© Wild Bunch „You have to make the right choice. As long as you don’t choose, everything remains possible.“ Im Jahr 2092 hat die Menschheit den Tod überwunden. Der 118 Jahre alte Nemo Nobody blickt als letzter sterblicher Mensch zurück auf sein Leben, kann sich aber nur noch schwerlich an Einzelheiten erinnern: alles beginnt mit der Trennung seiner Eltern und plötzlich steht der neunjährige Nemo vor der folgenschweren Entscheidung bei seinem Vater zu bleiben oder mit seiner Mutter fortzugehen. Rot. Gelb. Blau. Wasser. Regen. Ein Blatt im Wind. Ein Schmetterling. Ein …
Kategorie: Review
Mud
„There are things you can get away with in this world and there are things you can´t.” Bis vor einiger Zeit war ich nicht unbedingt das, was man als Mitglied des Matthew McConaughey-Fanclubs hätte bezeichnen können. Ich mochte seine Filme nicht, ich mochte ihn nicht. Zu glatt, zu schmierig, zu viel Müll, zu viele uninspirierte, seichte und seelenlose Komödien. Erst Killer Joe, den ich für maßlos unterschätzt halte, ließ mich aufhorchen. Seinen Auftritt in The Wolf of Wall Street fand ich, so kurz er war, grandios, spielt er hier doch DiCapario mühelos an die Wand. Mein …
Mute (2018)
© Netflix Im Berlin des Jahres 2052 macht sich der seit seiner Kindheit stumme Barkeeper Leo auf die Suche nach seiner großen Liebe Naadirah, die plötzlich verschwunden ist. Auf seiner Reise durch das nächtliche Treiben trifft er auf allerhand skurriler Figuren, darunter auch die beiden amerikanischen Militär-Chirurgen Cactus Bill und Duck, die vielleicht etwas mit dem verschwinden von Naadirah zu tun haben könnten. Ich war wirklich gespannt auf diesen Film: Duncan Jones als Regisseur eines Cyber Punk-Thrillers im Berlin der Zukunft, der sich mit diesem Stoff eine lang gehegte Herzensangelegenheit erfüllen durfte. Herzblut allerdings …
Night Moves (1975)
© Warner Bros. Pictures/Quelle: IMDb „Who’s winning? – Nobody. One side is just losing slower than the other.“ Als Privatdetektiv befasst sich Harry Moseby überwiegend mit untreuen Ehepartnern. Da kommt ihm der Fall einer jugendlichen Ausreißerin ganz gelegen. Doch je weiter seine Ermittlungen voran schreiten, umso komplizierter und undurchsichtiger scheint der Fall zu werden. Point of view. Alles ist eine Frage der Perspektive, der Wahrnehmung, aber auch der Verzerrung. Auf den ersten Blick könnte man Arthur Penns Night Moves für einen typischen Neo-Noir seiner Zeit halten. Doch hinter der vermeintlichen Detektiv-Story …
