Kaum zu glauben, dass Regisseur James Foley (Fear, The Corruptor) nach einem solchen Geniestreich wie Glengarry Glen Ross 25 Jahre später Fifty Shades of Grey drehen sollte, aber vermutlich liegt die Genialität viel mehr im Drehbuch aus der Feder von David Mamet (Ronin, Wag the Dog, Spartan) begründet. Glengarry Glen Ross entpuppt sich schnell als bitterböse Parabel auf den so oft beschworenen amerikanischen Traum und als eine pointierte Abrechnung mit dem Neoliberalismus. Ein düsteres Stück Fiktion, welches mehr mit unser heutigen Realität gemein hat, als man eventuell glauben mag, und auch dieser Tage noch von bestechender Relevanz …
Schlagwort: Al Pacino
The Irishman (2019)
© Netflix/Quelle: IMDb „I heard you paint houses.“ Bereits die einleitende Szene von The Irishman gibt die Richtung vor: eine elegante Plansequenz durch die Flure eines Altersheimes lässt Scorseses Ansinnen erahnen. Ein letztes großes Abschied nehmen, die ultimative Bilanz, ein Schlussstrich, ein Requiem… einen solchen Film werden wir wohl nicht nochmal erleben. Weder von ihm, noch von seinen Hauptdarstellern. Die verschachtelte Erzählstruktur, die monumentale Laufzeit, die ganz bewusste Entschleunigung, der Cast: beinahe alles wirkt aus der Zeit gefallen. Zu teuer für ein solches Projekt, zu unkonventionell, nicht zeitgemäß, altmodisch sind die Schlagworte …
Once Upon a Time… in Hollywood (2019)
© Sony Pictures Releasing/Quelle: IMDb „Hey! You’re Rick fucking Dalton. Don’t you forget it.“ Rick Dalton ist zwar Schauspieler der alten Garde, befindet sich Ende der 60er allerdings auf dem absteigendem Ast und bekommt vermehrt nur noch Angebote als Bösewicht für das Fernsehen und kaum noch als Held für das große Kino. Nur widerwillig nimmt er zusammen mit seinem Freund und Stuntman Cliff Booth ein Angebot für einige italienische Exploitation-Filme an, doch nach ihrer Rückkehr aus Rom kommt es zu einer verhängnisvollen Begegnung mit einigen Mitgliedern der Manson Family. Once upon …
