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Zitat des Tages

14. November 2014 at 2:47

 

 

„Once there was only dark. If you ask me, the light is winning.“

 

 

 

 

Meine zehn liebsten „Mindfuck“ – Filme

11. November 2014 at 1:53

So, liebe Leute. Anlässlich meines letzten Filmgenusses, der reichlich prägend war und an dieser Stelle auch noch entsprechend gewürdigt werden wird, hier mal eine kleine Liste meiner liebsten Vertreter des „Mindfuck“ – Genre. Filme also, die den Zuschauer bewusst und gekonnt durch verschiedenste Techniken in die Irre führen und, idealerweise erst am Schluss, etwas offenbaren, das nahezu vollkommen überrascht und nicht unbedingt vorhersehbar war. Oft zeichnen sich solche Filme dadurch aus, dass man sie auch dann noch öfter sehen kann, wenn die Auflösung bereits bekannt ist, sogar gerade dann, denn dadurch verlagert sich der Blickwinkel des Zuschauers und es werden Kleinigkeiten und Details entdeckt, die vorher nicht wahrgenommen wurden. Allerdings dient der Begriff „Mindfuck“ weniger als eigenes Genre, sondern eher als Effekt oder Stilmittel, und taucht auch in anderen Bereichen wie Literatur, Theater oder Bildende Kunst auf. Aus Ermangelung an Alternativen nutze ich aber diese Bezeichnung… außerdem mag ich das Wort irgendwie.

Diese Liste ist allerdings im Gegensatz zu meinen Lieblingsfilmen wertend, das heißt, ich beginne mit Platz 10 und arbeite mich dann zur Nummer 1 vor.

 

 

10.

Identity (2003)
Identity poster Rating: 7.3/10 (149,453 votes)
Director: James Mangold
Writer: Michael Cooney
Stars: John Cusack, Ray Liotta, Amanda Peet, John Hawkes
Runtime: 90 min
Rated: R
Genre: Mystery, Thriller
Released: 25 Apr 2003
Plot: Stranded at a desolate Nevada motel during a nasty rain-storm, ten strangers become acquainted with each other when they realize that they're being killed off one by one.

 

 

9.

Moon (2009)
Moon poster Rating: 8.0/10 (204,640 votes)
Director: Duncan Jones
Writer: Duncan Jones (story), Nathan Parker
Stars: Sam Rockwell, Kevin Spacey, Dominique McElligott, Rosie Shaw
Runtime: 97 min
Rated: R
Genre: Drama, Sci-Fi
Released: 17 Jul 2009
Plot: Astronaut Sam Bell has a quintessentially personal encounter toward the end of his three-year stint on the Moon, where he, working alongside his computer, GERTY, sends back to Earth parcels of a resource that has helped diminish our planet's power problems.

 

 

8.

The Machinist (2004)
The Machinist poster Rating: 7.8/10 (231,864 votes)
Director: Brad Anderson
Writer: Scott Kosar
Stars: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón, John Sharian
Runtime: 101 min
Rated: R
Genre: Drama, Thriller
Released: 17 Dec 2004
Plot: An industrial worker who hasn't slept in a year begins to doubt his own sanity.

 

 

7.

Trance (2013)
Trance poster Rating: 7.0/10 (75,254 votes)
Director: Danny Boyle
Writer: Joe Ahearne (screenplay), John Hodge (screenplay), Joe Ahearne (story)
Stars: James McAvoy, Vincent Cassel, Rosario Dawson, Danny Sapani
Runtime: 101 min
Rated: R
Genre: Crime, Drama, Mystery
Released: 27 Mar 2013
Plot: An art auctioneer who has become mixed up with a group of criminals partners with a hypnotherapist in order to recover a lost painting.

 

 

6.

Shutter Island (2010)
Shutter Island poster Rating: 8.1/10 (556,285 votes)
Director: Martin Scorsese
Writer: Laeta Kalogridis (screenplay), Dennis Lehane (novel)
Stars: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Max von Sydow
Runtime: 138 min
Rated: R
Genre: Mystery, Thriller
Released: 19 Feb 2010
Plot: In 1954, U.S. Marshal Teddy Daniels is investigating the disappearance of a murderess who escaped from a hospital for the criminally insane and is presumed to be hiding near-by.

 

 

5.

Enemy (2013)
Enemy poster Rating: 6.8/10 (43,384 votes)
Director: Denis Villeneuve
Writer: José Saramago (novel), Javier Gullón
Stars: Jake Gyllenhaal, Mélanie Laurent, Sarah Gadon, Isabella Rossellini
Runtime: 90 min
Rated: R
Genre: Mystery, Thriller
Released: 06 Feb 2014
Plot: A man seeks out his exact look-alike after spotting him in a movie.

 

 

4.

Memento (2000)
Memento poster Rating: 8.5/10 (653,884 votes)
Director: Christopher Nolan
Writer: Christopher Nolan (screenplay), Jonathan Nolan (short story "Memento Mori")
Stars: Guy Pearce, Carrie-Anne Moss, Joe Pantoliano, Mark Boone Junior
Runtime: 113 min
Rated: R
Genre: Mystery, Thriller
Released: 25 May 2001
Plot: A man, suffering from short-term memory loss, uses notes and tattoos to hunt for the man he thinks killed his wife.

 

 

3.

Se7en (1995)
Se7en poster Rating: 8.7/10 (768,133 votes)
Director: David Fincher
Writer: Andrew Kevin Walker
Stars: Morgan Freeman, Andrew Kevin Walker, Daniel Zacapa, Brad Pitt
Runtime: 127 min
Rated: R
Genre: Drama, Mystery, Thriller
Released: 22 Sep 1995
Plot: Two detectives, a rookie and a veteran, hunt a serial killer who uses the seven deadly sins as his modus operandi.

 

 

2.

Inception (2010)
Inception poster Rating: 8.8/10 (1,040,704 votes)
Director: Christopher Nolan
Writer: Christopher Nolan
Stars: Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy
Runtime: 148 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Mystery, Sci-Fi
Released: 16 Jul 2010
Plot: A thief who steals corporate secrets through use of dream-sharing technology is given the inverse task of planting an idea into the mind of a CEO.

 

 

1.

Fight Club (1999)
Fight Club poster Rating: 8.9/10 (1,000,044 votes)
Director: David Fincher
Writer: Chuck Palahniuk (novel), Jim Uhls (screenplay)
Stars: Edward Norton, Brad Pitt, Helena Bonham Carter, Meat Loaf
Runtime: 139 min
Rated: R
Genre: Drama
Released: 15 Oct 1999
Plot: An insomniac office worker looking for a way to change his life crosses paths with a devil-may-care soap maker and they form an underground fight club that evolves into something much, much more...

 

 

Und wie immer sind eure Kommentare, Anregungen und vielleicht sogar eigene Listen willkommen und erwünscht!

 

 

 

 

 

Zitat des Tages

10. November 2014 at 13:09

 

 

„We used to look up at the sky and wonder at our place in the stars, now we just look down and worry about our place in the dirt.“

 

 

 

Robocop

5. November 2014 at 21:07
RoboCop (2014)
RoboCop poster Rating: 6.3/10 (129,937 votes)
Director: José Padilha
Writer: Joshua Zetumer, Edward Neumeier, Michael Miner, Edward Neumeier, Michael Miner
Stars: Joel Kinnaman, Gary Oldman, Michael Keaton, Abbie Cornish
Runtime: 117 min
Rated: PG-13
Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
Released: 12 Feb 2014
Plot: In 2028 Detroit, when Alex Murphy - a loving husband, father and good cop - is critically injured in the line of duty, the multinational conglomerate OmniCorp sees their chance for a part-man, part-robot police officer.

 

 

 

„America is now and always will be the greatest country on the face of the Earth!”

 

 

 

Wenn wir über das Remake von Robocop sprechen wollen, dann müssen wir uns auch noch mal kurz mit dem Original von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1987 beschäftigen. Ich kann das Remake nicht losgelöst vom Original betrachten, schließlich gäbe es das eine nicht ohne das andere.

 

Verhoevens Robocop ist ein Klassiker des 80er Jahre Actionkinos, düster und grimmig, brutal und unglaublich zynisch. Wie hier der Gesellschaft der Spiegel vorgehalten wird, das sucht seinesgleichen. Hinzu mischen sich eine geballte Mediensatire und eine deutliche Kritik am bestehenden politischen System sowie am menschlichen Konsumverhalten und wie Großkonzerne dieses bewusst nutzen und manipulieren. Die drastischen und vor allem übertriebenen, geradezu comichaften Gewaltdarstellungen sind in diesem Film ein Stilmittel von vielen, um beim Zuschauer Emotionen in Bezug auf das frankensteinartige Schicksal des Protagonisten zu erzeugen, sonst würde die bitterböse Gesellschaftskritik im Film nicht funktionieren. Diese, zugegeben provokante und polarisierende, Mischung aus Action, Gewalt und zynischer Satire hat Verhoeven einige Jahre später dann im fulminanten Starship Troopers nahezu perfekt auf die Spitze getrieben, ein Film, von dem ich hoffe, dass er nach Total Recall und Robocop nicht auch noch dem Remake-Wahnsinn Hollywoods zum Opfer fällt.

 

Das Remake und Hollywood-Debut des Regisseurs José Padilha, der bisher nur die beiden brasilianischen Filme Tropa de Elite und dessen Fortsetzung Tropa de Elite 2: O Inimigo Agora é Outro vorzuweisen hat, schlägt einen anderen Weg ein als der Robocop von 1987. Das Remake legt seinen Hauptaugenmerk eher auf den menschlichen Aspekt der Geschichte, auf das Schicksal des Protagonisten und auch auf das seiner Ehefrau und Kinder, mit all den emotionalen und moralischen Verstrickungen. Das funktioniert in der ersten Hälfte des Films erstaunlich gut und hat mich angenehm überrascht. Erst in der zweiten Filmhälfte wird der Anteil der Action zum Teil deutlich erhöht und der emotionale Faden geht nach und nach verloren. Hier liegt dann auch das Problem des Films, es ist unklar, wohin die Handlung jetzt eigentlich genau will. Rasante Actionszenen häufen sich, mal besser und mal schlechter umgesetzt, das Tempo wird deutlich erhöht und dass dann eher auf spektakuläre Aufnahmen und CGI und nicht mehr auf die menschlichen Faktoren Wert gelegt wird, lässt den Film dann eher zu einem unbedeutenden und seelenlosen Effektebrei verkommen, wie man ihn heutzutage permanent aufgetischt bekommt. Gute Ansätze für ein gelungenes Remake sind also durchaus vorhanden, werden aber leider nicht konsequent zu Ende gebracht.

 

Die kritischen Untertöne des Originals sind zwar auch hier vorhanden, vor allem der Mediensatire, hauptsächlich in der Gestalt von Samuel L. Jackson als schmieriger, polemischer und manipulativer Nachrichtenmoderator, wird hier viel Platz eingeräumt, auch Kritik am politischen und militärischen System sowie dessen Verbindungen zur Rüstungsindustrie wird thematisiert, aber all das wird leider sehr plump und offensichtlich mit dem Holzhammer präsentiert. Subversiv ist hier leider gar nichts mehr und so verpufft all die gutgemeinte Kritik dann letztlich doch nur im Effektspektakel.

 

 

„I wouldn’t buy that for a dollar.”

 

 

Sowohl Michael Keaton als erfolgsbesessener und gewissenloser Konzernchef als auch Gary Oldman als Wissenschaftler und Entwicklungschef von Robocop bleiben leider deutlich hinter den Erwartungen und ihren Fähigkeiten zurück. Das ist sicher nicht ihnen geschuldet, ihre Charaktere sind einfach zu eindimensional und klischeehaft gezeichnet und zu schwach ausgearbeitet, um wirklich überzeugen zu können. Auch der moralische Konflikt, dem Oldmans Figur sich im Verlaufe des Films ausgesetzt sieht (hier haben wir dann wieder die Frankensteinthematik des Originals), ist zu schwach umgesetzt und ihm wird kaum Raum zur Entfaltung gegeben. Das ist schade, denn hier werden zwei grandiose Schauspieler mehr oder weniger verheizt und können dem Film leider keine entscheidenden Impulse geben. Joel Kinnaman, der Darsteller des Alex Murphy/Robocop, bleibt unsäglich blass und enorm ausdruckslos. Er kommt dermaßen uncharismatisch daher, dass er seiner Figur keinerlei Gewicht geben und den Film auch überhaupt nicht tragen kann.

 

Am Ende bleibt ein Film, der mich etwas zwiegespalten zurück lässt. Die zugegeben interessanten, wenn auch im Vergleich zum Original anderen Wege, die das Remake einschlägt, funktionieren anfangs erstaunlich gut, gehen dann aber im CGI-Spektakel der zweiten Filmhälfte völlig verloren. Schade, dass das eigentliche Potential der zu Grunde liegenden Geschichte nicht konsequent genutzt wird. Besser als das unsägliche Remake von Total Recall ist Robocop aber allemal. Hoffen wir, das Starship Troopers vom aktuellen Remake-Wahnsinn verschont bleibt.