Genre Rachetriller/Drama etwas abgewinnen kann und mal einen etwas anderen Film sehen möchte.

 

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