Life

7. August 2017 at 16:16

 

 

© Columbia Pictures

 

 

 

„I know what I feel is not rational, not scientific. I feel hate. I feel pure fucking hate for that thing.“

 

 

 

Als die Besatzung der internationalen Raumstation ISS in einer Bodenprobe vom Mars eine fremde Lebensform auf Zellebene entdeckt, scheint ein bedeutender Durchbruch für die Menschheit erzielt worden zu sein. Schnell gelingt es, den auf den Namen Calvin getauften Organismus zu isolieren und sein Wachstum zu stimulieren. Doch die Freude über die Entdeckung verfliegt schnell, Calvin wächst zusehends und kann nach dem Angriff auf ein Besatzungsmitglied aus dem Labor entkommen und macht fortan Jagd auf die Crew.

 

OHA! Solche Filme werden heutzutage noch gemacht? Ein hochbudgetiertes wie Star gespicktes B-Movie, eine zumindest auf dem Papier DTV-Produktion im Gewand eines Blockbusters? Ich bin ganz entzückt darüber, wie geradezu subversiv der Schwede Daniel Espinosa seinen neuen Film dem durchschnittlichen Kinogänger einfach untergejubelt hat. Wunderbar. Solche Filme würde ich liebend gern öfter im Kino sehen. Life erinnert mich an ein Phänomen, welches seit Mitte der 90er immer seltener geworden ist, als Filme wie Octalus, Mimic, Anaconda, Deep Blue Sea oder Das Relikt noch groß im Kino liefen. Der Genrefilm auf der großen Leinwand, das gibt es heute kaum noch bis gar nicht mehr und umso größer ist nun meine Freude über Life, ein Film, der schlicht und ergreifend nicht mehr sein will als sein Plot hergibt und vollkommen zu seiner B-Movie-Existenz steht. Dreckiger Science Fiction-Horror, der seine Wurzeln nicht verleugnet und keinerlei Kompromisse oder gar Zugeständnisse an einen wie auch immer gearteten Intellekt macht, sondern einfach nur die helle Freude am puren Genre. Ohne allzu große Exposition bringt Daniel Espinosa nach wenigen Minuten eine gut geölte Genre-Maschine ans Laufen, die mit zunehmender Dauer immer mehr Fahrt aufnimmt und frei von größeren Umwegen sehr geradlinig und schnörkellos ihren Plot unaufhaltsam voran treibt wie Calvin zielstrebig die Crew der ISS dezimiert. Natürlich bedient sich Espinosa ganz offensichtlich am Genre-Primus Alien, aber er kupfert dabei keineswegs einfach nur ab. Ja, der Plot von Life ist vollkommen unverhohlen von Ridley Scotts Meilenstein inspiriert und variiert dessen Prämisse höchstens marginal. Na und? Immerhin bietet der Film immer noch genug eigene Ideen und Ansätze, um nicht als lustloses Plagiat durchzugehen und versteht es hervorragend, den Mangel an erzählerischer Innovation durch eine überraschend straffe Inszenierung und konstante Anspannung wieder wett zu machen. Nach dem ersten atmosphärisch sehr dicht inszenierten Auftritt von Calvin ist vollkommen klar, wohin die Reise geht und Espinosa entlässt sein Publikum fortan nicht mehr aus dem Würgegriff der Spannung, ganz so wie die außerirdische Lebensform die Crew. Überhaupt ist Calvin der heimliche Star des Filmes. Das Creature Design dieses fremden und zugleich doch irgendwie vertrauten Geschöpfes weiß zu begeistern, angesiedelt irgendwo zwischen Qualle und Oktopus, sich ständig seiner Umgebung anpassend, und doch völlig anders. Sein Einfallsreichtum und Überlebenswille werden nur noch von seiner Feindseligkeit übertroffen. Die Kreatur fasziniert gleichermaßen wie sie Abscheu hervor ruft und einige Szenen fallen ganz schön fies aus, tendieren in Richtung Body Horror, ohne jedoch allzu explizit sein zu müssen, und dennoch verfehlen sie nicht ihre Wirkung. Atmosphärisch ist Life sehr dicht und mitreißend geraten und gerade das räumlich streng begrenzte Setting an Bord der ISS trägt enorm zur Spannung bei. Schnell entwickelt man ein Gefühl für die Orientierungslosigkeit der Schwerelosigkeit wie auch für die labyrinthisch verwinkelte Konstruktion der Raumstation, in welcher sich Calvin buchstäblich überall verstecken könnte. Das Setting ist sehr reduziert, entkernt auf das aller Nötigste, aber auch enorm effektiv, und auch visuell ist Life eher minimalistisch gehalten, deswegen aber noch lange nicht weniger beeindruckend aussehend. Die Darstellerriege ist gespickt mit prominenten Namen wie Jake Gyllenhaal oder Ryan Reynolds, schauspielerische Höhenflüge sollte man aber nicht unbedingt erwarten, die Glaubwürdigkeit der Figuren jedoch bleibt gewahrt.

 

Ja, Filme wie Life vermisse ich heutzutage in der modernen Kinolandschaft mehr und mehr. Genre pur, ohne Kompromisse und aus reiner Lust am abseitigen Nischendasein, ausgestattet mit großem Budget. Filme, die wissen, dass viele sie vielleicht doof finden werden, unlogisch oder albern, denen das aber auch völlig egal ist. Die einfach zu ihren schlichten Wurzeln stehen und gar nicht mehr sein wollen. Life ist straff inszeniert, atmosphärisch dicht und steigert seine Spannungskurve stetig. Das ist geradlinige wie mitreißende Genre-Unterhaltung der besten Art, die darüber hinaus auch noch mit Calvin eine überaus faszinierende Kreatur zu bieten hat.

 

7,5 von 10 kraftvollen Umarmungen von Calvin

 

 

Criminal (Das Jerico-Projekt: Im Kopf des Killers)

3. Januar 2017 at 12:28

 

 

© Summit Entertainment

 

 

 

„You hurt me… I hurt you worse.“

 

 

 

Als der CIA-Agent Bill Pope von dem Terroristen Xavier Heimdahl in London gefangen genommen, gefoltert und letztlich getötet wird, sieht der Wissenschaftler Dr. Franks nur eine einzige Möglichkeit, um an die enorm wichtigen Informationen in dessen Kopf zu gelangen. Popes Erinnerungen sollen in den Häftling Jerico Stewart implantiert werden, damit dieser dann die Informationen abrufen kann. Doch Jerico gelingt die Flucht und nun streift der gefährliche Soziopath unkontrolliert durch die Stadt, verfolgt sowohl von der CIA als auch von Heimdahl und seinen Leuten.

 

Criminal vom israelischen Regisseur Ariel Vromen ist im amerikanischen Kino trotz eines beeindruckenden Cast gnadenlos gefloppt, wurde von den Kritikern erbarmungslos verrissen und strandete schlussendlich unter dem Schwachfug-Titel Das Jerico-Projekt: Im Kopf des Killers hierzulande im DTV-Regal. Solch illustre Namen wie Kevin Costner, Gary Oldman, Tommy Lee Jones, Ryan Reynolds, Gal Godot, Michael Pitt und Scott Adkins tummeln sich zu Hauf in Criminal und dazu gesellt sich noch das eine oder andere durchaus bekannte Gesicht aus der zweiten Reihe wie Amaury Nolasco, Antje Traue oder Jordi Mòlla. Mehr als ansehnlich für einen Regisseur, der bisher mit Visions – Die dunkle Gabe und The Iceman zwei höchstens mittelmäßige Filme vorzuweisen hat. Da der Plot allerdings nicht mal ansatzweise mit dem zumindest auf dem Papier großartigen Cast mithalten kann, entpuppt sich Criminal letztlich als ein solider B-Actioner, der mit eben jenem Cast und einem recht hohen Budget zu einer A-Produktion aufgeblasen wurde. Allerdings muss ich einräumen, dass die zum Teil vernichtenden Kritiken dem Film einfach nicht gerecht werden. Ja, zweifellos sind die grundlegende Prämisse des Filmes und auch sein Drehbuch in weiten Teilen absolut haarsträubender Mumpitz aller erster Güte, aber um Criminal derart zu verdammen und in Grund und Boden zu kritisieren, wie manch einer es tut, muss man doch schon einen ausgeprägten Logikfetisch an den Tag legen. Aber will man ernsthaft einen solchen Streifen, durch und durch Genrefilm, wie es Criminal ist, auf Logiklöcher und Kohärenz hin abklopfen? Wer würde solch ein Spielverderber sein wollen, wo es doch durchaus Spaß machen kann, sich einfach mal auf den Schwachsinn einzulassen, der dort knappe zwei Stunden lang kredenzt wird? Sicher, der Plot ist hirnrissig und oft unlogisch (übrigens auch nicht unbedingt unlogischer als der gern mal gefeierte und verehrte Face/Off von John Woo), der Film hat seine Längen, der emotionale Schlenker passt nur bedingt zur restlichen Stimmung und das Ende ist eine Spur zu gefühlsduselig geraten, die Charaktere sind überwiegend dünne Abziehbilder und der eine oder andere Darsteller agiert ziemlich lustlos, aber dennoch macht der Film einfach verdammt Spaß. Allein der Auftakt in London rund um die von Ryan Reynolds verkörperte Figur des CIA-Agenten Bill Pope ist schon mal gelungen und wenn Jerico erst einmal entfesselt loslegt, dann geht der Spaß erst richtig los. Die Action ist gekonnt inszeniert, hart und dreckig und auf digitale Effekte wird weitestgehend verzichtet. Wirklich zusammengehalten aber wird all das von einer ausgesprochen beeindruckenden und unterhaltsamen Performance von Kevin Costner, der hier bedingt durch einen Unfall in seiner Kindheit als buchstäblich gefühlloser Soziopath ohne Gefühl für Recht und Ordnung oder soziales Zusammenleben durch London wütet als gäbe es kein Morgen. Allein seine Auftritte in einem Dönerladen und kurz darauf in einem Cafe sind Highlights und man spürt, wieviel Spaß Costner diese Rolle auf seine alten Tage bereitet hat. Er scheint es regelrecht zu genießen, einfach mal ungestraft die Sau raus lassen zu können. 3 Days to Kill ging bereits in eine ähnliche Richtung, aber in Criminal legt Costner echt noch mal eine Schippe drauf und gibt alles.

 

Man sollte den Unkenrufen nicht zu sehr glauben schenken. Sicherlich hat Criminal seine Schwächen, aber solche überzogen negativen Kritiken hat der Film einfach nicht verdient. Man sollte ihn auch innerhalb des Kontextes seines Genre beurteilen und in diesem Zusammenhang einem Science Fiction-getriebenem B-Actioner Logiklöcher anzukreiden zeugt vielleicht nicht unbedingt von Kenntnis der Materie. Letztlich macht Criminal trotz all seiner Schwächen immer noch Spaß und das liegt vor allem auch an der famosen Leistung von Kevin Costner, der hier nochmal alles auffährt und ganz offensichtlich viel Spaß daran hat. Allein das darf auch einfach mal gewürdigt werden.

 

6 von 10 ruppigen Besuchen im Dönerladen

 

 

Deadpool

12. Februar 2016 at 19:50

 

 

© 20th Century Fox

 

 

 

„You’re probably thinking „This is a superhero movie, but that guy in the suit just turned that other guy into a fucking kebab.“ Surprise, this is a different kind of superhero story.“

 

 

 

Als bei dem Söldner Wade Wilson unheilbarer Krebs im Endstadium diagnostiziert wird, kommt ihm ein mysteriöses Angebot sehr gelegen, das ihm verspricht, nicht nur den Krebs zu heilen, sondern auch einen Superhelden mit übermenschlichen Kräften aus ihm zu machen. Letztlich willigt er ein und verlässt die Liebe seines Lebens, nicht ahnend, welch furchtbare Prozedur voller Folter und Demütigung er durch den sadistischen Ajax erleiden muss. Wilson überlebt, kann nach der Zerstörung des geheimen Labors entkommen und befindet sich fortan voller Rachedurst auf der Suche nach seinem einstigen Peiniger….

 

Und schon wieder einer dieser unzähligen Superheldenfilme….. Halt, Stop! Nein, ganz sicher kein gewöhnlicher Superheldenfilm. Nicht Deadpool. Deadpool ist anders. Deadpool ist…. nun ja, Deadpool eben. Der Söldner im hautengen, roten Lederdress will auch überhaupt kein Held sein und genau das hebt ihn auf so erfrischende Art und Weise vom vergleichsweise langweiligen Rest ab. Da passt es ganz wunderbar in das Konzept des Filmes von Regieneuling Tim Miller, dass sich Deadpool von der allerersten bis zur allerletzten Sekunde nie wirklich ernst nimmt. Das beginnt schon mit dem in dieser Form wohl noch nie dagewesenem Vorspann und endet noch lange nicht mit den sogar noch abgedrehteren Credits (den Abspann bis ganz zum Ende anzuschauen lohnt sich übrigens unbedingt! 😉 ), immer und überall ist diese augenzwinkernde Lust an rabenschwarzem Humor und derben Späßen zu spüren. Und ich meine wirklich derbe Späße, denn politisch korrekt ist in diesem Film einfach mal gar nichts und die Spannbreite reicht von Fäkalhumor über plumpen Sexismus bis hin zu wirklich cleveren Wortspielen und unzähligen Referenzen an alle nur erdenklich möglichen Phänomene der Popkultur. Gerade ersteres kann man geschmacklos finden, aber eben auch wahnsinnig unterhaltsam. Gut, nicht jeder Witz zündet, manches ist zu infantil um wirklich witzig zu sein, manches will einfach nur provozieren, manches geht durch die Synchronisation verloren, obwohl man sich sichtlich bemüht hat, und einiges benötigt eine Gewisse Vorkenntnis diverser Comicwelten, um entschlüsselt werden zu können. Deadpool ist voller solcher Momente, scheinbar unzähligen sogar, er knallt einem in seinen 108 Minuten Laufzeit gefühlt mehr Anspielungen, Referenzen und Zitate auf alles mögliche um die Ohren als alle Filme von Quentin Tarantino zusammen. Der reinste Overkill, könnte man glauben, aber tatsächlich wird es nie langweilig oder gar nervend. Allerdings muss ein Teil davon beinahe zwangsläufig untergehen, denn es lässt sich kaum alles beim ersten Mal rezipieren, wodurch eine Zweit – und Drittsichtung sicherlich noch einige Überraschungen bereithalten werden. Zudem spielt Deadpool immer wieder mit einer Metaebene, die man so in einer Comicverfilmung erstmal nicht unbedingt vermuten würde, wenn man die Figur nicht kennt, um die es hier geht. Ständig durchbricht Deadpool die Vierte Wand und wendet sich an den Zuschauer selbst, manchmal sogar mitten in Actionszenen. Darüber hinaus ist sich Deadpool seiner Existenz als Superheld in einem Film durchaus bewusst und viele seiner Sprüche und Witze beziehen sich ganz konkret auf den Film selbst oder sogar auf Ryan Reynolds als Schauspieler, wodurch sich immer wieder herrlich skurrile Spielereien ergeben.

 

 

 

„I didn’t ask to be super, and I’m no hero. But when you find out your worst enemy is after your best girl, the time has come to be a fucking superhero.“

 

 

 

Deadpool beginnt mit einem fantastischen Standbild in der Mitte der Handlung und erzählt dann die Vorgeschichte zu dieser Szene und auch die des unfreiwilligen Superhelden Stück für Stück in Rückblenden. Diese nicht lineare Struktur in der Erzählweise hebt den Film dann auch noch ein wenig weiter ab vom genretypischen Einheitsbrei und katapultiert den Zuschauer gleich mitten ins blutige Geschehen. Das Tempo ist hoch, aber die Action selbst spielt sich in einem deutlich kleineren Rahmen ab als bei The Avengers und Co. Deadpool fällt nicht übermäßig spektakulär oder bombastisch aus, alles ist eine Nummer kleiner, irgendwie intimer, vor allem aber auch dreckiger, grimmiger und realistischer. Den inszenatorischen Größenwahn üblicher Comicverfilmungen sucht man hier vergeblich. Was nun keineswegs bedeuten soll, es gäbe keine gut inszenierte Action in Deadpool, ganz im Gegenteil sogar, aber es müssen ja nicht immer gleich ganze Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt werden. Allerdings merkt man dem Film zuweilen schon sein vergleichsweise niedriges Budget an, was aber der spürbare Enthusiasmus aller Beteiligten wieder ausgleicht. Also, fast aller. Ryan Reynolds jedenfalls ist mit Haut und Haaren dabei, das merkt man seinem absoluten Herzensprojekt an, hat er doch 11 Jahre darum gekämpft, Deadpool in einer seiner würdigen Version realisieren zu können und nicht wie noch 2009 in X-Men Origins: Wolverine. Zugegeben, schauspielerisch hat er nicht allzu viel zu tun, trägt Reynolds doch meist seine Maske, aber auch die Momente ohne weiß er gelungen zu gestalten, sogar die wenigen etwas ernsteren Szenen wirken glaubhaft. Zudem geben die beiden X-Men Colossus und Negasonic Teenage Warhead („Negasonic Teenage… what the shit?“) einen guten Sidekick ab. Vor allem Colossus bildet mit seiner ruhigen und kultivierten Art einen wunderbaren Gegenpol zum überdrehten, fluchenden und sich durch seine Gegnerreihen metzelnden Deadpool. Auf der Seite der Bösewichte kann der Film leider kaum bis gar nicht überzeugen. Ed Skrein als Ajax spielt furchtbar blass und uninspiriert, zudem ist seine Figur auch sehr eindimensional und klischeehaft angelegt und wirkt wie aus dem Grundlagenhandbuch für Superheldenbösewichte abgeschrieben. Wirkliche Bedrohlichkeit verströmt Ajax zu keiner Sekunde, seinen sadistischen Wahnsinn allerdings kann Skrein mit seinem limitierten Mienenspiel auch nicht glaubwürdig darbieten. Gina Carano als Angel Dust ist da kaum besser, darf aber wenigstens in ein oder zwei Actionszenen zumindest einen Hauch ihrer MMA-Fertigkeiten zeigen.

 

Tatsächlich hebt sich Deadpool ebenso wie seine Comicvorlage in vielerlei Hinsicht von den üblichen Superhelden sehr ab. Tim Miller inszeniert seinen Film temporeich und ausgesprochen dynamisch und scheut sich glücklicherweise auch nicht davor, mit dem einen oder anderen Witz auch mal die Schmerz- und Schamgrenze zu überschreiten, denn diese gelegentliche Respektlosigkeit braucht Deadpool. So ist der Film anarchisch und provokant, aber auch ungemein unterhaltsam, zu keiner Sekunde langweilig und stellenweise sogar regelrecht klug und vor allem immer enorm selbstreflexiv. Insgesamt eine sehr gut gelungene Mischung, auch wenn nicht immer jeder Witz und jedes inszenatorische Experiment funktionieren. So bleibt Deadpool ein sehr kontroverser Held wie Film, zynisch, voller schwarzem Humor und reichlich Gewalt, kompromisslos und herrlich politisch unkorrekt. Ein frischer neuer Wind im angestaubten Genre, dem aber wohl nicht jeder etwas wird abgewinnen können.

 

8,5 von 10 Chimichangas