Erst Halloween (1978) und zwei Jahre später dann Friday, the 13th lösten ihrer Zeit eine regelrechte Welle an mal mehr und mal weniger gelungenen Slasher-Streifen aus. Sweet Sixteen von Regisseur Jim Sotos fiel 1983 genau in jene Phase des Genrekinos und wurde dann auch eher als Slasher-Film rezipiert. Folglich ging er in der Masse unter, bediente sich Sotos lediglich einiger Elemente des Slashers, ging grundsätzlich aber spürbar mehr in Richtung Mystery/Psychothriller. Das ist ein wenig schade, bemüht sich Sweet Sixteen doch zumindest darum, auf der erzählerischen Ebene auch noch andere Aspekte aufzugreifen und einen Blick auf …
Schlagwort: Horror
Army of the Dead (2021)
Viva Las Vegas. Wagner und Elvis. Die Dekonstruktion einer im Grunde schon lange toten Stadt, eines Mythos, der Traum vom schnellen Geld, im grellen Neonlicht verrottend. Zack Snyder polarisiert, keine Frage. Zwischen Liebe und Hass scheint es da wenig Spielraum zu geben. Ich für meinen Teil mag einige seiner Filme, einen liebe ich und mit anderen wiederum kann ich wenig bis gar nichts anfangen. Snyder versteht sich selbst als eindeutig visuellen Filmemacher, der lieber über die Kraft der Bilder mit dem Zuschauer kommuniziert. Das gilt natürlich auch für Army of the Dead, für welchen er nicht …
The Gate (1987)
Alles beginnt mit einem Albtraum, geboren aus den unterbewussten Ängsten eines Kindes. Ängste, welche wir alle in irgendeiner Form und Gestalt kennen und erlebt haben. Das macht The Gate von Regisseur Tibor Takács so faszinierend für mich: sein erstaunliches Gespür für die mitunter diffusen Gefühlswelten eines Kindes, sein aufrichtiges Interesse an all den kleinen, potentiell traumatischen Erlebnissen einer Kindheit. Vieles davon geht auf den Drehbuchautor Michael Nankin zurück. Der eigentliche Horror ist hier eher der des Erwachsenwerdens mit all seinen Hürden und Tücken, quasi ein Coming of Age-Drama verpackt in einen seichten Gruselfilm mit Abenteuer-Flair. Gleichzeitig aber …
Hausu (1977)
Mag man den Ausführungen von Regisseur Nobuhiko Ôbayashi Glauben schenken, dann beruht die Idee zu Hausu auf einem Gespräch mit seiner elfjährigen Tochter über deren Ängste. Spukhäuser gibt es ebenso zahllose in der Geschichte des Kinos wie Teenager, welche abseits der schützenden Familie in Gefahr geraten. Und doch ist Hausu so viel mehr als bloß eine weitere Variation bekannter Genre-Mechanismen. Es hilft zu verstehen, woher Ôbayashi ursprünglich kommt, nämlich aus der Werbung. So erklärt sich dann auch sein durch und durch unkonventioneller Anspruch an die Inszenierung und seine offenbar unbändige Lust an filmischen Experimenten. Hausu versucht, die …
