El Hoyo (Der Schacht, 2019)

24. März 2020 at 19:06

 

 

© Netflix/Quelle: IMDb

 

 

 

Es gibt drei Arten von Leuten: die von oben, die von unten, und die, die fallen.“

 

 

 

Das vertikale Zentrum für Selbstverwaltung, kurz VZS, besteht aus über hundert Etagen, auf denen jeweils zwei Menschen ihre Zeit absitzen. In der Mitte ein großes Loch, durch das jeden Tag zur gleichen Zeit ein riesiges Festmahl von oben herabgelassen wird. Auf jeder Etage hält der Aufzug wenige Minuten an und es darf soviel gegessen werden, wie die Zeit es zulässt. Hamstern ist verboten. Je tiefer es geht, desto weniger bleibt übrig, und die Etagen werden monatlich willkürlich neu gemischt. In diese Situation hat sich Goreng für sechs Monate freiwillig begeben, ohne jedoch vollends zu ahnen, auf was er sich da genau eingelassen hat.

 

Das allegorische Bild, welches der spanische Regisseur Galder Gaztelu-Urrutia zusammen mit seinen Drehbuchautoren David Desola und Pedro Rivero zeichnet, ist denkbar klar. Oben schwelgen die Reichen in ihrem Luxus, während unten der Pöbel zusehen kann, wo er bleibt. Besonders smart verpackt ist die Botschaft hinter El Hoyo nun nicht, aber die Stärken dieses dystopischen Low Budget-Thrillers liegen ohnehin an anderer Stelle. Besonders die zugrunde liegende Idee vermag zu begeistern, doch obwohl sich El Hoyo angesichts seiner Laufzeit von knapp 90 Minuten kaum mit erklärender Exposition aufhält, hat die Umsetzung dennoch so manche Schwäche zu verzeichnen. Charaktertiefe findet man hier kaum, dafür stattdessen eine drückende, beklemmende Atmosphäre, menschliche Abgründe und eine Art soziales Experiment auf der Vorspultaste.

 

Ein wenig schade ist es, dass Gaztelu-Urrutia und seine Autoren dem geneigten Zuschauer im weiteren Verlauf vielleicht sogar ein wenig zu viel erklären und so am Reiz des Mysteriums Schacht kratzen. Ein etwas offeneres Ende hätte dem insgesamt eher rätselhaften Charakter des Filmes möglicherweise besser gestanden, zumal die ohnehin schon recht offensichtliche Botschaft so nur nochmals herausgestellt wird. Ein Hauch erzählerischer Redundanz, so manches Logikloch, geschenkt, dafür macht El Hoyo einfach zu viel richtig. Die Kamera findet immer wieder zwar unangenehm drastische, doch immerzu passende Bilder, und die Gewaltspitzen verkommen nie zum reinen Selbstzweck, sind nie bloß voyeuristischer Natur. Gaztelu-Urrutia versteht es geschickt, das niedrige Budget zu kaschieren und so wirkt El Hoyo nie billig oder gar trashig, sieht stellenweise sogar richtig toll aus in seinem stark limitierten, minimalistischen Setting. Unterm Strich erneut ein weiterer interessanter und sehenswerter Beitrag zum spanischen Genre-Kino, irgendwo zwischen Snowpiercer und Cube. Die Pana Cotta ist die Botschaft. Völlig klar.

 

7,5 von 10 Samurai Plus-Messern

 

 

Arès (2016)

18. Juli 2018 at 23:54

 

 

© Gaumont Film Company/Quelle: IMDb

 

 

 

Frankreich in nicht allzu ferner Zukunft: Die Regierung ist zusammen gebrochen, ein Drittel der Bevölkerung ist arbeitslos und Konzerne haben nun das Sagen. In dieser Welt ist der Kriegsveteran Reda ein prominenter Cage Fighter namens Arès, doch als er einen Schlaganfall erleidet, ist seine Karriere vorbei. Zehn Jahre später hält er sich mit zahlreichen kleinen Kämpfen irgendwie über Wasser, als ein großer Pharmakonzern auf ihn zu kommt und eine neue Wunderdroge an ihm testen will. Geld und Ruhm winken, doch all das hat auch seinen Preis.

 

Ja, auf seiner grundlegendsten Ebene vermischt Arès durchaus eine düstere Zukunftsvision, Familiendrama und harte Käfigkämpfe. Letzteres jedoch spielt unterm Strich bei weitem keine solch große Rolle, wie man vielleicht vermuten würde, und wer hier eine wüste Klopperei nach der anderen erwartet, der ist vielleicht fehl am Platz. Vor allem das dystopische Element steht in dem mit etwa 80 Minuten Laufzeit angenehm kurzen Film von Regisseur Jean-Patrick Benes im Vordergrund und diese Endzeitstimmung verkaufen die Macher durchaus gut, wenn der Kosmos rund um Arès und seine Familie bewusst fokussiert gehalten und uns als Zuschauer nur ein eher kleiner, beinahe intimer Ausschnitt dieser Welt gezeigt wird. Der Rest wird geschickt im Hintergrund gehalten und so wird ein Szenario erschaffen, welches mir seine Welt glaubwürdiger verkauft als zuletzt beispielsweise Mute von Duncan Jones, ohne ein allzu großes Budget zu haben. Zu Beginn musste ich mich zwar etwas an diesen artifiziellen Look gewöhnen, doch recht schnell habe ich das nicht mehr als irritierend wahrgenommen, denn Atmosphäre lässt sich Arès nicht absprechen.

 

Das erzählerische Tempo ist deutlich zurückhaltender, als man aufgrund der Prämisse von Arès vielleicht erwarten würde und Benes legt seinen Fokus eher auf die leicht schrägen Figuren, wodurch der Film dann letzten Endes auch überhaupt erst so richtig funktioniert. Es sind nämlich gerade nicht pausenlos ausufernde Kämpfe, welche die Qualitäten von Arès ausmachen, sondern vielmehr seine düsteren und doch vertrauten Bilder und seine melancholisch-bittere Stimmung, welche sich durch das Setting zieht. Sicherlich sind die Figuren nicht frei von allzu gängigen Klischees, doch gerade beispielsweise jemandem wie Myosotis wird dann doch genug Rückgrat und Selbstbewusstsein mit auf den Weg gegeben, um etwaige Untiefen elegant zu umschiffen. Auch ist Reda selbst eben gerade kein stumpfer Schläger, sondern vielmehr jemand, der gelernt hat, sich dem bestehenden System anzupassen und so sein Überleben zu sichern. Und so läuft letztlich alles auf seinen Konflikt zwischen der Aussicht auf das ganz große Geld und seiner Familie und Gerechtigkeit hinaus, welcher zum Schluss auch erfreulich konsequent aufgelöst wird.

 

6 von 10 im Kampf gespritzten Dopingmitteln

 

 

The Lobster

31. Dezember 2016 at 17:49

 

 

© Picture House Entertainment/A42

 

 

 

„We dance alone. That’s why we only play electronic music.“

 

 

 

David wird von seiner Frau für einen anderen Mann verlassen. Das Problem hierbei: er lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der Singles nicht toleriert werden. Wird ein Mensch verlassen oder stirbt sein Partner, dann muss dieser sich in ein Hotel voller anderer Verlassener begeben. Dort hat der Betreffende dann 45 Tage Zeit, einen neuen Partner zu finden, doch gelingt ihm dies nicht, dann wird er in ein Tier seiner Wahl verwandelt und in der Wildnis ausgesetzt…

 

So geht es zu in der dystopischen Welt, die der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos für rund zwei Stunden Dauer mit seinem ersten englischsprachigen Film auf der Leinwand entwirft: wer keinen Partner hat, wird dazu gezwungen, sich einen zu suchen. Alleinstehende werden nicht geduldet, ausgegrenzt, interniert. Seine Vision der modernen Gesellschaft ist völlig auf Paarstrukturen ausgelegt, der Hauptaugenmerk bei der Partnersuche liegt auf rein oberflächlichen Merkmalen und das einzelne und somit vielleicht freiere Individuum bekommt dort keinen Raum mehr zur Entfaltung. Gefühle spielen, wenn überhaupt, nur noch eine maximal untergeordnete Rolle und auch die Kommunikation untereinander ist lediglich auf reine Zweckmäßigkeit ausgelegt. Seine Herangehensweise ist dabei die gleiche wie noch bei seinem Film Dogtooth (2009), wenn er sich einem gesellschaftskritischen Thema annimmt und dieses in einem überspitzten Mikrokosmos wie unter einem Vergrößerungsglas weiterspinnt, dreht und wendet. Angetrieben von den Erzählungen einer Stimme aus dem Off, durch die der Film beinahe schon den Charakter einer Literaturverfilmung bekommt, zieht uns Lanthimos immer tiefer und tiefer in seine skurrile, befremdliche wie gleichsam vertraute und seltsam kühle Welt, erklärt Regeln und Mechanismen und erlegt sie seinen Figuren auf, ohne das diese jemals ernsthaft hinterfragt werden, und seien sie noch so bizarr. Und das wirklich absurde bei all diesen Abstrusitäten ist: beschließt David erst einmal kurz vor Ablauf seiner Frist zu fliehen, trifft er schließlich im Wald auf eine Gruppe von aussätzigen Singles, die sogenannten Loner, die auch von den Bewohnern des Hotels mit Betäubungsgewehren gejagt werden. Jeder Abschuss bedeutet einen zusätzlichen Tag im Hotel.  Die Loner jedoch haben ihre ganz eigenen, nicht weniger drastischen Regeln, das Individuum und seine Entfaltung stehen hier über allem, jeder für sich. Flirten, Küssen, sich verlieben oder gar Sex sind verboten und stehen unter drastischen Strafen. Hier trifft David auch auf eine Frau, verkörpert von der wundervollen Rachel Weisz, in die er sich ironischerweise letztlich verliebt und erneut die Flucht planen muss. Der vermeintliche Ausweg entpuppt sich als kaum weniger schrecklicher Albtraum. Natürlich zeigt uns Lanthimos mit The Lobster letztlich eine Allegorie auf bestimmte Teile der modernen Gesellschaft und nutzt seinen absonderlichen Plot für eine vielschichtige Reflexion über das heutige Paarverhalten und die Liebe in unseren schnelllebigen Zeiten. Über Online-Dating, Tinder, Lovoo und Konsorten, eine Welt voller Matches, voller Oberflächlichkeiten, voller Angst vor dem Alleinsein. Lanthimos führt uns vor, wie wenig wir mit uns selbst zu Recht kommen, wie schwer es heutzutage fällt, sich als (glücklicher) Single aufrichtig definieren zu können. Partnerschaft um jeden Preis, koste es was es wolle, und seien es die individuellen Freiheiten, nur um nicht allein sein zu müssen. The Lobster ist vor allem ein Film über das Arrangieren mit Umständen, die nicht zu einem gehören, über das gefallen wollen, anstatt gemocht zu werden, über das Abstreifen grundlegender Elemente der eigenen Persönlichkeit, eingetauscht gegen bequeme wie hohle, allenfalls oberflächliche Charakteristika. So humorvoll wie zynisch macht Lanthimos seinem Zuschauer die Korrelation zwischen Selbstdarstellung und Außenwahrnehmung geradezu überdeutlich, treibt sie auf die Spitze, bleibt aber dennoch am Kern ohne es ins Lächerliche zu ziehen oder sich darüber abfällig lustig zu machen.

 

The Lobster ist auch irgendwie exemplarisch für das vergangene Kinojahr 2016: es gab sie durchaus, die Perlen der Filmlandschaft, aber man musste sich schon die Mühe machen, diese auch zu entdecken. Yorgos Lanthimos hat mit seinem jüngsten Werk eine herrlich absurde wie zutiefst wahre Parabel auf die Liebe im modernen Zeitalter abgeliefert, die mich nachhaltig beeindruckt hat, die lange in meinen Gedanken Nachklang fand und die zweifellos noch lange von Bestand bleiben wird. The Lobster ist klug, düster, skurril, wunderschön, dramatisch, grausam, witzig, verrückt, schmerzhaft und zutiefst ehrlich und ließ mich ziemlich sprachlos zurück. Eine unbedingte Empfehlung!

 

9 von 10 Tieren im Wald

 

 

 

 

High-Rise

15. Dezember 2016 at 16:27

 

 

© Studio Canal

 

 

 

„Things would be better if we could afford to move to a higher floor“

 

 

 

London, 1975. Dr. Robert Laing bezieht sein neues Appartement in einem hochmodernen, vollkommen autark konzipierten Hochhaus etwas außerhalb der Stadt. Eigentlich will er nur zurückgezogen und in Ruhe dort leben, aber schnell wird er von der alleinerziehenden Charlotte in seine neue Nachbarschaft eingeführt. Die Gesellschaftsstruktur dort ist streng unterteilt in Ober- Mittel- und Unterschicht, doch während die dekadente Oberschicht ausschweifende Partys feiert, erprobt die Unterschicht mehr und mehr den Aufstand, und als die Lage letztlich vollkommen eskaliert, befindet sich Laing mittendrin.

 

Vielmehr kann über den neuen Film von Ben Wheatley auch kaum verraten werden, denn die Eigendynamik der Ereignisse und folglich auch die von High-Rise selbst sollte man idealerweise möglichst unvorbereitet erleben. So kann sie ihre sogartige Wirkung am besten entfalten. Wheatley fiel mir das erste Mal 2011 mit seinem Film Kill List auf, ein typischer Fall von: klang interessant genug, um ihn spontan in der Videothek auszuleihen ohne irgendetwas über ihn zu wissen. Was soll ich sagen? Kill List war ein sehr eigenwilliger Genre-Bastard, der mich vollkommen unvorbereitet traf, mit sich riss und inzwischen zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Der Nachfolger Sightseers war weniger sperrig, dafür aber typisch britisch voller schwarzem Humor geknüpft an absurde Gewalt. Und auf seinen im Frühjahr erscheinenden Free Fire bin ich jetzt schon gespannt. Alles in allem zählt Wheatley für mich eindeutig zu den aktuell spannendsten und interessantesten „Jung“regisseuren. Und seine Adaption des Romanes High-Rise von J. G. Ballard macht da weiß Gott keine Ausnahme, eine erschreckende Dystopie, eine Meditation über die wahren Seiten der menschlichen Existenz, ein grausames, architektonisches Sozialexperiment im schnellen Vorlauf und gleichzeitig ein Film voller winziger wie brillanter Ideen in der Inszenierung, visuell berauschend umgesetzt und zum Teil mit wahnsinnig guten Bildern versehen. Der Firnis der Zivilisation ist ohnehin schon dünn genug und es braucht nicht viel, um ihn reißen zu lassen, denn hinter jeder Ecke lauern schon die Atavismen. Ähnlich wie der 2013 von Bong Joon-ho realisierte Film Snowpiercer erzählt High-Rise von einer absehbaren Revolution und unterteilt seine Gesellschaftsstruktur in verschiedene Abschnitte. Der Unterschied besteht lediglich in ihrer Ausrichtung: wo Snowpiercer mit einem riesigen Zug als Setting seine Schichten horizontal in eine Vielzahl von Waggons unterteilt, da geht High-Rise den Weg in die Vertikale, wenn Arm und Reich durch die Anzahl der Stockwerke zwischen ihnen separiert sind und Anthony Royal als Architekt, Schöpfer und geistiger Vater des High-Rise im Penthouse mit Garten und Pferd residiert, ganz analog zu dem großen Wilford an der Spitze seines Zuges.

 

Royals architektonischer, künstlich herbeigeführter Lebensraum ist in seiner Konstruktion an sich schon ein Pulverfass mit kurzer Lunte, aber als seine Bewohner beginnen, die Außenwelt und ihre täglichen Beschäftigungen zu ignorieren, greifen zunehmend Chaos, Verrohung und Barbarei um sich, bis die Menschen und auch der so distanziert vernünftige Laing sich in den sozialen Zusammenbrach regelrecht verlieben, ihn geradezu genießen und mehr und mehr zelebrieren als alleinigen Mittelpunkt ihrer Existenz. Verdrängte Wünsche und unterdrückte Verhaltensweisen brechen sich Bahn und werden entfesselt, die oberen Klassen beginnen eine Art Stammesherrschaft zu errichten, drehen sich in ihrer Dekadenz immer mehr im Kreis, während ihnen die Bedürfnisse der unteren Klassen immer egaler werden. Eine buchstäblich mörderische Kombination, wenn dann der vermeintliche Pöbel den Aufstand probt und die doch so viel besseren Eliten sich dagegen wehren, um den Status Quo um jeden Preis zu erhalten. Soziale Regeln und moderner Fortschritt können nicht verhindern, dass sich die Bewohner des High-Rise selbst zurück in die Steinzeit befördern. Beschäftigt man sich mit High-Rise ein wenig intensiver, dann kommt einem auch unweigerlich David Cronenberg in den Sinn. Zu einen natürlich, weil er als Regisseur mit seinem Film Crash bereits 1996 eine Vorlage von J.G. Ballard adaptierte, zum anderen und vor allem aber auch, weil er selbst 1975 – dem Erscheinungsjahr des Romanes High-Rise – mit Shivers einen thematisch ganz ähnlich gelagerten Film in nahezu identischem Setting inszenierte. Zwar handelt Shivers von durch einem Parasiten zu sexbesessenen, mordenden Bestien mutierten Menschen, der zugleich auch so übertragen wird, aber die dystopische Vision eines in Anarchie und Chaos zerbrechenden und versinkenden Hochhauses ist die gleiche. In der Prämisse unterscheiden sich beide Filme, im weiteren Verlauf jedoch zunehmend weniger. Und um den Bogen wieder zurück zu schlagen: wo Snowpiercer am Ende für sich eine verhältnismäßig simple Lösung für seinen Konflikt findet und den Zug als Symbol für den rücksichtslosen wie unterdrückenden Kapitalismus entgleisen lässt, damit etwas neues entstehen kann, da erliegt High-Rise nicht solch romantischen Illusionen und bietet schlicht keine Lösung, wenn sich die Bewohner des Hochhauses hinter dessen Wänden von sozialem Druck, Erwartungen und Anstand befreit einfach weiterhin hemmungslos in ihren Machtkämpfen austoben bis nichts mehr übrig ist.

 

High-Rise ist ein etwas eigenartiges Zwitterwesen, ist der neue Film von Ben Wheatley doch irgendwie weder Independent, noch Mainstream-Kino, platziert sich zielstrebig genau zwischen diesen beiden Polen und fühlt sich sichtlich wohl in diesem Spagat. Visuell weiß der Film auf allen Ebenen zu überzeugen, erfreut zugleich mit einem gelungenen und starken 70er Jahre Kolorit und einigen wirklich cleveren Einfällen in der Inszenierung. Mit einer sogartigen, dichten Atmosphäre zwischen Faszination und Abscheu und schauspielerisch durchgängig stark und ohne nennenswerte Ausfälle, gewährt High-Rise dem geneigten Zuschauer einen tiefen und zuweilen verstörenden Blick in menschliche Abgründe und offenbart eine Gesellschaft, deren Fassade nach und nach weg bricht. Mit Glanz, Gloria und Exzess fährt hier einfach alles vor die Wand und man wird mitgerissen, ob man nun will oder nicht.

 

8 von 10 Dosen Hundefutter