Vampires

4. November 2015 at 19:26

 

 

 

Vampires (1998)
Vampires poster Rating: 6.1/10 (40,443 votes)
Director: John Carpenter
Writer: John Steakley (novel), Don Jakoby (screenplay)
Stars: James Woods, Daniel Baldwin, Sheryl Lee, Thomas Ian Griffith
Runtime: 108 min
Rated: R
Genre: Action, Horror, Thriller
Released: 30 Oct 1998
Plot: A vengeful vampire slayer must retrieve an ancient Catholic relic that, should it be acquired by vampires, will allow them to endure sunlight.

 

 

 

„Well, first of all, they’re not romantic. Its not like they’re a bunch of fuckin‘ fags hoppin‘ around in rented formal wear and seducing everybody in sight with cheesy euro-trash accents, all right? Forget whatever you’ve seen in the movies: they don’t turn into bats, crosses don’t work. Garlic? You wanna try garlic? You could stand there with garlic around your neck and one of these buggers will bend you fucking over and take a walk up your strada-chocolata WHILE he’s suckin‘ the blood outta your neck, all right? And they don’t sleep in coffins lined in taffata. You wanna kill one, you drive a wooden stake right through his fuckin‘ heart.“

 

 

 

Jack Crow ist der Anführer einer gut ausgebildeten, bestens ausgerüsteten und von der katholischen Kirche finanzierten und unterstützten Gruppe von Vampirjägern, die Tag für Tag Jagd auf die Blutsauger machen und deren Nester ausheben. Als sie eines Tages ein solches Nest zwar erfolgreich ausräuchern, entwischt ihnen dennoch der sehr alte und sehr mächtige Vampirfürst Valek. Aus Rache schlachtet dieser beinahe alle von Crows Männern ab, woraufhin dieser sich neu formieren und ein neues Team zusammenstellen muss, um die Fährte wieder aufzunehmen, denn Valek scheint auf der Suche nach einem vermeintlich verschollenen, heiligen Relikt zu sein, mit dem ein uraltes Ritual vollzogen werden soll, um dem Vampir nahezu grenzenlose Macht zu verleihen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt für Jack Crow und seine Leute…

 

Ein Stück weit ist mir Vampires auch ein kleines, persönliches Anliegen. 1998 sogar persönlich im Kino gesehen (werde ich nie vergessen: ein spätabendliches Doublefeature zusammen mit dem ersten Blade), hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht wirklich eine Ahnung, was da für ein räudiges, versifftes und blutiges Spektakel auf mich zukommen würde. Und ich hatte einen Heidenspaß an dem Film, wirklich, ich war hellauf begeistert und habe das schwer gefeiert. Und den habe ich bis heute, den Spaß, ich sehe Vampires immer wieder gern, und ich finde, der Film kommt oft viel schlechter weg als er eigentlich ist, weshalb ich mich berufen fühle, hier mal ein paar Worte über ihn zu verlieren… Der Film von John Carpenter, seines Zeichens Altmeister und Pionier des Horrorgenre, basiert sehr lose auf dem Roman Vampire$ von John Steakley und ist stilistisch ganz den Mechanismen des Western unterworfen, angereichert mit massig Horrorelementen und verfeinert mit einer Prise Roadmovie, ein wilder und bisweilen kruder Mix, der sich zwar komisch anhören mag, letztlich aber doch erstaunlich gut funktioniert. Gerade die Mischung aus Western und Horror ist nun beileibe keine neue Idee, dennoch bleibt sie hier in ihrer staubtrockenen und ausgesprochen zynischen Ausführung reizvoll. Carpenter entspinnt ein großartiges und unverschämt unterhaltsames Mosaik aus unzähligen kleinen Versatzstücken, Anspielungen, Zitaten und Genreverweisen, alles war irgendwann schon einmal da und kommt dem geneigten Zuschauer bekannt vor, aber dennoch ist das Gesamtergebnis vollkommen eigenständig. Handwerklich betrachtet ist Vampires sicher nicht Carpenters bester Film, phasenweise nicht mal ein besonders guter, gerade der Mittelteil hat seine Längen und zieht sich ein wenig, da wäre mehr Kompaktheit doch besser gewesen, das Drehbuch leidet unter dramaturgischen Schwächen und einer etwas zu dick aufgetragenen Machoattitüde und die Handlung ist manchmal geradezu haarsträubend unlogisch, aber der Film macht einfach wahnsinnig viel Spaß. James Woods als Jack Crow ist einfach großartig, wie er in Jeans und Lederjacke durch die staubige Einöde stapft, überall seinen ätzenden Zynismus versprüht und Arschtritte verteilt. So gnadenlos überzeichnet sein Charakter auch ist, so charismatisch wirkt er, ausgestattet mit seinen ganz eigenen moralischen Wertvorstellungen, vielleicht etwas archaisch, ein bisschen aus der Zeit gefallen, aber ganz eindeutig ein geradezu archetypischer Antiheld, entsprungen aus unzähligen Western. Crow und seine Mitstreiter sind keine strahlenden Helden mit weißer Weste auf dem Pfad des Guten, sie sind gebrochene Männer, Getriebene, unbarmherzig und skrupellos bei der Suche nach immer weiteren Vampirnestern, die es auszuheben gilt. Ihre Welt ist aus den Fugen geraten, sie wissen um die Existenz dieser dunklen Kreaturen und haben Dinge gesehen, die normale Menschen nicht glauben würden. Das macht sie zu Ausgestoßenen, unfähig, ein gewöhnliches Leben zu führen, sie sind isoliert von der normalen Welt, kein Teil mehr von ihr und das werden sie auch nie wieder sein, und Isolation ist häufig ein sehr dominantes Thema in den Filmen von John Carpenter.

 

Vampires ist im Grunde kein wirklich guter Film und auch bei weitem nicht Carpenters bester, aber in jedem Fall ist er besser, als er oft gemacht wird und diese krude Mischung aus Western, Roadmovie und Vampirhorror ist einfach irre unterhaltsam und macht wahnsinnig viel Spaß. Zweifelsohne kein Carpenter, der Maßstäbe setzt und ganze Genre definiert wie einst Halloween oder The Thing, und ausgestattet mit zahlreichen handwerklichen und dramaturgischen Mängeln, aber in jedem Fall ein derber, geradliniger und staubiger Film mit einer knochentrockenen Atmosphäre, den ich immer wieder gerne sehe.

 

7 von 10 Vampirschädeln auf der Motorhaube

 

 

Meine zehn liebsten Italowestern

7. Mai 2015 at 18:40

 

 

 

„You see, in this world there’s two kinds of people, my friend: Those with loaded guns and those who dig. You dig.“

 

 

 

Heute also endlich die vor geraumer Zeit von mir angekündigte Liste mit meinen zehn liebsten Italowestern. Das war nicht die einfachste Geburt, hauptsächlich bedingt durch Kopfzerbrechen und Zeitmangel. Kopfzerbrechen, weil ich dieses recht spezielle Genre wirklich sehr mag und sich im Laufe der Jahre doch so einige Vertreter des Italowestern bei mir angesammelt haben, die ich wirklich gut kenne, so dass mir das Abwägen der einzelnen Platzierungen und Erstellen dieser Liste nicht immer leicht fiel. Und der Zeitmangel…. naja, ihr kennt das ja. Der Italowestern, dessen Hochphase nur etwa von 1965 bis 1970 andauerte und danach bereits wieder abebbte, dafür aber in diesem Zeitraum enorm produktiv war und wirklich unzählige Vertreter jeglicher Qualität hervorbrachte, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom klassischen amerikanischen Western. Meist ist er düsterer und zynischer, dreckiger und vor allem auch blutiger. Strahlende Heldenfiguren gibt es hier für gewöhnlich keine, meist nur sehr ambivalente Charaktere und Gerechtigkeitssinn und selbstloses Handeln der Figuren in den amerikanischen Western sind hier entweder im Heldencharakter gerade nur zu erahnen oder weichen ganz Habgier und Eigennutz. Vornehmlich Rache oder auch das Streben nach Geld sind eher als Motive zu finden und die vermeintlichen Heldenfiguren halten sich oft aus moralischen Konflikten heraus, wenn sich diese nicht mit ihrer Antriebsfeder decken. Oft als B-Movies wahrgenommen, eröffnete das jedoch den Machern ganz andere Möglichkeiten soziale und gesellschaftliche Missstände anzuprangern und zu thematisieren, was sich bei vielen Italowestern mal subtiler, mal plakativer tatsächlich auch so finden lässt. So, genug davon, hier sind sie also, meine zehn liebsten Italowestern…

 

 

 

10.

A Professional Gun (1968)
A Professional Gun poster Rating: 7.3/10 (2,295 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Giorgio Arlorio (story), Adriano Bolzoni, Sergio Corbucci, Franco Solinas (story), Sergio Spina, Luciano Vincenzoni (story)
Stars: Franco Nero, Jack Palance, Tony Musante, Giovanna Ralli
Runtime: 110 min
Rated: PG-13
Genre: Comedy, Western
Released: 29 Aug 1968
Plot: While a Mexican revolutionary lies low as a U.S. rodeo clown, the cynical Polish mercenary who tutored the idealistic peasant tells how he and a dedicated female radical fought for the soul...

 

 

 

9.

A Bullet for the General (1966)
A Bullet for the General poster Rating: 7.2/10 (2,446 votes)
Director: Damiano Damiani
Writer: Salvatore Laurani (story), Franco Solinas (adaptation)
Stars: Gian Maria Volonté, Klaus Kinski, Martine Beswick, Lou Castel
Runtime: 115 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Sep 1968
Plot: A band of Mexican gun-runners employed by a revolutionary general lure an American mercenary into joining their gang, unaware that he is targeting their general.

 

 

 

8.

Gunlaw (1967)
Gunlaw poster Rating: 7.2/10 (1,863 votes)
Director: Tonino Valerii
Writer: Ron Barker (based on the novel "Der tod Ritt Dienstags" by), Ernesto Gastaldi (screenplay), Tonino Valerii (screenplay), Renzo Genta (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Walter Rilla, Christa Linder
Runtime: 95 min
Rated: M
Genre: Western
Released: 1 Nov 1969
Plot: Amiable, unassertive Scott Mary picks up the trash, cleans the toilets, sweeps the floors in the town of Clifton. Then a gunfighter comes to town. He offers advice and guidance to Scott who...

 

 

 

7.

Death Rides a Horse (1966)
Death Rides a Horse poster Rating: 7.2/10 (4,042 votes)
Director: Giulio Petroni
Writer: Luciano Vincenzoni (script)
Stars: Lee Van Cleef, John Phillip Law, Mario Brega, Luigi Pistilli
Runtime: 114 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 31 Aug 1967
Plot: In the Old West a little boy witnesses the murder of his family by gunmen and grows up with plans to track them all down, and kill them.

 

 

 

6.

A Fistful of Dollars (1964)
A Fistful of Dollars poster Rating: 8.1/10 (115,938 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Adriano Bolzoni (story), Víctor Andrés Catena (story), Sergio Leone (story), Víctor Andrés Catena (screenplay), Jaime Comas Gil (screenplay), Sergio Leone (screenplay)
Stars: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volonté, Wolfgang Lukschy
Runtime: 99 min
Rated: R
Genre: Action, Western
Released: 18 Jan 1967
Plot: A wandering gunfighter plays two rival families against each other in a town torn apart by greed, pride, and revenge.

 

 

 

5.

Django (1966)
Django poster Rating: 7.3/10 (16,599 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Sergio Corbucci (story), Bruno Corbucci (story), Sergio Corbucci (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (dialogue), Bruno Corbucci (dialogue), Franco Rossetti (screenplay), José Gutiérrez Maesso (screenplay), Piero Vivarelli (screenplay)
Stars: Franco Nero, José Bódalo, Loredana Nusciak, Ángel Álvarez
Runtime: 92 min
Rated: UNRATED
Genre: Action, Western
Released: 1 Dec 1966
Plot: A coffin-dragging gunslinger enters a town caught between two feuding factions, the KKK and a gang of Mexican Bandits. That man is Django, and he is caught up in a struggle against both parties.

 

 

 

4.

Once Upon a Time in the West (1968)
Once Upon a Time in the West poster Rating: 8.6/10 (179,968 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Sergio Leone (screenplay), Sergio Donati (screenplay), Dario Argento (from a story by), Bernardo Bertolucci (from a story by), Sergio Leone (from a story by), Mickey Knox (dialogue: English version)
Stars: Claudia Cardinale, Henry Fonda, Jason Robards, Charles Bronson
Runtime: 175 min
Rated: PG-13
Genre: Western
Released: 1968-12-21
Plot: Epic story of a mysterious stranger with a harmonica who joins forces with a notorious desperado to protect a beautiful widow from a ruthless assassin working for the railroad.

 

 

 

3.

The Great Silence (1968)
The Great Silence poster Rating: 7.8/10 (8,629 votes)
Director: Sergio Corbucci
Writer: Mario Amendola (screenplay), Bruno Corbucci (screenplay), Sergio Corbucci (screenplay), Vittoriano Petrilli (screenplay)
Stars: Jean-Louis Trintignant, Klaus Kinski, Frank Wolff, Luigi Pistilli
Runtime: 105 min
Rated: N/A
Genre: Western
Released: 19 Nov 1968
Plot: A mute gunslinger faces off against a gang of bounty hunters in the great blizzard of 1899, and a grim, tense struggle unfolds.

 

 

 

2.

The Big Gundown (1966)
The Big Gundown poster Rating: 7.4/10 (3,206 votes)
Director: Sergio Sollima
Writer: Franco Solinas (story), Fernando Morandi (story), Sergio Donati (screenplay), Sergio Sollima (screenplay)
Stars: Lee Van Cleef, Tomas Milian, Walter Barnes, Nieves Navarro
Runtime: 110 min
Rated: Approved
Genre: Western
Released: 1966-11-29
Plot: Unofficial lawman John Corbett hunts down Cuchillo Sanchez, a Mexican peasant accused of raping and killing a 12-year-old girl.

 

 

 

1.

The Good, the Bad and the Ugly (1966)
The Good, the Bad and the Ugly poster Rating: 8.9/10 (421,579 votes)
Director: Sergio Leone
Writer: Luciano Vincenzoni (story), Sergio Leone (story), Agenore Incrocci (screenplay), Furio Scarpelli (screenplay), Luciano Vincenzoni (screenplay), Sergio Leone (screenplay), Mickey Knox (English version by)
Stars: Eli Wallach, Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Aldo Giuffrè
Runtime: 161 min
Rated: Not Rated
Genre: Western
Released: 1966-12-23
Plot: A bounty hunting scam joins two men in an uneasy alliance against a third in a race to find a fortune in gold buried in a remote cemetery.

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine zehn liebsten Western

26. April 2015 at 15:45

 

 

Letztlich erwies sich dann doch die Sichtung von The Salvation als Geburtshelfer für diese Liste, auch wenn ich die Idee schon sehr lange mit mir herum trage, denn ich bin ein großer Fan von Western, weniger jedoch vom klassischen amerikanischen Western und vielmehr vom Italowestern. Der Western ist das vielleicht größte und am meisten definierte amerikanische Filmgenre überhaupt, ist er doch in seinen handelnden Figuren, erzählenden Elementen, Motiven, Orten und Stilmitteln stark festgelegt und folgt häufig festen Regeln. In dieser heutigen Liste geht es erst einmal nur um den klassischen amerikanischen Western, aber eine zweite mit meinen zehn liebsten Italowestern wird in Kürze folgen, vielleicht sogar auch noch eine mit dem Neo-Western als Thema. Viel Spaß mit dieser Liste voller rauchender Colts und bleihaltiger Luft…..

 

 

 

10.

3:10 to Yuma (2007)
3:10 to Yuma poster Rating: 7.8/10 (213,869 votes)
Director: James Mangold
Writer: Halsted Welles (screenplay), Michael Brandt (screenplay), Derek Haas (screenplay), Elmore Leonard (short story)
Stars: Russell Crowe, Christian Bale, Logan Lerman, Dallas Roberts
Runtime: 122 min
Rated: R
Genre: Adventure, Crime, Drama
Released: 7 Sep 2007
Plot: A small-time rancher agrees to hold a captured outlaw who's awaiting a train to go to court in Yuma. A battle of wills ensues as the outlaw tries to psych out the rancher.

 

 

 

9.

True Grit (2010)
True Grit poster Rating: 7.7/10 (207,646 votes)
Director: Ethan Coen, Joel Coen
Writer: Joel Coen (screenplay), Ethan Coen (screenplay), Charles Portis (novel)
Stars: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin
Runtime: 110 min
Rated: PG-13
Genre: Adventure, Drama, Western
Released: 22 Dec 2010
Plot: A tough U.S. Marshal helps a stubborn young woman track down her father's murderer.

 

 

 

8.

High Noon (1952)
High Noon poster Rating: 8.1/10 (69,233 votes)
Director: Fred Zinnemann
Writer: Carl Foreman (screenplay), John W. Cunningham (magazine story "The Tin Star")
Stars: Gary Cooper, Thomas Mitchell, Lloyd Bridges, Katy Jurado
Runtime: 85 min
Rated: PG
Genre: Western
Released: 30 Jul 1952
Plot: A marshall, personally compelled to face a returning deadly enemy, finds that his own town refuses to help him.

 

 

 

7.

The Searchers (1956)
The Searchers poster Rating: 8.0/10 (55,502 votes)
Director: John Ford
Writer: Frank S. Nugent (screenplay), Alan Le May (from the novel by)
Stars: John Wayne, Jeffrey Hunter, Vera Miles, Ward Bond
Runtime: 119 min
Rated: APPROVED
Genre: Adventure, Drama, Western
Released: 13 Mar 1956
Plot: A Civil War veteran embarks on a journey to rescue his niece from an Indian tribe.

 

 

 

6.

Rio Bravo (1959)
Rio Bravo poster Rating: 8.1/10 (38,152 votes)
Director: Howard Hawks
Writer: Jules Furthman (screenplay), Leigh Brackett (screenplay), B.H. McCampbell (short story)
Stars: John Wayne, Dean Martin, Ricky Nelson, Angie Dickinson
Runtime: 141 min
Rated: NOT RATED
Genre: Western
Released: 4 Apr 1959
Plot: A small-town sheriff in the American West enlists the help of a cripple, a drunk, and a young gunfighter in his efforts to hold in jail the brother of the local bad guy.

 

 

 

5.

The Wild Bunch (1969)
The Wild Bunch poster Rating: 8.1/10 (57,793 votes)
Director: Sam Peckinpah
Writer: Walon Green (screenplay), Sam Peckinpah (screenplay), Walon Green (story), Roy N. Sickner (story)
Stars: William Holden, Ernest Borgnine, Robert Ryan, Edmond O'Brien
Runtime: 145 min
Rated: R
Genre: Action, Adventure, Western
Released: 18 Jun 1969
Plot: An aging group of outlaws look for one last big score as the "traditional" American West is disappearing around them.

 

 

 

4.

Open Range (2003)
Open Range poster Rating: 7.5/10 (49,457 votes)
Director: Kevin Costner
Writer: Lauran Paine (novel), Craig Storper (screenplay)
Stars: Robert Duvall, Kevin Costner, Annette Bening, Michael Gambon
Runtime: 139 min
Rated: R
Genre: Action, Romance, Western
Released: 15 Aug 2003
Plot: A former gunslinger is forced to take up arms again when he and his cattle crew are threatened by a corrupt lawman.

 

 

 

3.

The Magnificent Seven (1960)
The Magnificent Seven poster Rating: 7.8/10 (57,224 votes)
Director: John Sturges
Writer: William Roberts (screenplay)
Stars: Yul Brynner, Eli Wallach, Steve McQueen, Charles Bronson
Runtime: 128 min
Rated: NOT RATED
Genre: Action, Adventure, Western
Released: 23 Oct 1960
Plot: An oppressed Mexican peasant village assembles seven gunfighters to help defend their homes.

 

 

 

2.

Pat Garrett & Billy the Kid (1973)
Pat Garrett & Billy the Kid poster Rating: 7.4/10 (11,817 votes)
Director: Sam Peckinpah
Writer: Rudy Wurlitzer
Stars: James Coburn, Kris Kristofferson, Richard Jaeckel, Katy Jurado
Runtime: 122 min
Rated: R
Genre: Drama, History, Western
Released: 1973-08-31
Plot: An aging Pat Garrett is hired as a lawman on behalf of a group of wealthy New Mexico cattle barons--his sole purpose being to bring down his old friend Billy the Kid.

 

 

 

1.

Unforgiven (1992)
Unforgiven poster Rating: 8.3/10 (238,392 votes)
Director: Clint Eastwood
Writer: David Webb Peoples
Stars: Clint Eastwood, Gene Hackman, Morgan Freeman, Richard Harris
Runtime: 131 min
Rated: R
Genre: Western
Released: 7 Aug 1992
Plot: Retired Old West gunslinger William Munny reluctantly takes on one last job, with the help of his old partner and a young man.

 

 

 

 

The Salvation

21. April 2015 at 15:45

 

 

The Salvation (2014)
The Salvation poster Rating: 6.8/10 (12,177 votes)
Director: Kristian Levring
Writer: Anders Thomas Jensen, Kristian Levring
Stars: Mads Mikkelsen, Eva Green, Jeffrey Dean Morgan, Eric Cantona
Runtime: 92 min
Rated: R
Genre: Drama, Western
Released: 27 Feb 2015
Plot: In 1870s America, a peaceful American settler kills his family's murderer which unleashes the fury of a notorious gang leader. His cowardly fellow townspeople then betray him, forcing him to hunt down the outlaws alone.

 

 

 

„I was a soldier once and it told me a lesson: Don´t get into a fight you know you gonna lose.”

 

 

 

Amerika 1871, zur Zeit der Erschließung des Wilden Westens, als der american dream noch einer war, als ein Mann sich mit seinen bloßen Händen noch etwas aufbauen konnte in einer rauen Welt. Die beiden Dänen Jon und dessen Bruder Peter sind solche Männer, haben sie doch sieben Jahre zuvor ihre Heimat und den deutsch-dänischen Krieg hinter sich gelassen, um nicht mehr als Söldner dienen zu müssen, um für ihre Familien etwas Dauerhaftes aufbauen zu können. Sieben Jahre hat Jon seine in Dänemark verbliebene Frau jetzt nicht mehr gesehen und seinen kleinen Sohn noch nie, als er endlich soweit ist, beide in die neue Heimat und ihr neues Leben zu holen. Die Freude des Wiedersehens ist leider nur von kurzer Dauer, werden die drei noch auf dem Weg zum neuen Heim von zwei kürzlich aus dem Gefängnis entlassenen Männern überfallen. Jon wird überwältigt und zurückgelassen, seine Frau vergewaltigt und schließlich zusammen mit ihrem Sohn ermordet. Jon gelingt es zwar letztlich, die beiden Männer zu erschießen, doch damit tritt er nur eine weitere Spirale der Gewalt los, ist einer der beiden Toten der Bruder des finsteren Delarue, dem Anführer einer Bande von skrupellosen Verbrechern, der nichts mehr will als Rache für seinen toten Bruder….

 

The Salvation ist ein ganz klassischer Rachewestern, geradlinig und völlig schnörkellos inszeniert, angereichert mit zahlreichen archetypischen Figuren und reduziert auf eine nur das absolut Wesentliche skizzierende Handlung, gänzlich frei von Überraschungen. Innovation sucht man hier vergeblich, aber das ist völlig in Ordnung so, ist das Genre in der Regel doch relativ robust gegenüber Einflüssen von außen. Umso einfacher die Story gehalten ist, so grimmiger wird sie erzählt, getränkt von beinahe schon alttestamentarischer Wucht, Auge um Auge, Zahn um Zahn, buchstäblich. Zudem bedient sich Regisseur Kristian Levring vieler Referenzen sowohl an den klassischen amerikanischen Western als auch am deutlich düstereren Genre des Italo-Western, eine Spielart, die mir besonders am Herzen liegt, sind ihre Vertreter doch oft moralisch viel ambivalenter, dreckiger und zynischer als der klassische Western. Levring zitiert gleichermaßen große Klassiker wie High Noon oder The Searchers wie Spiel mir das Lied vom Tod oder Leichen pflastern seinen Weg, der Film muss aber nie um seine Eigenständigkeit fürchten.

 

Das verdankt The Salvation hauptsächlich seinen Schauspielern, die durchgängig wirklich hervorragende Darbietungen präsentieren. Mads Mikkelsen als Jon wirkt episch, in geradezu biblischer Art und Weise monumental, rau, stoisch und wortkarg wie die Welt um ihn herum. Viel sprechen muss er auch gar nicht, gelingt es ihm doch immer wieder, alles von Bedeutung nur durch seine Mimik auszudrücken, reduziert auf das Allernötigste. Gleiches gilt für Mikael Persbrandt, der seinen Bruder Peter spielt, die beiden zusammen auf der Leinwand, das hat irgendwie was ganz besonderes, wenig Dialog, viel passiert zwischen den Zeilen und bleibt ungesagt zwischen ihnen, oftmals reichen kurze Blicke zur Verständigung. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Figur von Eva Green, spielt sie doch die Verlobte des getöteten Bruders von Delarue, Madelaine. Hier treibt Levring das Konzept des wortkargen Helden auf die Spitze wie einst Sergio Corbucci mit Leichen pflastern seinen Weg, ist der dortige Held doch genauso stumm wie Madelaine. Eva Green ist so gut, man kann alle Facetten ihrer Wut, Angst und Abscheu deutlich an ihrem Gesicht ablesen, das ist auf jeden Fall beeindruckend genug, um ihre doch eher schwache Performance in 300: Rise of an Empire vergessen zu machen. Einzig Jeffrey Dean Morgan in der Rolle des rachedürstigen und sadistischen Bandenchefs Delarue ist deutlich redseliger als die meisten Figuren im Film, er gibt einen wirklich fiesen Bösewicht ab, einerseits charmant, wenn er will oder muss, im nächsten Moment aber auch eiskalt und vor allem immer absolut berechnend und nur auf seinen Vorteil bedacht.

 

The Salvation ist ein Film, der, wie so oft im Genre des Western und ganz besonders bei den Italowestern, vor allem durch seine Bildersprache lebt, und diese ist erstaunlich stark ausgefallen, das hätte ich so vorher nicht unbedingt vermutet. Gerade die Landschaft ist oft exzellent in Szene gesetzt, so dass der Drehort Südafrika wirklich glänzen darf, Dreck, Staub und flimmernde Hitze glaubt man oft auf der Haut zu spüren, so präzise ist die Kamera. Leider fallen eine handvoll CGI-Effekte sehr schwach aus, vornehmlich einige wenige Außenszenen im Regen und ganz besonders das lodernde Flammenmeer im Finale sehen alles andere als überzeugend aus. Hier merkt man doch das mit gut 10 Millionen Euro recht knapp bemessene Budget und es geht dadurch einiges an Atmosphäre verloren.

 

Unterm Strich ist The Salvation kein herausragender, aber doch ein überdurchschnittlicher Vertreter seines Genre, der sich eher am Italowestern orientiert als an den klassischen amerikanischen Western, hauptsächlich durch seine präzise Bildersprache und seine starken Schauspieler zu überzeugen weiß und mit angemessener Härte verhältnismäßig schonungslos zur Sache geht. Durch die unterschwellig noch angedeutete Thematik der langsam aufkeimenden Ölförderung findet sogar ein Hauch von Gesellschaftskritik Einzug in den Film, was gerade beim Italowestern nicht unüblich ist. Wer Western gegenüber nicht abgeneigt ist, der sollte hier durchaus mal einen Blick riskieren, wer dem Genre jedoch so gar nichts abgewinnen kann, der kann auch getrost einen Bogen um The Salvation machen ohne etwas zu verpassen.

 

7 von 10 Einschüssen zwischen die Augen