© Netflix „Kevin, stop it!“ Manchmal gibt es Filme, die verdienen deutlich mehr Aufmerksamkeit, als sie tatsächlich bekommen. I Don´t Feel at Home in This World Anymore ist ein perfektes Beispiel dafür, fristet er sein Dasein doch schrecklich unter dem Radar. Obwohl das Regiedebüt des Schauspielers und Drehbuchautors Macon Blair (Blue Ruin, Hold the Dark) aus einer Ecke des amerikanischen Genrekinos kommt, welche ich einigermaßen zu kennen glaubte, hatte ich bis vor kurzem keine Ahnung von dessen Existenz. Der Einfluss der Arbeiten von Jeremy Saulnier (Blue Ruin, Green Room, Hold the Dark) …
Autor: Maik Hahn
Shut Up and Play the Hits (2012)
©Oscilloscope/Pulse Films „If it´s a funeral… let´s have the best funeral ever.“ 2011 kommt James Murphy auf dem Höhepunkt seiner Karriere zu der Entscheidung, aufzuhören. Schluss zu machen. Keine neuen Songs mehr, keine Konzerte, kein LCD Soundsystem. Bloß noch eine einzige rauschhafte Nacht im Madison Square Garden vor 20.000 Menschen, dreieinhalb Stunden lang, eine letzte große Verbeugung vor Fans wie Wegbegleitern und langjährigen Freunden gleichermaßen. Die Dokumentation von Will Lovelace und Dylan Southern (No Distance Left to Run, 2010) ist nicht nur während des Konzertes immer sehr nah an Murphy dran, sondern folgt ihm …
Hyena (2014)
© Number 9 Films/Film4 Productions Gerard Johnson. Ein Name, der mir vor Hyena nicht wirklich ein Begriff war. Das hat sich inzwischen grundlegend geändert. Seit Kill List von Ben Wheatley hat mich kein anderer britischer Genrefilm mehr derart packen und begeistern können – und der Vergleich liegt keineswegs bloß an Neil Maskell und MyAnna Buring. Aber auch die Filme von S. Craig Zahler kommen mir da ebenso in den Sinn wie Good Time und Uncut Gems von den Safdie-Brüdern. Sie alle vereint eine ganz bestimmte Art von fiebriger Dringlichkeit, welche auch Hyena auszeichnet. Johnson …
Tenet (2020)
© Warner Bros. Pictures/Quelle: IMDb „What´s happened, happened.“ Im Spätsommer eines in nahezu jeglicher Hinsicht vergessenswerten Jahres sollte Tenet die Kinokultur retten. Eine wahrlich übergroße Bürde und kaum zu stemmen. Vielleicht nicht die besten Voraussetzungen für ein derart ehrgeiziges Projekt. Aber allein der Versuch, ein solches High Concept-Kino auf die Leinwand zu bringen, den kann ich kaum anders als mindestens zu respektieren. Wahnsinnig ambitioniert, vielleicht zu ambitioniert, aber vermutlich niemand sonst hätte Tenet genau so machen können. Immer auch in dem Wissen, damit scheitern zu können. Don´t try to understand. Feel it. Diese …
