The Hateful Eight

28. Januar 2016 at 17:30

 

 

© The Weinstein Company

 

 

 

„One of them fellas is not what he says he is…“

 

 

 

Ein gewaltiger Schneesturm im tiefsten Herzen von Wyoming zwingt acht Fremde Unterschlupf in einer abgelegenen Holzhütte zu suchen. So kommt es, dass der ehemalige Nordstaaten-Offizier Major Marquis Warren, der Kopfgeldjäger John „The Hangman“ Ruth, dessen Gefangene Daisy Domergue, der neue Sheriff von Red Rock, Chris Mannix, der britische Henker Oswaldo Mobray, der Cowboy Joe Gage, der ehemals konförderierte General Sandy Smithers und letztlich der Mexikaner Bob, auf engstem Raum miteinander eingesperrt sind und schnell wird deutlich, dass dieses Zusammentreffen kaum zufälliger Natur sein kann…

 

Vorab muss ich erwähnen, dass ich The Hateful Eight in seiner sogenannten Road Show-Fassung sehen konnte, also als analoge Ultra Panavision 70mm Kopie, welche sich nicht nur in Laufzeit und Bildformat von der digitalen Kinofassung erheblich unterscheidet, sondern auch in Struktur, Aufbau und Dramaturgie. Nicht nur kann in der analogen Fassung die Bildsprache im korrekt gezeigten, extra breiten Seitenverhältnis von 2,76:1 ihre volle Pracht entfalten, durch die Ouvertüre und die bewusst sehr geschickt platzierte Intermission entwickelt sich ein völlig anderer erzählerischer Rhythmus. Kann man nun als kindische Spielerei abtun, tatsächlich aber funktioniert diese heute etwas ungewohnt anmutende Erzählstruktur ganz hervorragend, ändern sich doch Tempo und Dynamik nach der Intermission deutlich. Quentin Tarantinos nun mehr achter Film ist nach Django Unchained erneut ein Western geworden und war sein Vorgänger noch eine Art Fingerübung für den Regisseur, dann ist The Hateful Eight sein Glanzstück. Wo Django Unchained eine geradezu comichaft überhöhte Collage aus unzähligen, verschiedensten Versatzstücken war, ist sein jüngstes Werk mit einem deutlich düsteren Grundton ausgestattet, durch und durch pessimistisch und deutlich eigenständiger in seiner Struktur. Zwar wird auch hier nicht auf Zitate, Anspielungen und Querverweise sowie teils absurde Gewalteskapaden verzichtet, aber Tarantino scheint sich zunehmend von seinen Anfängen zu entfernen und sich als ernstzunehmender Künstler zu emanzipieren. The Hateful Eight fällt auch ein wenig aus dem Rahmen seines bisherigen Schaffens, nicht nur, weil es sein vielleicht eigenständigstes Werk ist. Die ausladend schwelgerische und dennoch sehr präzise Bildsprache und die messerscharfen, fein geschliffenen, oft nicht weniger ausladenden Dialoge sind bekanntermaßen ein Markenzeichen von Tarantino, aber hier übertrifft er sich selbst. Gerade das gesprochene Wort ist von zentraler Bedeutung in diesem Reigen aus Misstrauen, Verrat, Paranoia, Hass, Gier, offenem Rassismus und Gewalt, er lebt viel von der Macht der Sprache, von all den bedeutungsschweren Monologen und Dialogen, die nur scheinbar abdriften und ins Leere laufen und bei denen sich zuhören lohnt, auch wenn es sich um vermeintliches Schwadronieren handelt. Insgesamt treibt Tarantino seinen Film überhaupt sehr ausladend und bedächtig voran, beinahe schon gemächlich, und so ist beinahe die halbe Laufzeit von 187 Minuten verstrichen, bis alle Figuren in diesem theaterähnlichen Mikrokosmos etabliert sind. Es ist überaus faszinierend zu beobachten, wie er seine Charaktere geschickt und präzise positioniert und in Stellung bringt, Allianzen bildet und ebenso schnell wieder zu Staub zerfallen lässt, und so mit jeder verstreichenden Minute die Spannung erhöht als würde er Schach spielen mit den Protagonisten seines Filmes. Die feinen Einzelheiten all der kleinen und großen Gefechte und Konflikte, die sich im Laufe der Handlung immer mehr offenbaren, schlagen sich auch nicht nur im gesprochenen Wort nieder, sondern auch in der grandios arrangierten Bildsprache, wenn Tarantino immer wieder das gesamte Bildfeld in Breite und Tiefe nutzt, um Gruppenbildung und Konfrontation zu visualisieren. In solchen Momenten gehen Bild und Wort in The Hateful Eight eine nahezu perfekte Symbiose ein.

 

 

 

„You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang.“

 

 

 

Auch die Charaktere sind ausnahmslos fantastisch geschrieben und hervorragend umrissen, erwecken sie doch anfangs noch den Eindruck, ausgesprochen formelhaft, klischeebeladen und eindimensional zu sein, aber nach und nach dekonstruiert Tarantino all diese Stereotypen, bricht sie auf und lässt teilweise überraschend komplexe Figuren zum Vorschein kommen. Ein Panoptikum der Selbstdarsteller offenbart sich in der Holzhütte im Schneesturm, voller Lügner, Falschspieler, Scharlatanen und windigen Opportunisten. Gut und Böse, Schwarz und Weiß, richtig und falsch, all diese Begriffe existieren nicht in dieser kleinen, abgeschlossenen Welt aus Hass und Gewalt, und Helden gibt es dort erst recht nicht. Allerdings gelingt Tarantino das Kunststück, keinen seiner oftmals nur sehr schwer zu durchschauenden Charakter der Lächerlichkeit preiszugeben, in dem sie zu bloßen zweckdienlichen Karikaturen verkommen. Jeder hat seine Bedeutung und jeder hat seine Motivation und immer sind diese, wenn denn erkennbar, auch nachvollziehbar. Überhaupt ist nichts in diesem Film auch das, was es zu sein scheint. Lüge, Täuschung und Ablenkung sind bedeutende und tragende Elemente der Handlung, nie kann sich der Zuschauer auch nur über irgendetwas im Film sicher sein. Das gilt sogar für die grundlegende Erzählstruktur, wenn nach der Intermission und somit in der zweiten Hälfte von The Hateful Eight sich auch diese ändert, dynamischer wird, das Tempo die Schlagzahl erhöht und der Gewaltgrad drastisch anzieht. Einige wirklich bizarre Gewaltspitzen tauchen plötzlich auf, völlig überzogen und grotesk spritzen die Blutfontänen an die Wände, aber auch das ist nur einer von vielen Kunstgriffen des Regisseurs, die vom wesentlichen Kern des Filmes ablenken. Welcher das ist, das muss man schon selbst herausfinden.

 

Oberflächlich betrachtet ist The Hateful Eight ein langweiliger und zäher Film voller ermüdender Dialoge und in die Länge gezogener Szenen und Einstellungen. Man muss schon etwas genauer hinschauen, um letztlich zu erkennen, wie gut er eigentlich doch ist. Ein wortgewandtes und bildgewaltiges Werk von Tarantino, aber auch sein bisher sperrigstes und exzessivstes und somit ein Film, der sicherlich vielen nur bedingt gefallen dürfte. Es mag manchmal anstrengend erscheinen, all dem zu folgen, aber es lohnt sich zweifellos, sich auf den Film einzulassen. Ich will mich noch nicht gänzlich festlegen, denn Tarantinos Filme offenbaren oftmals auch erst nach mehrmaligem Anschauen ihre nicht immer ganz offenkundigen Qualitäten, aber möglicherweise ist The Hateful Eight sein bisher bester Film geworden. Sein kompromisslosester ist er in jedem Fall.

 

8,5 von 10 Mexikanern namens Bob

 

 

Slow West

23. Januar 2016 at 17:37

 

 

© A24/Lionsgate UK

 

 

 

„That kid was a wonder. He saw things differently. To him, we were in a land of hope and good will.“

 

 

 

Der 16jährige Jay Cavendish hat seine Heimat Schottland verlassen um in Amerika nach seiner großen Liebe Rose zu suchen. Als er zufällig auf den erfahrenen und rauen Silas trifft, bietet er ihm Geld, um ihn für den Rest seiner Reise zu leiten und zu beschützen. Was Jay nicht ahnt: beide haben das gleiche Ziel, wenn auch Silas eine andere Motivation hat, denn auf Rose und ihren Vater ist ein Kopfgeld von 2000 Dollar wegen Mordes ausgesetzt, welches er nur zu gerne einstreichen würde. So machen sich die beiden auf den beschwerlichen Weg Richtung Westen….

 

Viele gute Beiträge zum Thema Western kamen in den letzten Jahren nicht aus Amerika, dem traditionellen Ursprung und Heimatland dieses Genre, sondern oft aus dem Ausland. The Salvation kam aus Dänemark, The Proposition aus Australien und Das finstere Tal gar aus Österreich. So ist es auch wenig verwunderlich, dass Slow West das Spielfilmdebüt des Briten John Maclean ist, der zwar bereits zwei Kurzfilme gedreht hat, ansonsten aber eher als Mitglied der Indieband The Beta Band bekannt ist, und in Neuseeland gedreht wurde. Ich muss zugeben, einen sehr seltsamen Neo-Western hat er da abgeliefert, vielleicht sogar einen der seltsamsten Western, die ich je gesehen habe, und das meine ich nicht im negativen Sinne. Oberflächlich betrachtet bedient sich Maclean für Slow West bei geradezu klassischen Erzählstrukturen des Western, angefangen bei den archetypischen Charakteren und deren Entwicklung über die Reise von A nach B mit klarem Ziel und allerhand Begegnungen und Hindernissen bis hin zum bleihaltigen Shootout im Finale. Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings schnell auf, das Maclean vielmehr mit all diesen Motiven und Mechanismen spielt, sie unterwandert und hin und wieder sogar regelrecht torpediert, indem er vielen Szenen einen bewusst eigenartig entrückten Impuls verleiht. Meist sind es Kleinigkeiten, die zunächst kaum auffallen, aber ein Gefühl der Irritation hinterlassen, manchmal aber auch ganz offensichtlich deplatzierte Szenen, die schon beinahe slapstickartigen Charakter haben oder wirken, als wären sie direkt einem Road Runner-Cartoon entsprungen. Maclean nutzt viele solcher kleinen kreativen Einfälle und inszenatorischen Kniffe und dekonstruiert so letztlich sogar das sonst sehr starre und unflexible Erzählmuster des klassischen amerikanischen Western. Insgesamt wirkt der Film dadurch seltsam verschoben und kippt immer mal wieder in geradezu traumhafte und eigenartig mystisch überhöhte Momente, die das erzählerische Korsett aufbrechen. Allein der Drehort Neuseeland trägt erheblich dazu bei, liefert er doch wunderschöne und entrückte Landschaftsaufnahmen, die aber alle nicht so recht zu einem klassischen Western passen wollen, zu farbenfroh präsentiert sich dort alles. Auch die Charakterzeichnung schlägt in eine ähnliche Kerbe, denn Jay und Silas könnten kaum unterschiedlicher sein und sich trotzdem ähneln. Jay ist ein hoffnungsloser Romantiker, ein Träumer, der planlos seiner großen Liebe hinterher reist, unbedarft, unschuldig und voller Naivität. Man wundert sich regelrecht darüber, wie der Junge allein überhaupt so weit kommen konnte, ohne sein vorzeitiges Ende zu finden. Eine Rolle, die Kodi Smit-McPhee hervorragend auszufüllen weiß. Ihm gegenüber steht der vom abermals tollen Michael Fassbender verkörperte Silas, ein abgeklärtes und erfahrenes Raubein, wortkarg und einsilbig, ein klassischer Western-Antiheld voller Zynismus, der hinter jedem Stein den nächsten Banditen vermutet und erst schießt und dann Fragen stellt oder lieber gleich nur schießt und gar keine Fragen stellt.

 

Trotz einer Laufzeit von nur 84 Minuten ist Slow West ausgesprochen bedächtig, aber auch durchgängig spannend erzählt, und seine auf grausame Art und Weise poetische Geschichte wird zu einer faszinierenden bis skurrilen Odyssee durch den Wilden Westen, die mit einem wirklich hervorragenden Rhythmus glänzen kann und mit ihrem bitteren und sehr zynischen Schluss ein Ende findet, welches sich ganz hervorragend in den hoffnungslosen Grundton des Films einfügt. Slow West ist ein seltsam entrückter Western und mutet zuweilen etwas unwirklich an, aber genau das macht seine Stärke und Faszination aus, und hat man es erst einmal durchschaut, dann macht es viel Spaß Maclean dabei zuzusehen, wie er grundlegende Mechanismen eines der wohl klassischsten Filmgenre überhaupt dekonstruiert, mit anderen Elementen anreichert und so etwas eigenwillig neues erschafft.

 

7 von 10 Pfeilen in der Hand

 

 

Vampires

4. November 2015 at 19:26

 

 

 

Vampires (1998)
Vampires poster Rating: 6.1/10 (40,443 votes)
Director: John Carpenter
Writer: John Steakley (novel), Don Jakoby (screenplay)
Stars: James Woods, Daniel Baldwin, Sheryl Lee, Thomas Ian Griffith
Runtime: 108 min
Rated: R
Genre: Action, Horror, Thriller
Released: 30 Oct 1998
Plot: A vengeful vampire slayer must retrieve an ancient Catholic relic that, should it be acquired by vampires, will allow them to endure sunlight.

 

 

 

„Well, first of all, they’re not romantic. Its not like they’re a bunch of fuckin‘ fags hoppin‘ around in rented formal wear and seducing everybody in sight with cheesy euro-trash accents, all right? Forget whatever you’ve seen in the movies: they don’t turn into bats, crosses don’t work. Garlic? You wanna try garlic? You could stand there with garlic around your neck and one of these buggers will bend you fucking over and take a walk up your strada-chocolata WHILE he’s suckin‘ the blood outta your neck, all right? And they don’t sleep in coffins lined in taffata. You wanna kill one, you drive a wooden stake right through his fuckin‘ heart.“

 

 

 

Jack Crow ist der Anführer einer gut ausgebildeten, bestens ausgerüsteten und von der katholischen Kirche finanzierten und unterstützten Gruppe von Vampirjägern, die Tag für Tag Jagd auf die Blutsauger machen und deren Nester ausheben. Als sie eines Tages ein solches Nest zwar erfolgreich ausräuchern, entwischt ihnen dennoch der sehr alte und sehr mächtige Vampirfürst Valek. Aus Rache schlachtet dieser beinahe alle von Crows Männern ab, woraufhin dieser sich neu formieren und ein neues Team zusammenstellen muss, um die Fährte wieder aufzunehmen, denn Valek scheint auf der Suche nach einem vermeintlich verschollenen, heiligen Relikt zu sein, mit dem ein uraltes Ritual vollzogen werden soll, um dem Vampir nahezu grenzenlose Macht zu verleihen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt für Jack Crow und seine Leute…

 

Ein Stück weit ist mir Vampires auch ein kleines, persönliches Anliegen. 1998 sogar persönlich im Kino gesehen (werde ich nie vergessen: ein spätabendliches Doublefeature zusammen mit dem ersten Blade), hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich eine Ahnung, was da für ein räudiges, versifftes und blutiges Spektakel auf mich zukommen würde. Und ich hatte einen Heidenspaß an dem Film, wirklich, ich war hellauf begeistert und habe das schwer gefeiert. Und den habe ich bis heute, den Spaß, ich sehe Vampires immer wieder gern, und ich finde, der Film kommt oft viel schlechter weg als er eigentlich ist, weshalb ich mich berufen fühle, hier mal ein paar Worte über ihn zu verlieren… Der Film von John Carpenter, seines Zeichens Altmeister und Pionier des Horrorgenre, basiert sehr lose auf dem Roman Vampire$ von John Steakley und ist stilistisch ganz den Mechanismen des Western unterworfen, angereichert mit massig Horrorelementen und verfeinert mit einer Prise Roadmovie, ein wilder und bisweilen kruder Mix, der sich zwar komisch anhören mag, letztlich aber doch erstaunlich gut funktioniert. Gerade die Mischung aus Western und Horror ist nun beileibe keine neue Idee, dennoch bleibt sie hier in ihrer staubtrockenen und ausgesprochen zynischen Ausführung reizvoll. Carpenter entspinnt ein großartiges und unverschämt unterhaltsames Mosaik aus unzähligen kleinen Versatzstücken, Anspielungen, Zitaten und Genreverweisen, alles war irgendwann schon einmal da und kommt dem geneigten Zuschauer bekannt vor, aber dennoch ist das Gesamtergebnis vollkommen eigenständig. Handwerklich betrachtet ist Vampires sicher nicht Carpenters bester Film, phasenweise nicht mal ein besonders guter, gerade der Mittelteil hat seine Längen und zieht sich ein wenig, da wäre mehr Kompaktheit doch besser gewesen, das Drehbuch leidet unter dramaturgischen Schwächen und einer etwas zu dick aufgetragenen Machoattitüde und die Handlung ist manchmal geradezu haarsträubend unlogisch, aber der Film macht einfach wahnsinnig viel Spaß. James Woods als Jack Crow ist einfach großartig, wie er in Jeans und Lederjacke durch die staubige Einöde stapft, überall seinen ätzenden Zynismus versprüht und Arschtritte verteilt. So gnadenlos überzeichnet sein Charakter auch ist, so charismatisch wirkt er, ausgestattet mit seinen ganz eigenen moralischen Wertvorstellungen, vielleicht etwas archaisch, ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber ganz eindeutig ein geradezu archetypischer Antiheld, entsprungen aus unzähligen Western. Crow und seine Mitstreiter sind keine strahlenden Helden mit weißer Weste auf dem Pfad des Guten, sie sind gebrochene Männer, Getriebene, unbarmherzig und skrupellos bei der Suche nach immer weiteren Vampirnestern, die es auszuheben gilt. Ihre Welt ist aus den Fugen geraten, sie wissen um die Existenz dieser dunklen Kreaturen und haben Dinge gesehen, die normale Menschen nicht glauben würden. Das macht sie zu Ausgestoßenen, unfähig, ein gewöhnliches Leben zu führen, sie sind isoliert von der normalen Welt, kein Teil mehr von ihr und das werden sie auch nie wieder sein, und Isolation ist häufig ein sehr dominantes Thema in den Filmen von John Carpenter.

 

Vampires ist im Grunde kein wirklich guter Film und auch bei weitem nicht Carpenters bester, aber in jedem Fall ist er besser, als er oft gemacht wird und diese krude Mischung aus Western, Roadmovie und Vampirhorror ist einfach irre unterhaltsam und macht wahnsinnig viel Spaß. Zweifelsohne kein Carpenter, der Maßstäbe setzt und ganze Genre definiert wie einst Halloween oder The Thing, und ausgestattet mit zahlreichen handwerklichen und dramaturgischen Mängeln, aber in jedem Fall ein derber, geradliniger und staubiger Film mit einer knochentrockenen Atmosphäre, den ich immer wieder gerne sehe.

 

7 von 10 Vampirschädeln auf der Motorhaube

 

 

Meine zehn liebsten Italowestern

7. Mai 2015 at 18:40

 

 

 

„You see, in this world there’s two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig.“

 

 

 

Heute also endlich die vor geraumer Zeit von mir angekündigte Liste mit meinen zehn liebsten Italowestern. Das war nicht die einfachste Geburt, hauptsächlich bedingt durch Kopfzerbrechen und Zeitmangel. Kopfzerbrechen, weil ich dieses recht spezielle Genre wirklich sehr mag und sich im Laufe der Jahre doch so einige Vertreter des Italowestern bei mir angesammelt haben, die ich wirklich gut kenne, so dass mir das Abwägen der einzelnen Platzierungen und Erstellen dieser Liste nicht immer leicht fiel. Und der Zeitmangel…. naja, ihr kennt das ja. Der Italowestern, dessen Hochphase nur etwa von 1965 bis 1970 andauerte und danach bereits wieder abebbte, dafür aber in diesem Zeitraum enorm produktiv war und wirklich unzählige Vertreter jeglicher Qualität hervorbrachte, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom klassischen amerikanischen Western. Meist ist er düsterer und zynischer, dreckiger und vor allem auch blutiger. Strahlende Heldenfiguren gibt es hier für gewöhnlich keine, meist nur sehr ambivalente Charaktere und Gerechtigkeitssinn und selbstloses Handeln der Figuren in den amerikanischen Western sind hier entweder im Heldencharakter gerade nur zu erahnen oder weichen ganz Habgier und Eigennutz. Vornehmlich Rache oder auch das Streben nach Geld sind eher als Motive zu finden und die vermeintlichen Heldenfiguren halten sich oft aus moralischen Konflikten heraus, wenn sich diese nicht mit ihrer Antriebsfeder decken. Oft als B-Movies wahrgenommen, eröffnete das jedoch den Machern ganz andere Möglichkeiten soziale und gesellschaftliche Missstände anzuprangern und zu thematisieren, was sich bei vielen Italowestern mal subtiler, mal plakativer tatsächlich auch so finden lässt. So, genug davon, hier sind sie also, meine zehn liebsten Italowestern…

 

 

 

10.

A Professional Gun (1968)
A Professional Gun poster Rating: 7.3/10 (2,295 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Giorgio Arlorio (story), Adriano Bolzoni, Sergio Corbucci, Franco Solinas (story), Sergio Spina, Luciano Vincenzoni (story)
Stars: Franco Nero, Jack Palance, Tony Musante, Giovanna Ralli
Runtime: 110 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy, Western
Released: 29 Aug 1968
Plot: While a Mexican revolutionary lies low as a U.S. rodeo clown, the cynical Polish mercenary who tutored the idealistic peasant tells how he and a dedicated female radical fought for the soul...

 

 

 

9.

A Bullet for the General (1966)
A Bullet for the General poster Rating: 7.2/10 (2,446 votes)
Director: Damiano Damiani
Writer: Salvatore Laurani (story), Franco Solinas (adaptation)
Stars: Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Martine Beswick, Lou Castel
Runtime: 115 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Sep 1968
Plot: A band of Mexican gun-runners employed by a revolutionary general lure an American mercenary into joining their gang, unaware that he is targeting their general.

 

 

 

8.

Gunlaw (1967)
Gunlaw poster Rating: 7.2/10 (1,863 votes)
Director: Tonino Valerii
Writer: Ron Barker (based on the novel "Der tod Ritt Dienstags" by), Ernesto Gastaldi (screenplay), Tonino Valerii (screenplay), Renzo Genta (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Walter Rilla, Christa Linder
Runtime: 95 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Nov 1969
Plot: Amiable, unassertive Scott Mary picks up the trash, cleans the toilets, sweeps the floors in the town of Clifton. Then a gunfighter comes to town. He offers advice and guidance to Scott who...

 

 

 

7.

Death Rides a Horse (1966)
Death Rides a Horse poster Rating: 7.2/10 (4,042 votes)
Director: Giulio Petroni
Writer: Luciano Vincenzoni (script)
Stars: Lee Van Cleef, John Phillip Law, Mario Brega, Luigi Pistilli
Runtime: 114 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 31 Aug 1967
Plot: In the Old West a little boy witnesses the murder of his family by gunmen and grows up with plans to track them all down, and kill them.

 

 

 

6.

A Fistful of Dollars (1964)
A Fistful of Dollars poster Rating: 8.1/10 (115,938 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Adriano Bolzoni (story), Víctor Andrés Catena (story), Sergio Leone (story), Víctor Andrés Catena (screenplay), Jaime Comas Gil (screenplay), Sergio Leone (screenplay)
Stars: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy
Runtime: 99 min
Rated: R
Genre: Action, Western
Released: 18 Jan 1967
Plot: A wandering gunfighter plays two rival families against each other in a town torn apart by greed, pride, and revenge.

 

 

 

5.

Django (1966)
Django poster Rating: 7.3/10 (16,599 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Sergio Corbucci (story), Bruno Corbucci (story), Sergio Corbucci (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (dialogue), Bruno Corbucci (dialogue), Franco Rossetti (screenplay), José Gutiérrez Maesso (screenplay), Piero Vivarelli (screenplay)
Stars: Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez
Runtime: 92 min
Rated: UNRATED
Genre: Action, Western
Released: 1 Dec 1966
Plot: A coffin-dragging gunslinger enters a town caught between two feuding factions, the KKK and a gang of Mexican Bandits. That man is Django, and he is caught up in a struggle against both parties.

 

 

 

4.

Once Upon a Time in the West (1968)
Once Upon a Time in the West poster Rating: 8.6/10 (179,968 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Sergio Leone (screenplay), Sergio Donati (screenplay), Dario Argento (from a story by), Bernardo Bertolucci (from a story by), Sergio Leone (from a story by), Mickey Knox (dialogue: English version)
Stars: Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards, Charles Bronson
Runtime: 175 min
Rated: PG-13
Genre: Western
Released: 1968-12-21
Plot: Epic story of a mysterious stranger with a harmonica who joins forces with a notorious desperado to protect a beautiful widow from a ruthless assassin working for the railroad.

 

 

 

3.

The Great Silence (1968)
The Great Silence poster Rating: 7.8/10 (8,629 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Mario Amendola (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (screenplay), Vittoriano Petrilli (screenplay)
Stars: Jean-Louis Trintignant, Klaus Kinski, Frank Wolff, Luigi Pistilli
Runtime: 105 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 19 Nov 1968
Plot: A mute gunslinger faces off against a gang of bounty hunters in the great blizzard of 1899, and a grim, tense struggle unfolds.

 

 

 

2.

The Big Gundown (1966)
The Big Gundown poster Rating: 7.4/10 (3,206 votes)
Director: Sergio Sollima
Writer: Franco Solinas (story), Fernando Morandi (story), Sergio Donati (screenplay), Sergio Sollima (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Tomas Milian, Walter Barnes, Nieves Navarro
Runtime: 110 min
Rated: Approved
Genre: Western
Released: 1966-11-29
Plot: Unofficial lawman John Corbett hunts down Cuchillo Sanchez, a Mexican peasant accused of raping and killing a 12-year-old girl.

 

 

 

1.

The Good, the Bad and the Ugly (1966)
The Good, the Bad and the Ugly poster Rating: 8.9/10 (421,579 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Luciano Vincenzoni (story), Sergio Leone (story), Agenore Incrocci (screenplay), Furio Scarpelli (screenplay), Luciano Vincenzoni (screenplay), Sergio Leone (screenplay), Mickey Knox (English version by)
Stars: Eli Wallach, Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Aldo Giuffrè
Runtime: 161 min
Rated: Not Rated
Genre: Western
Released: 1966-12-23
Plot: A bounty hunting scam joins two men in an uneasy alliance against a third in a race to find a fortune in gold buried in a remote cemetery.